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Wandbildkalender 2012
Titelseite: 200 Jahre von Tauroggen 30. Dezember 1812.
| Wandbildkalender 2011
Titelseite: Nishnaja Dobrinka, die älteste deutsche Siedlung an der Wolga, gegr. am 29. Juni 1764.
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Wandbildkalender 2010
Titelseite: Ehmaliges Gymnasium von Landau/Ukraine
| Wandbildkalender 2009
Titelseite: Gründungsmitglieder
des HFDR |
Wandbildkalender 2008
Titelseite: Die Familie von Zar Paul I. |
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Wandbildkalender 2007
Titelseite: Die «Ulmer Schachtel» auf der Fahrt Richtung Schwarzes Meer |
Wandbildkalender 2006
Titelseite: Der Herkules-Brunnen
zu Augsburg |
Wandbildkalender 2005
Titelseite: Zweiter Neptunbrunnen
im Stadtpark zu Nürnberg |
Wandbildkalender 2004
Titelseite: Russlanddeutsche Grossfamilie vor Brandenburger Tor |
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Wandbildkalender 2003
Titelseite: Deutscher
Kaiser Franz II.
& Russischer Zar Alexander I. |
Wandbildkalender 2002
Titelseite:
Katharina II. |
Wandbildkalender
2001
Titelseite:
Das Gotische Tor in
Zraskoje Selo |
Wandbildkalender 2000
Titelseite:
St. Johannes-Kirche/St. Petersburg |
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Albert Obholz:
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Die Kolonie Mariental an der Wolga
Band 9, Ausgabe 2011 mit 508 Seiten
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Anton Bosch:
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Stalins Bauernopfer am Schwarzen Meer
Band 8, Ausgabe 2010 mit 271 Seiten
|

Nina Paulsen :
"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen."
Katholische Russlanddeutsche im Mittelpunkt einer Info-Publikation des HFDR
Ausgabe 2010 mit Begleit-CD
|

Viktor Bruhl, Michael Wanner:
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Gedenkbuch Altai und Omsk
Band 7, Ausgabe 2009 mit 299 Seiten
|

Anton Bosch, Anton Bertsch,
Michael Wanner:
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Trauerbuch Odessa – 2
Band 6, Ausgabe 2007 mit 276 Seiten
|

Anton Bosch, Anton Bertsch,
Michael Wanner:
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Trauerbuch Odessa – 1
Band 5, Ausgabe 2006 mit 274 Seiten |

Anton Bosch (Hrsg.) :
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Band 4, Ausgabe 2004/2005 mit 504 Seiten, bebildert
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Viktor Bruhl:
"Die Deutschen in Sibirien."
Band 1, 2003 mit 556
Seiten, bebildert |

Viktor Bruhl:
"Die Deutschen in Sibirien."
Band 2, 2003 mit 544
Seiten, bebildert |

Anton Bosch (Hrsg.):
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Band 2, 2002 mit 454 Seiten, bebildert |

Anton
Bosch (Hrsg.):
"Russland-Deutsche Zeitgeschichte."
Band 3, 2003 mit 430 Seiten, bebildert |
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Konrad Keller:
"Die Deutschen Kolonien
in Südrußland."
(Neuauflage der Werke
von 1905 und
1914, 603 Seiten,
moderne Schrift) |

Johannes Kufeld:
"Die Deutschen Kolonien
an der Wolga"
mit 445 Seiten und
einer Karte seiner
Tätigkeitsstationen.
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Ulrich Mertens:
"Handbuch Russland-Deutsche"
mit Ortsverzeichnis ehemaliger
Siedlungsgebiete.
Mit 562 Seiten und zwei
Landkarten mit
Migrations- und
Siedlungsgebieten der
Deutschen in Russland. |

Anton Bosch (Hrsg.):
"Almanach 2000/2001".
Mit 10 historischen Beiträgen der
Vereinsmitglieder aus verschiedenen
Epochen der russlanddeutschen
Siedlungsgeschichte.
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| ZUR BESTELLUNG
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| Wandbildkalender 2012 |
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Titelseite
200 Jahre Konvention von Tauroggen - 30. Dezember 1812 |
Juni
Die "verbannten" Kirchenglocken - Das Kirchenleben auf der Krim.
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Oktober
Die Kunst von Jakob Wedel - "beeindruckend, genial, traumhaft und schön..."
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Dezember
Beheimatung in der Kirche - Aussiedlerseelsorge für die Katholischen Russlanddeutschen |
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| Wandbildkalender 2011 |
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Titelseite
Nishnaja Dobrinka, die älteste deutsche Siedlung an der Wolga, gegr. am 29. Juni 1764. |
Mai
Johann Kampen war aktiver Gewerkschafter und Betriebsrat ;
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November
Eduard Mack – Heimatforscher und Hobbyhistoriker im Dienste seiner Landsleute
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Dezember
Der Katholizismus hat Tradition in Sibirien
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Wandbildkalender 2011 des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland
Die Tradition wird fortgesetzt
Die Wandbildkalender des HFDR, die seit 2000 erscheinen und spannende Einblicke in die
russlanddeutsche Kulturgeschichte vermitteln, haben viele Landsleute und andere geschichtsinteressierte
Mitbürger lieb gewonnen. Zusammengelegt, ergeben die inzwischen zwölf farbigen Wandbildkalender einen
Schatz an Informationen in Bild und Wort aus allen Bereichen der russlanddeutschen Kulturgeschichte –
von der Einwanderung nach Russland vor fast 250 Jahren bis zur Rückkehr in das Land der Vorfahren.
Der Verein bemüht sich, in jeder Kalenderausgabe spannende und unbekannte Facetten der bewegten und
bewegenden Geschichte der Deutschen aus Russland hervorzuheben. Auch im aktuellen Wandbildkalender
2011 finden sich neben Porträts von herausragenden Persönlichkeiten aus der Reihe der Russlanddeutschen
Beiträge, die deutsche Ansiedlungsgebiete und verschiedene Stationen oder auch schicksalhafte
Ereignisse der russlanddeutschen Geschichte darstellen.
Inhalte:
Grußwort: Staatssekretär Markus Sackmann, MdL, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit
und Sozialordnung, Familie und Frauen.
Zusammenfassung der Tätigkeit des HFDR – von Michael Wanner, Regenstauf.
Titelseite/Titelthema: Nishnaja Dobrinka, die älteste deutsche Siedlung an der Wolga,
wurde am 29. Juni 1764 gegründet. Dr. Anton Bosch, Nürnberg: „70 Jahre Totaldeportation aller
Russland-Deutschen nach Sibirien und Mittelasien“.
Januar: Die Einbürgerung der Russlanddeutschen 1943-1945 (Johann Kampen, Augsburg);
Februar: Das Liedgut der Deutschen aus Russland (Dr. Inessa Hellwig-Fabian, Erlangen);
März: Der Lehrer und Denker Anton Schneider aus Mariental an der Wolga (Albert Obholz, Kaiserslautern);
April: Die Anfänge des Wolhynien-Deutschtums – die Mutterkolonien Annette und Josefine (Nikolaus Arndt, Wiesentheid);
Mai: Johann Kampen war aktiver Gewerkschafter und Betriebsrat (Kurt Reinelt, Nürnberg);
Juni: Deutsche Kolonien auf der Krim (Hilda Riss, Nürnberg);
Juli: Der Künstler Otto Flath: „Meine Werke können gerne in die Welt ziehen…“ (Nina Paulsen, Nürnberg);
August: Die Auswanderung der Calvinisten an die Wolga (Jakob Bastron, Remagen);
September: Die Flucht der Belowesher im Treck der Schwarzmeerdeutschen 1934/44 (Christian Kronhardt, Augsburg);
Oktober: Der Zar einen Tag lang sächsischer Bergmann (Reinhard Uhlmann, Chemnitz);
November: Eduard Mack – Heimatforscher und Hobbyhistoriker im Dienste seiner Landsleute (Dr. Anton Bosch, Nürnberg);
Dezember: Der Katholizismus hat Tradition in Sibirien (Dr. Alexander Hoffmann, Bonn);
Abschließend: Tipps Für Ahnenforscher mit Folgeschritten und eventuellen Adressen und Quellen (zusammengestellt von Michael Wanner, Regenstauf);
Inhaltsbeschreibung der bisher erschienenen Wandbildkalender;
Kurze Inhaltsbeschreibung weiterer Publikationen des HFDR.
Zitat aus dem Grußwort zum Wandbildkalender 2011:
"Auf der letzten Seite des Kalenders sind Publikationen genannt, die beim Historischen
Forschungsverein erhältlich sind. Das Spektrum reicht von allgemeinen Handbüchern zu den
Deutschen aus Russland bis hin zu Veröffentlichungen, die sich mit speziellen Einzelthemen befassen.
Der Historische Forschungsverein leistet mit dieser Publikationsreihe einen wichtigen Beitrag zur
Erforschung und Aufarbeitung der Geschichte, der Leistungen und des Schicksals der Deutschen aus
Russland. Die Veröffentlichungen richten sich dabei nicht nur an Wissenschaftler. Sie sind auch für
einen breiteren Leserkreis interessant und können in unserer Gesellschaft das Bewusstsein für all
das stärken, was diese Mitbürgerinnen und Mitbürger erleben und erleiden mussten. So tragen die
Bücher dazu bei, das Fundament für eine gute Integration zu schaffen. Ich fände es daher
wünschenswert, wenn die Bibliotheken in unserem Land diese Veröffentlichungen im Blick hätten und
eine geeignete Auswahl zur Lektüre anbieten würden."
(Staatssekretär Markus Sackmann, MdL, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen).
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| Wandbildkalender 2010 |
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Titelseite
Ehmaliges Gymnasium von Landau/Ukraine |
Mai
Kandel-Elsässischer Dialekt
im Kutschurganer Gebiet bei Odessa.
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September
Schwarzmeerdeutsche Flüchtlingsrecks
wärend des Zweiten Weltkriegs
in Ungarn, Juli 1944.
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November
Doppelweltmeisterin Ina Menzer
nach der Siegerehrung am 19. Januar 2009.
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Wandbildkalender 2010 des HFDR – spannende Einblicke
in die russlanddeutsche Kulturgeschichte
Der Wandbildkalender vermittelt traditionsgemäß viele spannende Einblicke in das deutsche Leben
in Russland und der Sowjetunion, aber auch die Eingliederung der Russlanddeutschen hierzulande in Bild
und Wort.Künstler Nikolaus Rode, Bischof Messmer aus Kirgisien, Meteorologe Alexander Kessler,
Sängerinnen Helene Fischer und Julia Neigel, Wissenschaftler Otto Oesterle, Boxerin Ina Menzer – über
all diese Persönlichkeiten und andere Themen kann man im Wandbildkalender 2010 des Historischen
Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V. nachlesen. Anton Bosch leitet den Kalender mit einem
Abriss aus der 200-jährigen Geschichte der Schwarzmeerdeutschen ein – von der Auswanderung
bis in die jüngste Gegenwart, das Titelbild mit dem ehemaligen Gymnasium von Landau/Ukraine als
Ruine aus dem Jahr 2008 ist ein Einblick in die Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig.
Jedes Thema ist mit Bildern veranschaulicht und durch einprägsame Zitate nochmals betont.
Nachstehend zwei Zitate über den Kalender des HFDR, der als Wissensquelle für Jedermann auch ein
schönes Geschenk sein kann.
Staatssekretär Markus Sackmann, MdL, Bayerisches Staatsministerium
für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen:
"Wie in den Vorjahren ist es dem Historischen Forschungsverein auch heuer wieder
gelungen, einen Jahreskalender zu erstellen, der weit mehr ist als ein Kalender. Er ist ein großartiges
Leseheft mit äußerst informativen Artikeln über Geschichte, Tradition, Kultur und Lebensart der
Deutschen aus Russland. Ich hoffe sehr, dass dieser Kalender über die Kreise der Deutschen aus
Russland hinaus bekannt wird. Auf der letzten Seite des Kalenders sind Publikationen genannt,
die beim Historischen Forschungsverein erhältlich sind. Das Spektrum reicht von allgemeinen Handbüchern
zu den Deutschen aus Russland bis hin zu Veröffentlichungen, die sich mit speziellen Einzelthemen
befassen. Der Historische Forschungsverein leistet mit dieser Publikationsreihe einen wichtigen Beitrag
zur Erforschung und Aufarbeitung der Geschichte, der Leistungen und des Schicksals der Deutschen
aus Russland. Die Veröffentlichungen richten sich dabei nicht nur an Wissenschaftler. Sie sind auch für
einen breiteren Leserkreis interessant und können in unserer Gesellschaft das Bewusstsein für all das
stärken, was diese Mitbürgerinnen und Mitbürger erleben und erleiden mussten. So tragen die Bücher
dazu bei, das Fundament für eine gute Integration zu schaffen. Ich fände es daher wünschenswert,
wenn die Bibliotheken in unserem Land diese Veröffentlichungen im Blick hätten und eine geeignete
Auswahl zur Lektüre anbieten würden."
Sophie Wagner, Hamburg:
"Liebe Landsleute, ich möchte euch darauf aufmerksam machen, dass der neue Kalender
des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland (HFDR) für das Jahr 2010 erschienen ist.
Diese Kalender gibt es seid 2000. Sie sind ein Dank an Freunde und Forscher der Geschichte der
Deutschen aus Russland. Ich habe zum ersten Mal den Kalender für das Jahr 2002 als Geschenk bekommen,
seitdem sind diese Kalender ein Muss in meiner Sammlung der Geschichtsbücher über Deutsche aus Russland.
Der Kalender für das kommende Jahr enthält interessante Texte zu wichtigen geschichtlichen Daten,
berichtet über das kirchliche Leben, über die Erfolge unserer Jugend im Sport in ihrer neuen Heimat,
über Künstler und Wissenschaftler aus der Reihe der Russlanddeutschen und die Geschichte der Integration.
Jedes Thema ist mit Bildern veranschaulicht und durch einprägsame Zitate nochmals betont.
Der Kalender ist ein gutes Weihnachtsgeschenk nicht nur für Familienmitglieder, sondern auch für
Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen."
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| Wandbildkalender 2009 |
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Titelseite
Gründungsmitglieder des HFDR |
April
Wohn- und Firmenhaus Fabergé – eines
der besten Bauwerke von Carl Schmidt.
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September
Bundeskanzler Helmut Kohl während
seiner Festrede anlässlich des
26. Bundestreffens der Landsmannschaft
1998 in Stuttgart
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Oktober
Rudolf Pflugfelder bei seinem
berühmten weiten Ausfallschitt
beim Stoßen |
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| Wandbildkalender 2008 |
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Titelseite
Die Familie von Zar Paul I. |
Januar
Dr. Arthur Bechert bei einer Privataudienz
bei
Papst Benedikt XVI.
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Februar
Maria Fedorowna, frühere Prinzessin Sophia
von Württemberg, Gemahlin Zar Pauls I.
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März
Friedrich Otto Krell
Ölgemälde: Johannes Niederhaus, 2006 |
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| Wandbildkalender 2007 |
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| Titelseite
Eine Ulmer Schachtel verlässt Augsburg
Richtung Schwarzes Meer |
Oktober
Georg Ludwig von Cancrin
Ölgemälde: Johannes Niederhaus, 2006
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November
Kiew, Kloster Petschorskaja Lawra |
Dezember
Siedlung Belonogowo (heute Seryschewo) im Amurgebiet an der Transsibirischen Eisenbahn |
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| Wandbildkalender 2006 |
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Titelseite
Der Herkules-Brunnen
zu Augsburg |
Oktober
Grabdenkmal von Kölins
(1803–1854) bei Neusatz/Krim |
November
Musiker Alfred Schnittke (1934–1998) |
Dezember
»Winter in Sibirien«
Bild: Edmund Goldade, 1991 (Öl auf Leinen) |
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| Wandbildkalender 2005 |
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Titelseite
Zweiter Neptunbrunnen
im Stdtpark zu Nürnberg |
April
Staatsterror 1937 und 1938
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Mai
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
Hilfskomitee – Arbeitsgemeinschaft – Landsmannschaft |
Juni
Barbara von Krüdener
Stammesmutter der Deutschen im Kaukasus |
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| Wandbildkalender 2004 |
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Titelseite
Russlanddeutsche Großfamilie |
Oktober
Anton Bosch bei einem Vortrag
zur Problematik der Russlanddeutschen
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November
Die Rentenbeitragszahler der Großfamilie Wanner, nach der Ankunft in Deutschland im Jahre 1991 |
Dezember
Russland-Deutsche in der Wallfahrtskirche Deggingen/Baden-Württemberg |
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| Wandbildkalender 2003 |
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Titelseite
Deutscher Kaiser
Franz II. und
Russischer Zar Alexander I.
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Oktober
Alexander Frison
Der letzte russlanneutsche Bischof
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November
Heinrich Neuhaus
Lehrmeister großer Pianisten |
Dezember
Viktor Klein
Bauer von Geburt und Dichter von Natur
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In der Ukraine laufen die Vorbereitungen
zu einem wichtigen historischen Datum, nämlich der Einwanderung
der deutschen Bauern nach Südrussland vor 200 Jahren
(1803-2003). Diesem Ereignis ist der neue Wandbildkalender
2003 gewidmet, der bereits Mitte Juli 2002 erschienen ist.
Als die damalige alte Ordnung unter Napoleons
Feldzügen am Anfang des 19. Jh. aufgelöst wurde,
begann die zweite Welle der Masseneinwanderung der Bauern
aus dem Südwesten Deutschlands in die Steppen des Schwarzmeergebietes
(heutige Südukraine). In zwei Jahrzehnten kamen gemäß
Einladungsukas (24.6.1803) des russischen Zaren Alexander
I. ca. 22.000 Bauern aus den Gegenden dies- und jenseits des
Oberrheins und legten an der Schwarmeerküste von der
Donaumündung über die Krim bis zum Kaukasus ca 200
geschlossene Dörfer mit eigenen Schulen und Amtsverwaltung
in ihrer Muttersprache an ,die bis zum zweiten Weltkrieg sich
auf über 2000 Sekundärsiedlungen (Tochterkolonien)
vermehrten.
Von den Forschern unseres Vereins sind zwei Hauptwanderwege
nachgezeichnet und im Kalender festgehalten. Der Landweg:
von Frankfurt/a.M. über Leipzig, Dresden, Breslau, Lemberg
/Lviv), Radziwillow bis Dubossary und Odessa und der Wasserweg
mit der sog. Schachtel: von Ulm donauabwärts über
Regensburg, Wien, Budapest, Belgrad bis Galatz und weiter
zu Fuß über damaliges Hoheitsgebiet des Osmanischen
Reiches nach Odessa, dem Sitz von Richelieu, dem Statthalter
von Neurussland (Gouv. Odessa).
Im Kalender sind diese zwei Hauptwanderwege auf einer farbigen
Landkarte bildlich dargestellt. Dem Benutzer sind farbige
Bilder großer russlanddeutscher Persönlichkeiten,
die in ihrer neuen Wahlheimat Großes geleistet haben
und internationalen Ruf erlangten, in Monatsblättern
dargestellt und beschrieben.
Dies sind: Richelieu (1766-1822), Paris/Staatsmann;
Ostermann (1686-1747), Rheinländer/Reformer; Köppen
(1795-1865), Krim/Gelehrter; Koenig (1821-1903), St. Petersburg/Unternehmer;
Gross (1822-1896), Krim/Maler; Heus (1832-1907), Waldorf/Fabrikant;
Lindemann (1844-1928), Orlow/Wissenschaftler, Augst (1868-1921)
Kischinjow/Mediziner; Falz-Fein (1863-1920) Askanija-Nowa/Begründer
des größten Nationalparkes Europas; Frison (1873-1937),
Baden/Odessa/Bischof; Neuhaus (1888-1964),
Jelisawetgrad/Musiker; Klein (1909-1975) Wolga/Dichter. Nebst
der dargestellten Persönlichkeiten, die von unserem russlanddeutschen
Johannes Niederhaus/Paderborn in Ölfarben auf Leinen
gemalt worden sind, werden historische Daten, als Meilensteine
der 200jährigen Siedlungsgeschichte der Deutschen in
Russland, angeboten.
Wie auch die früheren drei Ausgaben,
ist der Kalender ein interessantes Nachschlagewerk, dessen
Inhalt das Forschungsergebnis unserer Vereinsmitglieder ist
und sich bestens eignet die Wohnzimmerwände der geschichtsbewussten
Leser und Benutzer zu zieren. Sämtliche zwölf Ölgemälden
(50x60 cm) und weitere vier Porträts sind vom 10. Mai
bis 25. Juli 2002 im Haus der Heimat in Nürnberg in einer
öffentlichen Ausstellung unter dem Thema "200 Jahre
Kulturgeschichte der russlanddeutschen Minderheit am Schwarzen
Meer (1803-2003)" unter dem Motto: "Gegen das Vergessen
und für die Aussöhnung über die Grenzen hinweg"
so besichtigen.
Die Ausstellung ist den Aussiedler-Kulturtagen Nürnbergs
gewidmet und wird laufend von zahlreichen Interessenten besucht.
Der Kalender ist wieder aus kartoniertem Papier hergestellt
und wird zum Einzelpreis von 6,- Euro/St. zzgl. Versandkosten,
postalisch auf Bestellung zugestellt.
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| Wandbildkalender 2002 |
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Titelseite
Katharina II.
(1729/1762-1795)
russ. Zarin
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Oktober
Josef
Height
Historiker, Schriftsteller |
November
Swjatoslaw
Richter
Komponist |
Dezember
Boris
Rauschenbach
Weltraumforscher
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Auf Anregung zahlreicher Liebhaber unserer
bisherigen zwei Wandbildkalender von 2000 und 2001 beschloss
der HFDR-Vorstand, im vorliegenden Kalender 2002 die 250jährige
Kulturgeschichte durch Leistungen namhafter Persönlichkeiten
erzählen zu lassen. Von über 100 Kandidaten, die
sich in der russlanddeutschen Geschichte verdient gemacht
haben, wurden zwölf Repräsentanten ausgewählt,
von unserem Maler und Landsmann Johannes Niederhaus in Öl
auf Leinen gemalt und mit Kurzbiographien versehen
so entstand das neue Kalenderwerk 2002, das sich großer
Beliebtheit erfreut.
Umstritten war die Person von Katharina
II. auf der Titelseite, wegen ihrer amourösen Ausschweifungen
und Peuplierungspolitik. Letztendlich entschied folgendes
Argument:
"Ohne Katahrina II. gäbe es
das Phänomen der Russlanddeutschen heute nicht,"
daher wurde beschlossen das Portrait der deutschstämmigen
Sophie Frederike Auguste von Anhalt-Zerbst auf die Titelseite
zu setzen. Sie war es, die zwischen 1763 und 1765 die ersten
ca. 27.000 Deutschen an die Wolga lockte und sie zu Ackerbauern
machte, denen am Anfang des 19.Jh unter ihrem Enkel Alexander
I. weitere Zigtausend Deutschen folgten und an den nördlichen
Gestaden des Schwarzen Meeres ansiedelten.
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| Wandbildkalender 2001 |
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Titelseite des Kalenders 2001
(Das Gotische Tor in Zarskoje Selo)
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Auf der Bildseite des jeweiligen Monats
werden neben den Kalendertagen farbige und schwarz-weisse
Bilder aus den ehemaligen Ansiedlungsgebieten der Mutter-und
Tochterkolonien mit zutreffenden Sprüchen und Volksweisheiten
aus dem Fundus unseres Sprachschatzes dargeboten.
Auf den Rückseiten sind Texte zu
einzelnen Themen aus der Geschichte der Russlanddeutschen
enthalten, die zwölf Siedlungsgebiete mit den neusten
Forschungsergebnissen beschreiben und dem Benutzer eine einmalige
komprimierte Darstellung der Russlanddeutschen bieten.
Die Ausgabe ist für die geschichtsbewussten
Landsleute gedacht und eignet sich bestens für jede Hausbibliothek
sowie als Erinnerungsstück an unsere gemeinsame Herkunft
und an das gemeinsame Schicksal der Deutschen in und aus Russland.
Auf dem Titelumschlag des Wandbildkalenders ist das Gotische
Tor in Zarskoe Selo vom deutschen Architekten Georg Friedrich
Velden abgelichtet.
Das Eingangstor zum Sommergarten in Sankt
Petersburg (ebenfalls von Velden), eine idyllische Dorfstraße
von Warenburg an der Wolga, ein „Blechorchester“
in Friedrichsheim bei Odessa, ein Schöpfbrunnen in Alexanderfeld
im Molotschna-Gebiet am Schwarzen Meer, das sogenannte
"Schwalbennest" auf der Krim des Architekten A.D.
Sherwood, eine heutige Ansicht der Winzerkolonie Georgsfeld
im Kaukasus, ein Abend einer Grossfamilie in Bessarabien,
das Gebäude des deutschen Lehrerseminars in Wolhynien,
ein malerisches Bild der unwirtlichen Wüste Mittelasiens,
das im klassizistischen Stil aus Holz errichtete deutsche
Gymnasium in Omsk von 1908 mit Telefonleitungen entlang der
Strasse und schliesslich ein russlanddeutscher Bauernhof in
Paraguai und "last but not least" die modern anmutende
Backsteinkirche in Strasburg/Norddakota, USA- ein Foto vom
Sommer 1999.
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| Wandbildkalender 2000 |
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Titelseite des Kalenders 2000
(St. Johannes-Kirche/St. Petersburg)
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An die alte Tradition der Bauernkalender
anknüpfend, die in Odessa und Saratov zwischen 1905 und
1910 erschienen, hat der HFDR seinen ersten Ringwandkalender
2000 herausgebracht.
Auf der Titelseite des Kalenders 2000 ist die evangelische
St. Johanneskirche in St. Petersburg dargestellt und die einzelnen
Monatsblätter sind mit farbigen und schwarz-weissen Bildern
aus den ehemaligen Siedlungsgebiete der Deutschen in Russland
bestückt. Auf den Rückseiten der Monatsblätter
sind Forschungsergebnisse aus der Geschichte einzelner Vereinsmitglieder
vorgestellt.
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| Konrad Keller. "Die Deutschen
Kolonien in Südrussland." (Neuauflage) |
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Neuauflage der Original-Bücher
von
1905 und 1914 in einem Band,
Hardcovereinband, 603 Seiten.
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Konrad Keller war einer der ersten rußlanddeutschen
Historiker, der die Geschichte der deutschen Kolonien in Russland
erforscht und diese in zahlreichen Veröffentlichungen
beschrieben hatte. Sein zweibändiges Hauptwerk "Die
Deutschen Kolonien in Südrußland" erschien
in den Jahren 1905 und 1914 und ist heute noch eine Fundgrube
für den an der Vergangenheit der Rußlanddeutschen
interessierten Leser.
In früheren Zeiten weitverbreitet,
heute aber nur in wenigen Exemplaren erhalten geblieben, sind
diese beiden Bände nur noch einer Minderheit unter den
Rußlanddeutschen unter dem Namen "Das Kellerbuch"
ein Begriff.
Der "Historische Forschungsverein
der Deutschen aus Russland e.V." hat Kellers umfangreiche
Werke aus Anlaß seines 75. Todestages in einer Neuauflage
herausgebracht. Diese Neuausgabe beinhaltet 2 Bände in
einem Buch und ist auf 603 Seiten mit aus dem "Gotischen"
(Sütterlin) in die moderne deutsche Schrift übersetztem
Originaltext und 118 Abbildungen verfaßt. Dem Werk sind
Kellers Biographie, Lebens - und Tätigkeitsstationen
sowie eine Ahnentafel als Vorwort zur Würdigung des Historikers
vorangestellt.
Band 1 (Original von 1905):
"Ein Überblick der Kulturentwicklung der deutschen
Kolonien in Südrußland im Verlaufe von 100 Jahren,
nebst den Chroniken der katholischen Kolonien Kleinliebenthal.
Josephsthal, Marienthal und Franzfeld, als Jubiläumsgabe
zum 100jährigen Bestehen derselben."
Band 2 (Original von 1914):
"Die Beresaner Kolonien: Landau, Speier, Sulz, Karlsruhe,
Katharinenthal, Rastadt und München historisch, geographisch
und statistisch beschrieben und als deutsches Kulturbild aus
den südrussischen Steppen dargestellt von P. Konrad Keller,
freisigniertem Pfarrer, wirklichem Mitglied der bibliographischen
Gesellschaft an der Kaiserlichen - Neurussischen Universität
und Ehrenmitglied des Klemensvereins in der Diözese Tiraspol."
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| Johannes Kufeld: "Die Deutschen Kolonien an der Wolga."
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Mit 445 Seiten und einer Karte
seiner wichtigsten Tätigkeitsstationen.
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Der Autor beschrieb 1911 Geschichte der
Wolgakolonien, die zum 150jährigen Jubiläum der
Einwanderung an die Wolga gedruckt werden sollte, aber geschichtliche
Ereignisse haben das Erscheinen seines Werkes verhindert.
Das Manuskript geriet in Vergessenheit, wurde vor wenigen
Jahren wieder aufgefunden und liegt nun in Erstausgabe vor.
Es zeigt in ungeschminkter Weise die Entwicklung der Wolgakolonien
und ist eine Fundgrube für jeden geschichtsbewussten
Russland-Deutschen und die Forscherzunft. In der Vergangenheit
wurden von namhaften Historikern viele Bücher über
die deutschen Kolonien an der Wolga geschrieben. Aber jetzt
ist ein Werk erschienen, das alle anderen in den Schatten
stellt.
Johannes Kufeld, selbst ein Wolgadeutscher,
hat in mühevoller Arbeit Material zusammengetragen, das
zum größten Teil in den dörflichen wie auch
den staatlichen Archiven Russlands verborgen war. Widrige
Umstände wie Bürger- und Weltkriege verhinderten
jedoch das Erscheinen. Das Manuskript galt als verschollen,
nachdem es von Kufelds Witwe nach Deutschland gebracht worden
war. 80 Jahre später wurde es wieder aufgefunden, und
der"Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland"
hat die Aufgabe übernommen, das Werk aus Anlass des 90.
Todestages von Pastor Kufeld herauszugeben. Damit wird dem
Historiker unbekanntes Material und den interessierten Wolgadeutschen
Einblick in die Vergangenheit ihrer Vorfahren geboten.
Der Autor schildert nicht nur Lebensweise,
Sitten und Gebräuche, Arbeitsweise, Familienleben, Schulwesen
und Kirchen, sondern auch das Wirken der Obrigkeit. Er geht
tiefer, hält seinen Mitmenschen einen Spiegel vor, in
dem er ihnen schonungslos offenlegt, was in der Vergangenheit
falsch gemacht wurde, zeigte aber auch Wege auf, wie man auf
allen Gebieten Verbesserungen hätte erreichen können.
Als Grundübel prangert er neben dem mangelhaften Schulsystem
das russische Agrar bzw. Mirsystem an, bei dem jeder Familie
Land nach der Anzahl ihrer männlichen Mitglieder zugewiesen
wurde. Die Folgen beschreibt Kufeld so:
"... Durch das hier herrschende
Seelensystem ... bleiben selbst die verheirateten Söhne
im Haus. ... Es gibt Baurnwohnungen, wo in 2-3 Zimmern bis
zu 7 Himmelbetten nebeneinander stehen und die zahlreichen
Kinder in der Nacht in Kisten und Kästen untergebracht
werden." Drastisch beschreibt er die Lebensweise
der Kolonisten. Ein Beispiel: "... Unsauberkeit in den
Wohnungen gilt bei den Kolonisten als große Schande.
Der Kolonist ist wohl auf sehr reine Leibwäsche bedacht,
hat aber eine merkwürdige Furcht vor dem Wasser. ...
Beim Baden im Fluß sind es wohl die jüngeren Elemente,
die älteren Leute halten dies für einen unnützen
Luxus und meinen, es sei dem Fleische genug gefrönt,
wenn der sündhafte Leib wenigstens ein mal im Jahr zu
Hause abgewaschen wird."
Bedrückend und fast nicht zu glauben,
sind Kufelds Ausführungen in dem Kapitel "Die Stellung
der Frau in den Wolgakolonien“. Für uns heutige
Menschen unvorstellbar. Und erst die Schulen! Dass nicht selten
ein Lehrer zusammen mit einem Gehilfen 500 bis 1.000 Schüler
zu unterrichten hatte, war bekannt. Die Gründe hierfür
stellt Pastor Kufeld auf unnachahmliche Weise heraus und schont
dabei auch die Kirche nicht. Aus Büchern anderer Autoren
zitiert er reichlich überzogene Angriffe gegen die Kirche,
verteidigt diese aber vehement gegen falsche Anschuldigungen.
Das Verfassen des katholischen Teil des Buches überließ
Kufeld seinem Kollegen Pastor Konrad Keller. Deutlich greift
Kufeld die Beamtenschaft an, besonders die russische, aber
auch die deutsche des Kolonisten-Kontors. Teilweise aus eigenem
Erleben schildert er deren Methoden der Bereicherung etwa
bei den an der Wolga häufig vorkommenden Prozessen: "...die
Taktik war, daß man denjenigen der Parteien als Sieger
hervorgehen ließ, der am meisten zahlte, und nahm keinen
Anstand, die Siegerpalme abwechselnd der einen und der anderen
Partei zu schicken, je nachdem wie sie ihre Zahlungen zwischenzeitlich
erhöhten." So ist es auch nicht weiter verwunderlich,
dass Kufeld die sittlichen Verhältnisse in den Kolonien
anprangerte. Als einen der Gründe führte er an:
"Mit zunehmendem Wohlstand ist immer ein sittlicher
Verfall verbunden." Trotz aller beschriebenen Unzulänglichkeiten
endet das Buch von Kufeld versöhnlich.
Neugierig
geworden?
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|
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|
|
| Ulrich Mertens: "Handbuch Russland-Deutsche"
|
|
|

|
Mit Ortsverzeichnis ehemaliger
Siedlungsgebiete,
auf 562 Seiten und zwei farbigen Landkarten.
|
Ein junger Sachkenner (33), Sozialbearbeiter
und Freund der Russlanddeutschen schrieb dieses Lexikon aus
dringendem Bedürfnis als Hilfsmittel für die tägliche
Praxis bei der Eingliederungsbetreuung der Spätaussiedler
nieder.Es ist ein umfangreiches Kompendium der deutsch-russischen
und russlanddeutschen Geschichte mit einem Wohnortsverzeichnis,
das ca. 3.000 Ortsnamen der ehemaligen Siedlungsgebiete enthält.
Dem geschichtsbewussten Leser ein liegt Nachschlagewerk über
russland-deutsche und deutsch-russische vor, das die Ereignisse
im Kontext der gesamteuropäischen Historie erläutert.
Das Buch mit nützlichen Adressen und Angaben und zwei
Landkarten ausgestattet ist.
Der HFDR hat dieses Handbuch im Mai
2001 herausgegeben und wird es auf der diesjährigen Leipziger
Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.
| Inhaltsverzeichnis |
| Vom Herausgeber |
4 |
| Der Autor |
5 |
| Einleitung |
8 |
| 1. Erklärungen |
9 |
| 1.1 Struktur Ortsverzeichnis |
9 |
| 1.2 Schreibweise |
10 |
| 1.3 Abkürzungen |
11 |
| 2. Adressen |
12 |
| 2.1 Archive |
12 |
| 2.2 Beratung |
13 |
| 2.3 Religion |
14 |
| 2.4 Sonstiges |
15 |
| 3. Deportation und Umsiedelung |
16 |
| 3.1 Deportation |
16 |
| 3.1.1 Erster Weltkrieg |
16 |
| 3.1.2 Zweiter Weltkrieg |
16 |
| 3.2 Umsiedelung |
18 |
| 3.2.1 Umsiedelung chronologisch |
18 |
| 3.2.2 Umsiedelung geographisch |
19 |
| 3.3 Reichskommisariat Ukraine
(RKU) |
21 |
| 3.4 Transnistrien |
22 |
| 3.5 "Reichsgau Wartheland" |
22 |
| 4. Maßeinheiten |
23 |
| 5. Staaten |
26 |
|
| 6. Diverses |
36 |
| 6.1 Kyrillisch |
36 |
| 6.2 Aufnahmeverfahren nach
dem BVFG |
37 |
| 6.2.1 Aktenzeichen |
37 |
| 6.2.2 Adressen |
37 |
| 6.2.3 Verfahrensablauf |
38 |
| 6.3 Die Partei |
39 |
| 6.3.1 Die Parteitage |
39 |
| 6.3.2 Parteiführer |
40 |
| 6.3.3 Parteigeschichte |
40 |
| 6.4 Ökonomie/Jahrespläne |
41 |
| 6.5 Martyrologium |
42 |
| 6.6 Vornamen |
44 |
| 7. Umbenennungen |
45 |
| 8. Zeittafel |
72 |
| 8.1 Personen |
72 |
| 8.1.1 Staatsoberhäupter |
72 |
| 8.1.2 Regierungschefs |
74 |
| 8.1.3 Botschafter |
75 |
| 8.2 Kriege |
78 |
| 8.3 Allgemeine Daten |
84 |
| 8.4 Zeittafel-Register |
136 |
| 9. Geheimdienst und -polizei |
156 |
| 10. Publikationen |
165 |
| 11. Organisationen |
189 |
| 12. Orte |
200 |
| 12.1 Gebiete |
200 |
| 12.2 Orte |
210 |
| 13. Quellen |
557 |
|
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|
|
|
|
Anton Bosch (Hrsg.): "Almanach 2000/2001."
|
|
|

|
Auf 501 Seiten und mit
zwei farbigen Landkarten.
|
Die Mitglieder des "Historischen
Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V." stellen
in dieser Ausgabe ihre Forschungsergebnisse vor, in denen
sie sich mit der Geschichte von der Anfangszeit der deutschen
Siedlungen in Russland bis in die neuere Zeit der Repressalien
im Sowjetsystem auseinandersetzen. 10 Historiker bringen ihre
Beiträge auf den Prüfstand der Leserschaft und präsentieren
diese als ihre symbolischen Visitenkarten.
Nachfolgend ein Absatz aus dem Vorwort:
"...Jeder Autor hat sich redlich
bemüht, nach eigenen Erfahrungen und mit eigenem Verständnis
subjektiv die geschichtlichen Ereignisse zu analysieren und
zu deuten. Dies geben nicht die Vorgaben des HFDR, sondern
die Standpunkte der Autoren wieder. Gerade die Vielfalt von
Meinungen kann eine Annäherung an die Geschichte der
Russland-Deutschen bewirken, dem interessierten Leser die
Kultur und Geschichte der Russland-Deutschen etwas näher
bringen, um das Interesse für sein Thema zu wecken und
mehr Verständnis für die Aussiedler zu gewinnen.
Hier wird nicht die „große" Geschichte gezeichnet,
sondern viele kleine Geschichten, wie sie sich in der Stadt,
im Dorf, in der Familie, bei einzelnen einfachen Menschen
abgespielt hat. Und nicht zuletzt stellt der Verein das Thema
„Erinnerungen" in dieser Ausgabe vor, weil sie
der Forschung Bausteine liefern und den Betroffenen ihre Identität
stärken..."
Der HFDR hat dieses Handbuch im Mai
2001 herausgegeben und wird es auf der diesjährigen Leipziger
Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.
| Inhaltsverzeichnis |
| Vorwort |
3 |
| Anton Bosch |
10 |
| Aloysius Kappes - Biographie eines
Zeitzeuge von der Wolga. |
12 |
| Leopold Gross |
195 |
| Die deutsche Kolonie Sudak, Einzelschicksale
der Einwohner und Verwandten. |
196 |
| Gerhard Walter |
234 |
| Blick in die Vergangenheit |
235 |
| Eine Glocke für Schiller. "Friede
sei ihr erst Geläute". |
248 |
| Irma Horst |
255 |
| Vogelfrei in die Sklaverei. |
256 |
| Edgar Reitenbach |
282 |
Auswanderung von Deutschland in den
Kaukasus im 19. Jh.
Gründe und einige Folgen. |
283 |
| Hilda Riss |
315 |
| Entzug der Wahlberechtigung. |
316 |
|
Hans-Horst Dieter
|
345 |
| Vergleichende Geschichte der deutschen
und der jüdischen Minderheiten in (und aus) Rußland-
dem "Demozidland" Nummer eins des 20. Jh."
(Auszug aus der chronologisierten Textsammlung). |
346 |
| Heinrich Hildebrandt |
394 |
| Ein Tatsachenbericht von der ersten
sowjetischen Atombaustelle und den Goldgruben der Kolyma
am Kältepol der Erde (Selbstbiographie). |
395 |
| Katharina Ochs |
430 |
| Die Deutsche Kolonien in Abchasien/Kaukasus.
Auch in Abchasien lebten einmal Deutsche. |
431 |
| Jakob Schmidt |
466 |
| Ein ganzes Jahrhundert lebendiger
Geschichte. Der ehemalige Bürgermeister von Neu-Karlsruhe
bei Odessa erzählt Geschichte. |
467 |
|
Buchbesprechung
|
497 |
Der HFDR hat auch dieses Jahrbuch
im Mai 2001 herausgebracht und wird es ebenfalls auf der Leipziger
Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.
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|
|
|
| Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche
Zeitgeschichte ", Band 2/2002 |
|
|

|
Mit Beiträgen aus den 1920er
und 30er Jahren,
auf 454 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.
|
| Inhaltsverzeichnis |
| Vorwort |
7
|
Mikola Schitjuk
Verfolgungen der Deutschen durch den Totalitarismus
im Süden der Ukraine |
11 |
Galina Malinowa
Das Deutsche Pädinstitut in Odessa: Menschen
und Schicksale |
29 |
Jurij Sajzew
Terrormaßnahmen in der Südukraine |
81 |
Anton Bosch
Die Bauernopfer von
Kandel und anderen deutschen Dörfern bei Odessa
im März 1930 |
95
|
Anton Bosch
Auflösung der
deutschen katholischen Kirche in der Sowjetunion
und ihr letzter Bischof Alexander Frison |
171 |
Hilda Riss
Enteignete deutsche
Sondersiedler auf der Krim |
207 |
Richard Morlang
Das Schulwesen in den 1930er Jahren an der Wolga |
325 |
Peter Dettling
Der Frauenaufstand
von Elsaß bei Odessa vom 2. bis 4. März
1930 |
335 |
| |
|
| Erinnerungen: |
340 |
| Pia Fix |
341 |
| Friedrich Österle |
411 |
| Olinda Jurtschuk |
443 |
| Ein Brief aus dem GULag |
450 |
| |
|
| HFDR-Veröffentlichungen |
454 |
|
| zurück zur Übersicht
|
|
|
| Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche
Zeitgeschichte ", Band 3/2003 |
|
|

|
Mit Beiträgen über
Aussiedelung und Auswanderung,
auf 430 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.
|
| Inhaltsverzeichnis |
| Vorwort zur Gesamtausgabe |
7
|
Die deutschen Kolonien
im Kutschurganer Gebiet
(Auszug aus dem
Volkskalender von 1909, Odessa)
|
11 |
Gerhard Walter
Kirchenorgeln
für Russland
Lebendige Ahnen |
39
40
59 |
Waldemar Schmid
Die Geschichte der
Deutschen Kasachstans (1920-1930)
Vorwort
1. Forschungsbegründung
2. Ansiedlung der deutschen Bevölkerung in
Kasachstan
3. Die bolschewistische Machtergreifung
4. Die russische Hungerkatastrophe der Jahre 1921-1922
5. Deutsche Landkreise (Rayons)
6. Die deutsche Presse über das Problem der
Russlanddeutschen 1929-1935
7. Die Massenflucht der russlanddeutschen Bauern
aus der Sowjetunion.
8. Die Kollektivierung der Landwirtschaft und die
deutschen Bauern in Kasachstan (1928 1934)
9. Deutsche Schulen in Kasachstan (1928-1938)
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Abkürzungen |
217
218
219
221
224
239
244
247
258
264
279
290
300
301
308 |
Alexander
Schmal
Meine Erinnerungen |
313
314 |
| Satzung. Historischer
Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V. |
419 |
|
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|
|
|
| Viktor Bruhl: "Die Deutschen
in Sibirien", Band 1/2003 |
|
|

|
Eine hundertjährige Geschichte
von der Ansiedelung bis zur Auswanderung.
auf 556 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.
|
| Inhaltsverzeichnis |
| Vorwort des Herausgebers
|
9
|
| Vorwort des Gutachters
|
12 |
| Einleitung und Danksagung
des Autors |
18 |
|
Kapitel
1.
Aus der Geschichte
der deutschen Einwanderung nach Russland und die
Entstehung der deutschen Frage"
1.1. Die Deutsche Frage in Russland
in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhundert
1.2. Deutsche in Russland um die Jahrhundertwende
1.3. Die konfessionelle Einteilung der Deutschen
und die Besonderheiten der Mennoniten
1.4. Deutsche Wissenschaftler und Fachleute in
Sibirien
|
27
34
39
43
46
|
|
Kapitel
2.
Migration deutscher Siedler nach Sibirien und
das Leben vor der Revolution 1917
2.1. Voraussetzungen und Ursachen der Umsiedlung
2.2. Gründung der ersten deutschen Kolonien
2.3. Das Verhalten des Staates gegenüber
der deutschen Umsiedlung nach Sibirien bis 1905
2.4. Beziehungen der deutschen Übersiedler
zur Nachbarbevölkerung
2.5. Massenhafte Umsiedlung der Deutschen nach
Sibirien in der Zeit der stolypinschen Reformen
2.6. Die Lösung der Landfrage und der Bodennutzung
durch die Deutschen
2.7. Ansiedlungen auf Privatland. Die Deutschen
und das Unternehmertum
2.8. Zur Entstehung der deutschen Frage
in Sibirien
2.9. Der Einfluss der besonderen deutschen Lebensart
auf die wirtschaftliche Entwicklung
2.10. Die Verschärfung der Lage der deutschen
Bevölkerung in den Jahren des I. Weltkrieges
2.11. Beziehungen zwischen der deutschen und der
benachbarten Bevölkerung
2.12. Schule und Kirche
|
57
57
61
65
71
72
78
84
89
95
106
113
115
|
|
Kapitel3
Die Sibiriendeutschen
im ersten Jahrzehnt der Sowjetmacht
3.1. Die Jahre der Revolutionen und des Bürgerkrieges
3.2. Der Übergang zum friedlichen Leben
A.
Aufbau von Strukturen zur Arbeit mit den nationalen
Minderheiten
B.
Die deutsche Kommune in Ulala
C.
Der Zwischenfall in Novopolskoje
D.
Der wirtschaftliche Zustand der deutschen Siedlungen
in den Jahren 1920 1927
E.
Die Landfrage
3.3. Parteidirektiven zur Gründung von administrativ-nationalen
Bildungen
A.
Gab es im deutschen Dorf in Sibirien eine soziale
Basis für sozialistische Umgestaltung
B.
Die Einrichtung von Dorfsowjets
3.4. Die Entstehung des Deutschen nationalen Rayons
3.5. Wiederaufbau und Entwicklung des deutschen
Dorfes in den Jahren 1925 1928
3.6. Sibirische Zweigstelle des Allrussischen
Mennonitischen Landwirtschaftlichen Verbandes
3.7. Weitere Versuche, eine soziale Basis für
sozialistische Umgestaltung im deutschen Dorf
zu schaffen
3.8. Gründung von Kolchosen und der Übergang
zu Sondermaßnahmen
A.
Die Gründung von Kollektivwirtschaften
B.
Stalins Reise nach Sibirien und der Übergang
zu Sondermaßnahmen
3.9. Schule und Religion
3.10. Erstarkung der Emigrationsbewegung
|
131
131
137
140
148
151
153
162
166
166
172
177
189
193
213
223
223
227
238
274
|
Kapitel 4.
Zwangskollektivierung und die Folgen. Die Jahre
1929 1934
4.1. Die ersten Kollektivierungversuche der deutschen
Bauernschaft Sibirien
4.2. Die Steigerung der massenhaften Emigrationsbewegung
4.3. Belagerung Moskaus von den Deutschen
4.4. Versuche der Liquidierung von Emigrationsstimmungen
4.5. Übergang zur durchgängiger Kollektivierung
und Entkulakisierung
4.6. Emigrationsboom des Frühjahrs 1930
4.7. Aufstand in Halbstadt
4.8. Endgültige Liquidierung der Emigrationsbewegung
und Vollendung der Kollektivierung
4.9. Deutsche Kolonien Sibiriens von 1932 bis erste
Hälfte 1934
4.10. Migrations- und Emigrationsstimmungen der
Deutschen in der Region
4.11. Weitere Stagnation des Bildungsniveaus der
Deutschen |
279
280
297
310
313
322
334
353
359
374
389
391 |
| |
|
Kapitel
5.
Deutsche Sibiriens
zwischen zwei Diktaturen in den Jahren 1934
1940
5.1. Entfaltung des Kampfes gegen die Hitlerhilfe
5.2. Getreidebeschaffungskampagne von 1934 in Sibirien
5.3. Vom Kampf gegen die Pakete zum Kampf gegen
die Deutschen, oder offener Übergang zur Verfolgung
nach dem nationalen Merkmal
5.4. Strafverfolgungssache über Die kontrrevolutionäre
faschistische Organisation im Deutschen Rayon
5.5. Fortführung der Zerstörung der deutschen
Nationalschule Sibiriens
5.6. Der Deutsche Rayon in den Jahren 1935
1938
5.7. Sibiriendeutsche in den Jahren des Großen
Terrors 1937 1938
5.8. Vorläufige Ergebnisse der Repressalien
gegen die Deutschen in Sibirien
5.9. Auflösung des Deutschen Rayons und der
nationalen Dorfsowjets
5.10. Die Deutsche Bevölkerung der Region vor
dem Krieg (1939 1940)
5.11. Die ersten deportierten Deutschen in der Region
infolge des II. Weltkrieges |
405
409
414
422
435
450
457
467
499
517
521
523
|
Biographische Angaben
Zusammenfassung
Anlagen
Dokumente
Archivquellen |
525
529
535
535
544 |
|
| zurück zur Übersicht
|
|
|
| Viktor Bruhl: "Die Deutschen
in Sibirien", Band 2/2003 |
|
|

|
Eine hundertjährige Geschichte
von der Ansiedelung bis zur Auswanderung.
auf 544 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.
|
| Inhaltsverzeichnis |
| Einleitung zum 2. Band |
9
|
|
Kapitel
1.
Aufnahme und Ansiedlung
der deportierten Deutschen in Sibirien, ihre wirtschaftliche
Verwendung in den Jahren 1941-1942
1.1. Zur Problemstellung der Deportation
1.2. Was ging den Massendeportationen der Deutschen
voraus?
1.3. Normative Basis der Deutschen, die in den
Jahren 19411945 deportiert werden sollten
1.4. Die Lage der ortsansässigen Deutschen
Sibiriens in den ersten Kriegswochen
1.5. Aufnahme und Unterbringung der Deportierten
1.6. Die Rechtslage der umgesiedelten Deutschen
1.7. Agenturaufklärungsarbeit unter den Deutschen
in Sibirien
1.8. Das Verhalten gegenüber den deportierten
Deutschen und der Beziehungen zwischen deutscher
und örtlicher Bevölkerung
1.9. Wirtschaftliche Verwendung der ortsansässigen
und umgesiedelten Deutschen
1.10. Beteiligung an der gesellschaftlichen Arbeit
und die Einstellung zu den durchgeführten
Maßnahmen
1.11. Die wiederholte Deportation
1.12. Mobilisierung für die Arbeitsarmee
1.13. Die Rechtslage der mobilisierten Deutschen
1.14. Reaktion auf die Mobilisierungen für
die Arbeitsarmee
1.15. Arbeits- und Lebensverhältnisse in
den Arbeitskolonnen
1.16. Agenturaufklärungsnetz unter den mobilisierten
Deutschen
1.17. Das Problem der Weiterbildung
|
11
11
14
22
24
28
48
53
59
64
69
70
78
88
95
98
100
102
|
|
Kapitel
2.
Deutsche
in Sibirien zwischen 1943 und Mitte 1945
2.1. Veränderungen in der Rechtslage
2.2. Das Problem der Vermögenskompensation
2.3. Weitere Mobilisierungen der Deutschen für
die Arbeitskolonnen
2.4. Deutsche in der Fischereiindustrie
2.5. Arbeits- und Lebensverhältnisse der
mobilisierten Deutschen in Sibirien
2.6. Die Lage der ortsansässigen und deportierten
Deutschen, die nicht für die Arbeitskolonnen
mobilisiert waren
2.7. Deutsche in den Kohlengruben des Kuzbass
2.8. Die Sache von D. Wagner
2.9. Auflösung der deutschen Kolchosen im
Gebiet Novosibirsk
2.10. Demographische Veränderungen unter
den Deutschen in Sibirien in den Jahren des Krieges
|
105
105
111
113
115
119
125
129
140
142
149
|
|
Kapitel3
Unerfüllte Hoffnungen (19451949)
3.1. Ansiedlung der repatriierten Deutschen in
Sibirien
3.2. Alters- und Geschlechtsstruktur, Parteibestand
der Sondersiedler
3.3. Veränderungen in der Rechtsstellung
3.4. Schmälerung der Verfassungsrechte der
Deutschen
3.5. Das Problem der Vermögenskompensation
3.6. Wohn-, Lebens- und materielle Verhältnisse
der Deutschen
3.7. Die wirtschaftliche Verwendung der deutschen
Sondersiedler
3.8. Deutsche im Kuzbass
3.9. Familienzusammenführung
3.10. Die Lage mit der Bildung und Ausübung
konfessioneller Bräuche
3.11. Agentur-Aufklärungsarbeit unter den
Deutschen
3.12. Durchführung des Erlasses vom 26. November
1948
3.13. Demografische Situation
|
153
153
159
162
167
168
169
174
177
182
187
189
196
213
|
Kapitel 4.
Das Leben in der Sondersiedlung in den Jahren
1950 - 1955
4.1. Verschärfung des Aufsichtsregimes in
den Sondersiedlungsorten, politische Stimmungen
unter den deutschen Ausgesiedelten
4.2. Familienzusammenführung und demografische
Veränderungen
4.3. Wohn-, Lebens- und materielle Verhältnisse,
Wirtschaftliche Verwendungder Deutschen
4.4. Das Problem der Verwendung von Fachleuten und
Schmälerung der Rechte der deutschen Sondersiedler
4.5. Das religiöse Leben
4.6. Voraussetzungen und Erörterungsverlauf
zur Aufhebung des Son-dersiedlungsregimes
4.7. Schritte zur Liberalisierung der Lage der Sondersiedler
4.8. Maßnahmen zur Rückkehr der Sondersiedler
zur Normalität
4.9. Bildungsmöglichkeiten für deutsche
Sondersiedler
4.10. Entlassung der Deutschen aus der Sondersiedlung |
217
217
224
227
230
234
235
244
248
253
256
|
| |
|
Kapitel
5.
Von der Befreiung von der Sonderansiedlung bis zur
formellen Rehabilitierung (1955 - 1965)
5.1. Aufhebung der Sondererfassung und Befreiung
von der administrativen Überwachung durch die
MVD-Organe
5.2. Die Rechtslage der Deutschen nach dem Erlass
vom 13.12.1955
5.3. Maßnahmen zur Sässhaftmachung der
Deutschen in den Orten der ehemaligen Sonderansiedlung
geblieben
5.4. Gründung und Schließung der Zeitung
Die Arbeit (Trud)
5.5. Deutsche Zeitungen und Heranziehen der deutschen
Intelligenz an die Arbeit mit deutscher Bevölkerung
5.6. Das Problem vollständiger und territorialer
Rehabilitierung der Deutschen
5.7. Probleme der National- und Allgemeinschulbildung
und der Bewahrung der Kultur
5.8. Familienzusammenführung und Zuwachs der
Emigrationsstimmungen
5.9. Selbstidentifizierungsproblem der Deutschen
5.10. Religiöses Leben
5.11. Migrationsprozesse
5.12. Vertretung der Deutschen in den Partei-, Sowjet-
und Komsomolorganen sowie auf führenden Posten
5.13. Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets
der UdSSR vom 29.8.1964 |
259
259
262
265
270
273
276
281
288
297
300
315
321
325
|
Kapitel 6.
Von formeller Rehabilitation bis zur Perestrojka
(1965-1985)
6.1. Wirtschaftliche Lage
6.2. Urbanisierung und zwischenrepublikanische Migrationsprozesse
6.3. Beteiligung an der Autonomiebewegung
6.4. Zuwachs der Emigrationsstimmungen und Versuche
der Machthaber die Spannungen unter den Deutschen
aufzuheben
6.5. Vertretung der Deutschen in den Machtorganen
6.6. Religiöses Leben
6.7. Fragen der Bildung und Selbstidentifikation
6.8. Bewertung der Lage der Deutschen im Jahre 1985
durch das ZK der KpdSU |
329
329
331
340
344
357
362
368
377 |
Kapitel
7.
Scheitern der letzten Hoffnungen und Massenexodus
der Deutschen aus Sibirien
7.1. Perestrojka und Ausgangsposition der Deutschen
7.2. Lage der gläubigen Deutschen
7.3. Erweiterung der Vertretung von Deutschen in
den Partei-, Sowjet-, Komsomol- und Wirtschaftsorganen
7.4. Demographische und Assimilierungsprozesse
7.5. Bildungs- und Berufsbildungsstruktur der deutschen
Bevölkerung
7.6. Das Problem der Selbstidentifizierung der Deutschen
7.7. Voraussetzungen für die letzte Etappe
der Autonomiebewegung und die Teilnahme der Sibiriendeutschen
daran
7.8 Emigrationszuwachs
7.9. Ideen über Schaffung von Autonomie in
Sibirien und in der Altajregion
7.10. Von der Idee der deutschen Autonomie bis zur
Wiederherstellung des Deutschen Rayons Halbstadt
in der Altajregion
7.11. Schaffung des deutschen Rayon Azovo
7.12. Derzeitiger Zustand der Rayons Azovo und Halbstadt
Rayon Halbstadt
Rayon
Azovo
7.13. Zur Frage über die Anzahl der Deutschen
in Sibirien
7.14. Rechtliche Lage der Russlandeutschen zum Anfang
des XXI. Jahrhunderts
7.15. Aus persönlichen Beobachtungen des Autors |
381
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478 |
Zusammenfassung
Zeittafel
Glossar und Abkürzungen
Anhang 2
Verwendete Quellen und Literatur
HFDR-Veröffntlichungen |
499
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506
523
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| Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ", Band 4 Ausgabe 2004/2005 |
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"Unter Monarchie und Diktatur"
auf 504 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.
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| Inhaltsverzeichnis |
| Vorwort |
7 |
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Ergebnisse aus Geschichtsforschungen
Anton Bosch
• Zwei Nürnberger Neptunbrunnen machen europäische Geschichte (1649-1997)
• Baroness von Krüdener, die “Heilige Allianz” und Übersiedlung der Deutschen in den Kaukasus
Grigorij Hansburg
• Die Dichterin Elisabeth Kuhlmann (1808-1824)
Josef Aloisius Kessler
• Reiseerlebnisse des Bischofs von Saratow-Tiraspol (1862-1933)
Waldemar Schmidt
• Ansiedlungsversuch der Russlanddeutschen in Deutsch-Ostafrika, 1906-1913
Natalija Rubljowa
• Der letzte Pater der Diözese Tiraspol: Michael Köhler (1897-1983)
Viktor Diesendorf und Johannes Herber
• Katharinenstadt-Baronsk-Jekaterinograd-Marxstadt-Marx:
Das Schicksal der größten deutschen Kolonie an der Wolga
Viktor Bruhl
• Die Deutschen der UdSSR und Sibiriens zwischen zwei Diktaturen (1934 – 1955)
Viktor Krieger
• Herausbildung nationaler Kader in Kasachstan und in der Republik der Wolgadeutschen (1920-1930): Gemeinsames und Besonderes.
Hilda Riss
• Zwei russlanddeutsche Gelehrte von der Krim: Peter Köppen und Leopold Gross
Maria Savoskul
• Die Russland-Deutschen in Deutschland:
Integration und ihre verschiedenartigen ethnischen Selbstidentifikationen (Ergebnisse einer Feldforschung über Eingliederung der Russland-Deutschen im Raum Nürnberg-Erlangen)
Tatsachenberichte
Walter Hornbacher
• Auszug aus der Heimat. Ein miterlebter Tatsachenbericht, verfasst und niedergeschrieben vom
Autor über die Evakuierung der „Volksdeutschen“ aus dem Schwarzmeergebiet
der Ukraine nach Deutschland im Frühjahr 1944
Kurt Reinelt
• Lebenserzählung von „Tante“ Emma Wetsch
Ludmilla Oldenburger
• Aus meiner Biographie +
Albert Fütterer
• Zwei Weihnachten in zwei Gefangenschaften
• Ein offener Brief an eine Stuttgarter Zeitung |
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485
495
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| Anton Bosch, Anton Bertsch, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ", Band 5, Ausgabe 2006 |

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„Trauerbuch Odessa“
Stalins Staatsterror an den Deutschen in den Gebieten von Odessa und Nikolajew/Ukraine 1928-1953
Erschienen 2006, 274 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.
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| Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
Kurzbiographien der Autoren
Vom Aufbau des Sozialismus zur Liquidierung der "fünften Kolonne"
Großliebentaler Kolonistenbezirk, DNR "Spartakus"
Großliebental (Welikodolinskoje)
Alexanderhilf (Dobroalexandrowka)
Kleinliebental (Malodolinskoje)
Neuburg (Nowogradowka)
Josefstal (Sergejewka)
Peterstal (Petrodolinskoje)
Mariental Georgijewka)
Franzfeld (Nadlimanskoje)
Freudental (Nikolajewskoje)
Lustdorf (Tschernomorka)
Güldendorf (Krasnoselka)
Karlstal (Nikolajewskoje)
Glückstaler und Hoffnungstaler Kolonistendörfer
Hoffnungstal (Zebrikowo)
Hoffnungsfeld (Torosowo)
Neu-Berlin (Worobjewo)
Glückstal bei Grigoriopol (Glinnoje)
Neudorf (Karmanowo)
Bergdorf (Kolosowo)
Kassel (Welikokomarowka)
Friedental (Trechgrady)
Kleinbergdorf (Malaja Kolosowka)
Kutschurganer Kolonistenbezirk, DNR "Friedrich-Engels"
Selz als selbständige Gemeinde (Limanskoje)
Kandel (Limanskoje)
Straßburg (Kutschurgan)
Baden (Kutschurgan)
Mannheim (Kamenka)
Elsass (Schtscherbanka)
Bischofsfeld (Kornejewka)
Deutsch - Ponjatowka
Sturpelz (Stepanowka)
Friedenheim (Wygoga)
Einwohner- und Gesamtopferzahlen im Kutschurganer
Kolonistenbezirk (Tabelle)
Gesamtopferzahlen der Dörfer, Rayonzentren
und der Stadt Odessa (Tabelle)
Beresaner Kolonistenbezirk, DNR "Karl-Liebknecht"),
(Nikolajew)
Landau (Schirokolanowka)
Karlsruhe (Kalestrowo)
Blumenfeld (Anatoljewka)
Halbstadt/Goldstadt (Petrowka)
Johannestal (Sergejewka)
München (Maloje Poretschje)
Rastadt (Bolschoje Poretschje)
Rohrbach (Nowo-Swetlowka)
Speyer (Pestschanyj Brod)
Sulz (Malaschewskoje)
Waterloo (Stepowoje)
Worms (Winogradnoje)
Katharinental (Katerinowka)
Johannesfeld (Nowo-Ljubowka)
Einwohnerzahl und Opfer im Beresaner
Kolonistenbezirk (Gesamttabelle)
Stadt Nikolajew
Namenliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus Datenbank-Odessa (6.736 Personen)
Auszug aus Datenbank-Nikolajew (1.842 Personen)
Namensliste Gebiet Cherson (161 Personen)
Quellenangaben
Bücher
Zeitungen
Archivunterlagen |
8
11-12
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96
99
99
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233
269
272
274
274
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| Anton Bosch, Anton Bertsch, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ", Band 6, Ausgabe 2007 |

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"Trauerbuch Odessa – 2"
Stalins Staatsterror an den Deutschen in den Gebieten Odessa, Nikolajew und Cherson/Ukraine 1928-1953
Erschienen 2006, 276 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.
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| Inhaltsverzeichnis |
Vorwort-2
Vorwort-1
Kurzbiographien der Autoren
Vom Aufbau des Sozialismus zur Liquidierung der
"fünften Kolonne“
Großliebentaler Kolonistenbezirk, DNR "Spartakus"
Großliebental (Welikodolinskoje)
Alexanderhilf (Dobroalexandrowka)
Kleinliebental (Malodolinskoje)
Neuburg (Nowogradowka)
Josefstal (Sergejewka)
Peterstal (Petrodolinskoje)
Mariental (Georgijewka)
Franzfeld (Nadlimanskoje)
Freudental (Nikolajewskoje)
Lustdorf (Tschernomorka)
Güldendorf (Krasnoselka)
Karlstal (Nikolajewskoje)
Glückstaler und Hoffnungstaler Kolonistendörfer
Hoffnungstal (Zebrikowo)
Hoffnungsfeld (Torosowo)
Neu-Berlin (Worobjewo)
Glückstal bei Grigoriopol (Glinnoje)
Neudorf (Karmanowo)
Bergdorf (Kolosowo)
Kassel (Welikokomarowka)
Friedental (Trechgrady)
Kleinbergdorf (Malaja Kolosowka)
Kutschurganer Kolonistenbezirk, DNR "Friedrich-Engels"
Selz als selbständige Gemeinde (Limanskoje)
Kandel (Limanskoje)
Straßburg (Kutschurgan)
Baden (Kutschurgan)
Mannheim (Kamenka)
Elsass (Schtscherbanka)
Bischofsfeld (Kornejewka)
Deutsch - Ponjatowka
Sturpelz (Stepanowka)
Friedenheim (Wygoga)
Einwohner- und Gesamtopferzahlen im Kutschurganer
Kolonistenbezirk (Tabelle)
Gesamtopferzahlen der Dörfer, Rayonzentren
und der Stadt Odessa (Tabelle)
Beresaner Kolonistenbezirk, DNR "Karl-Liebknecht",
(Nikolajew)
Landau (Schirokolanowka)
Karlsruhe (Kalestrowo)
Blumenfeld (Anatoljewka)
Halbstadt/Goldstadt (Petrowka)
Johannestal (Sergejewka)
München (Maloje Poretschje)
Rastadt (Bolschoje Poretschje)
Rohrbach (Nowo-Swetlowka)
Speyer (Pestschanyj Brod)
Sulz (Malaschewskoje)
Waterloo (Stepowoje)
Worms (Winogradnoje)
Katharinental (Ekaterinowka)
Johannesfeld (Nowo-Ljubowka)
Einwohnerzahl und Opfer im Beresaner
Kolonistenbezirk (Gesamttabelle)
Stadt Nikolajew
Namenliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus Datenbank-Odessa (7.171 Personen)
Auszug aus Datenbank-Nikolajew (1.945 Personen)
Namensliste Gebiet Cherson (1.130 Personen)
Forschungsquellen
Bücher
Zeitungen
Archivunterlagen |
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9
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276
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| Viktor Bruhl, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ", Band 7, November 2009 |

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"Gedenkbuch Altai und Omsk"
Staatsterror an den Deutschen in den Regionen Altai und Omsk 1919-1953
Erschienen 2009, 299 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.
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Der siebte Band der Reihe Russland-Deutsche Geschichte (erschienen 2009)
des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland behandelt den Staatsterror an den
Deutschen in den Regionen Altai und Omsk in den Jahren 1919-1953. Versehen mit zahlreichen Tabellen,
Karten der Ansiedlung der Deutschen in den beiden Regionen, einer Dokumentensammlung und Namenslisten
von Opfern des staatlichen Terrors befasst sich das Buch auf 300 Seiten (Format DINA 4) mit folgenden
Schwerpunkten: Das Leben der deutschen Kolonisten in Sibirien vor 1917, die Zwangskollektivierung und
ihre Folgen in den Jahren 19229-1933, die Deutschen in Sibirien in den Jahren des Politischen Terrors
der Jahre 1937-1953.
"Wie Eine entscheidende Bedeutung bei der Arbeit an diesem Buch hatte die Frage: War das Schicksal
der Russlanddeutschen etwas Besonderes oder haben sie dasselbe erlebt, was Russen und nationalen
Minderheiten in der UdSSR auch widerfahren ist? Diese Frage ist in den letzten Jahren sowohl in
öffentlichen Diskussionen als auch unter Wissenschaftlern sehr aktuell geworden. Eine eindeutige
Antwort steht noch aus", schreibt der Autor Dr. Viktor Bruhl im Vorwort zum Buch. Russlanddeutsche
hatten schon im zaristischen Russland Schwierigkeiten, die überwiegend durch Spannungen in den
deutsch-russischen Beziehungen ausgelöst wurden. Es gab aber auch andere Gründe, darunter die Tatsache,
dass Russlanddeutsche nicht bereit waren, sich zu assimilieren (russifizieren). Sie wollten ihre
nationale, religiöse und wirtschaftlich-kulturelle Lebensart nicht aufgeben, sondern pflegten und
entwickelten sie weiter.
Auch die kommunistischen Machthaber waren nicht bereit, die Sonderrolle der Deutschen zu tolerieren.
Sowohl im zaristischen Russland als auch zur Sowjetzeit waren die Besonderheiten im Verhältnis der
Machthaber gegenüber den Russlanddeutschen offensichtlich. Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wurden
die nationalen Merkmale zum wichtigsten Bestandteil der Einstellung der Sowjetmacht gegenüber den
Russlanddeutschen. Unter den Erwachsenen führte man Säuberungen und Repressalien durch, um die Deutschen
einzuschüchtern und zur Unterwerfung zu zwingen. In den Jahren des großen Terrors 1937-1938 beschloss
das Politbüro des ZK der VKP(b) zielgerichtete Maßnahmen gegen eine Reihe von Nationalitäten
entsprechend deren nationalem Merkmal durchzuführen. Und auch hier waren Deutsche wieder am härtesten
betroffen. Infolge des 2. Weltkrieges wurden Tausende und Abertausende Deutsche in die Region Altai
und das Gebiet Omsk deportiert - als Personen deutscher Nationalität. Bemerkenswert ist, dass auch nach
dem Krieg Russlanddeutsche als "Nationalitäten anderer Länder" ("Fremde") geführt wurden. Die
Russlanddeutschen, die während des Krieges in Deutschland waren (repatriierte Deutsche), standen
obendrein unter doppeltem Verdacht und stärkerer Überwachung.
1991 veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation "Memorial" in der
deutschsprachigen Moskauer Zeitung "Neues Leben" zum ersten Mal Listen mit den Namen russlanddeutscher
Opfern unter Stalins Regime. Es handelte sich nur um einen Bruchteil aller repressierten Deutschen,
und die Liste enthielt auch nur Familien- und Vornamen aus dem Gebiet Odessa. Nach dem Zerfall der UdSSR
wurde der Zugang zu den Archiven der Ex-Sowjetunion etwas erleichtert. Viele Einzelpersonen versuchten bald,
aus eigenen Kräften an die Akten ihrer Vorfahren heranzukommen. So auch Michael Wanner. Dabei lernte er
Anton Bosch und Anton Bertsch kennen. Sie beschlossen die Opferlisten des "Memorial" zu erweitern und mit
mehr Daten auszustatten. Der vor zehn Jahren gegründete "Historische Forschungsverein der Deutschen
aus Russland e. V." (HFDR) war dafür die beste Plattform.
"Nach angestrengter Archivarbeit und guter Zusammenarbeit mit den Memorial-Gesellschaften von Odessa,
Nikolajew und Cherson konnten wir das erste Kapitel unserer Arbeit beenden. 2006 kam das Trauerbuch
Odessa mit 8739 Opfern aus den Gebieten Odessa, Nikolajew und Cherson heraus. Die erste Auflage von 500
Exemplaren war in sechs Monaten vergriffen. Der HFDR bekam viele Dankesbriefe. Zahlreiche Landsleute hatten
in unserem Buch Daten über Urteile und den Tod ihrer Verwandten gefunden, die von früheren schriftlichen
Angaben sowjetischer Behörden auf ihre Anfragen abwichen. Es kamen auch Briefe, in denen Betroffene den
HFDR baten, ihre Verwandten im nächsten Opferbuch zu berücksichtigen. Dadurch sah sich unser Verein ermutigt,
2007 eine zweite Auflage mit insgesamt 10246 Personen zu veröffentlichen", schreibt Michael Wanner unter
anderem in seinem Vorwort.
Erst 1989 gab das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR offiziell zu, dass die Deportation der
Deutschen entsprechend dem Ukas vom 28. August 1941 gesetzeswidrig war. Zwei Jahre später wurden
Russlanddeutsche endlich als Opfer politischer Repressalien rehabilitiert. Nach Schätzungen sowjetischer
Menschenrechtler wurden durch den Terror zwischen der Oktoberrevolution 1917 und Stalins Tod 486.000
Deutsche in den Tod getrieben."Die Opferzahlen in den Regionen Altai und Omsk sind zweifellos viel höher,
als wir sie in diesem Buch unseren Lesern vorlegen. Es ist auch bekannt, dass viele Verhaftete ohne
Gerichtsverfahren und ordentliche Registrierung umgebracht wurden. Ein Teil der Akten wurde vom
Geheimdienst beim Zerfall der Sowjetunion vernichtet. So bleibt das Schicksal vieler Opfer auch
weiterhin unbekannt. Wir können aber nicht länger warten und wollen wenigstens den 5158 Opfern des
Terrors in den Regionen Altai und Omsk eine letzte Ehre erweisen. Der amerikanische Präsident der
Jahre 1981 bis 1989, Ronald Reagan, sagte: Die ganze Welt weiß alles über die Verbrechen der Deutschen,
aber nichts über die Verbrechen an Deutschen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzurugen. Der Historische
Forschungsverein der Deutschen aus Russland sieht einen wichtigen Auftrag darin, die Geschichte unserer
Volksgruppe an die Menschen der ganzen Welt und insbesondere an die kommenden Generationen der
Russlanddeutschen weiterzugeben", so Michael Wanner.
Zu den Autoren:
Viktor Bruhl wurde 1960 in Tschernyschewka im Altai geboren,
wohin seine Eltern im September 1941 aus dem Kanton Mariental / Wolga deportiert worden waren.
Seit 1995 lebt er in Deutschland (seit 1996 in Göttingen). 1992 promovierte er mit einem Thema zur
Sozialgeschichte und lehrte an der Altaier Technischen Universität Barnaul im Fach „Geschichte Russlands".
Zur gleichen Zeit veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Abhandlungen zur Geschichte der
Russlanddeutschen, darunter die zweibändige Monographie "Nemcy v Zapadnoj Sibiri"(Die Deutschen in
Westsibirien, 1995). Seitdem ist er mehrfach mit Vorträgen und Monographien zur Geschichte der Deutschen
in Russland (UdSSR) auf internationalen Konferenzen aufgetreten. Im Jahre 2003 erschien beim HFDR sein
zweibändiges Werk in deutscher Sprache "Die Deutschen in Sibirien". Dr. V. Bruhl ist Mitglied der
Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in Russland und der GUS (Göttingen), der Internationalen
Assoziation für Forschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen (Moskau) und des Historischen
Forschungsvereins der Deutschen aus Russland (Nürnberg).
Michael Wanner wurde 1953 in Stepnjak (Kasachstan) geboren,
in einer aus Landau (Gebiet Odessa) deportierten deutschen Bauernfamilie. Bis zur Ausreise nach
Deutschland 1989 (wohnhaft in Regenstauf/Bayern) arbeitete er als Techniker-Mechaniker in einem
Reparaturbetrieb. Geschichte war schon immer sein Lieblingsgebiet. Er erforschte den Stammbaum der
Wanners über zehn Generationen und ging dabei insbesondere den Fragen nach, warum seine Ahnen vor
200 Jahren aus der Pfalz nach Südrussland zogen und wie seine nächsten Verwandten nach Kasachstan gelangten.
Michael Wanner ist einer der Mitbegründer des "Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland
e. V." Neben der Erforschung der Geschichte seiner Vorfahren wandte sich der Forscher aus Passion
in Zusammenarbeit mit Archiven und Forschungsstellen in Deutschland und in der GUS verstärkt dem Thema
"Repressalien des stalinistischen Regimes" zu.
| Inhaltsverzeichnis |
Vorwort 1
Kurzbiographien der Autoren
Vorwort 2
Kapitel 1. Die deutschen Kolonien in Sibirien
vor der Revolution 1917
Kapitel 2. Die Umbruchsjare der Zwangskollektivierung
und die Folgen 1929 - 1933
Kapitel 3. Russlanddeutsche im Würgegriff der
Diktaturen Stalins und Hitlers, 1934 - 1936
Kapitel 4. Die Deutschen Altai und Omsk
in den Jahren des "Großen Terrors" 1937 - 1953
Anhang. Dokumentensammlung
Chiffriertes Telegramm aus Moskau, ZK VKP (b)
Nr.33 und 34 vom 5.11.1934 Nowosibirsk,
Regionalkomitee der VKP(b) Westsibiriens
Namensliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus der Datenbank-Altai
Opferzahlen in Rayonzentrums und Dörfern des Gebietes Altai
Namensliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus der Datenbank-Omsk
Opferzahlen in Rayonzentrums und Dörfern des Gebietes Omsk
Schlusswort
Abkürzungen
HFDR.de - Veröffentlichungen
|
3
6
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51
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94
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295
297
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Bericht über das "Gedenkbuch Altai Omsk"
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| Anton Bosch: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ", Band 8, November 2010 |

|
"Stalins Bauernopfer am Schwarzen Meer"
Erschienen 2010, 271 Seiten.
|
Für Anton Bosch ist die Geschichte der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer das
Thema seines Lebens. In seinem jüngsten Buch "Stalins Opfer am Schwarzen Meer", erschienen beim
"Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland" in der Reihe Russland-Deutsche Zeitgeschichte
(Band 8), steht das deutsche Bauernleben im Schwarzmeergebiet in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit
all seinen dramatischen und tragischen Facetten im Mittelpunkt. Seine Doktorarbeit (2008) "Der Untergang der
Russlandeutschen im Siedlungsgebiet Odessa - Nikolajew unter dem Sowjetsystem bis 1939" bildete die
Grundlage der umfassenden Publikation.
In jahrelanger akribischer und sorgfältiger Forschung untersuchte Bosch die folgenschweren
Vernichtungsmaßnahmen der Sowjets in 31 "Mutterkolonien" der drei "Deutschen Nationalen Rayons" zwischen
Odessa und Nikolaev im Vergleich zu anderen Ethnien und schlussfolgerte, dass nicht zuletzt auch durch
äußere Einflüsse die deutsche Minderheit aufgelöst bzw. vor 1939 nach Sibirien deportiert werden sollte,
was schließlich dann Stalin nach 1945 vollzogen hatte.
Seinem Leitmotiv "Geschichte zu schreiben, ist eine andere Art, sich Probleme vom Halse zu schaffen"
und "Denken heißt vergleichen" (Walther von Rathenau) blieb der Verfasser auch bei der Vorbereitung
des Buches treu: Sowohl die Geschichte der eigenen russlanddeutschen Volksgruppe als auch die Geschichte
der beiden Staaten - Deutschland und Russland – wird kritisch behandelt, ohne unbequeme oder dunkle Seiten
auszulassen.
Als sich Ende der 1980er Jahre und erst recht nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 die Türen der Archive
allmählich öffneten, kam es auch den Forschungsinteressen von Bosch zugute. Zwischen 1994 und 2008 unternahm
er mehrere Studienreisen nach Odessa, Nikolajew und Kiew, wo er in Staats-, Partei- und NKWD-Archiven
Einzel- und Gruppenakten zu repressierten Deutschen sichtete, Tausende von Kopien mitbrachte, eine
Korrespondenz mit den Hinterbliebenen aufnahm und schließlich eine elektronische Sammlung von 10 000
Personendaten erstellte.
Anton Bosch hat versucht, diese Funde mit dem zu vergleichen, was bereits über das Gesamtgeschehen
in der Sowjetunion und über andere Regionen bereits bekannt ist, Gemeinsamkeiten und Unterschiede
aufzuzeichnen, das kollektive Leid an Einzelschicksalen verständlich zu machen, und so seine Heimatregion
dem Leser als vielschichtiges Gesamtbild der komplexen Zusammenhänge näher zu bringen.
In 18 umfangreichen Kapiteln, die in kleinere Momentaufnahmen aufgeteilt sind, bietet das Buch einen tief
greifenden Einblick in die komplexen Entwicklungsprozesse und die folgenschweren Auswirkungen der
Repressivmaßnahmen des Sowjetregimes auf das deutsche Bauerntum im Schwarzmeergebiet: bolschewistische
Revolution und kompromissloser Bürgerkrieg, kurzer Kurswechsel zur Neuen Ökonomische Politik und forcierte
Industrialisierung des Landes Ende der 1920er Jahre, zwangsweise Kollektivierung und Widerstand mit
Massenrepressionen, Hungersnot mit zahlreichen Todesopfern Anfang der 1930er Jahre, organisierte Jagd
auf "Kulaken", "Saboteure" und "Spione" und ihre "Umerziehung" in Sondersiedlungen und Straflagern,
Massenterror und Repressionen, die Tausende Opfer forderten.
Und schließlich versucht Bosch in seinem Buch, einen kritischen Blick auf die Entwicklungen nach 1991
zu werfen, um festzustellen, dass das komplexe Thema nach wie vor aktuell und forschungsbedürftig bleibt.
Und somit ist die vorliegende Publikation ein aufschlussreicher Beitrag zum besseren Verständnis der
komplexen Entwicklungen um das deutsche Bauerntum in der Sowjetunion insgesamt.
Zum Autor:
Anton Bosch wurde 1934 in Kandel/Odessa geboren, kam 1944 über Warthegau/Polen
nach Pettstadt bei Leipzig, wurde 1945 nach Udmurtien/Ural deportiert. Nach Kriegsende schlug er eine
berufliche Laufbahn im Bereich der Elektrotechnik ein. Zuletzt war er Leiter eines Elektrokraftwerks und
Chefingenieur in der Energieversorgung Karaganda/Kasachstan.
1974 wanderte Bosch nach Deutschland/Nürnberg aus und arbeitete hier bis 1997 bei Siemens. Schon in den 60er
Jahren setzte er sich für die Familienzusammenführung der Russlanddeutschen ein. Auch seit seiner Heimkehr
nach Deutschland stand die Familienzusammenführung und Integration seiner Landsleute - in Bayern und auf
Bundesebene - im Mittelpunkt seines Ehrenamtes als Sozialreferent bei der Landsmannschaft der Deutschen
aus Russland. Viele Jahre war er Vorsitzender der Orts- und Kreisgruppe Nürnberg-Fürth, Mitglied im
Bundesvorstand und Vorsitzender des Kulturrats der Landsmannschaft (1987-1991). Für besondere Leistungen im
Bereich der Erforschung der Geschichte der Volksgruppe sowie Pflege der Kultur und Traditionen der
Russlanddeutschen wurde Anton Bosch 2004 mit der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft gewürdigt.
Er ist Verfasser von zahlreichen Artikeln, Mitautor des Buches "Entstehung, Entwicklung und Auflösung der
deutschen Kolonien am Schwarzen Meer", Verfasser des Beitrages in "Heimat in der Ferne"
(Hrsg. Rudolf Pörtner) im Econ-Verlag, Düsseldorf, und von umfangreichen Beiträgen
"Die Deutschen in der UdSSR - einst und jetzt", 1989 Bonn. Nach Übertritt in den Ruhestand
studierte der Autor von 1997 bis 2001 Geschichte, Slawistik, Neue und Neueste Geschichte an der
Universität Erlangen-Nürnberg und schloss seine Magisterprüfung (MA) mit dem Thema
"Aloisius Kappes - Biographie eines Zeitzeugen von der Wolga. Gründung, Entwicklung und Auflösung
seines Geburtsortes Mariental am Großen Karamann" erfolgreich ab.
1999 gründete er den "Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V."
und leitete ihn bis 2007 unter dem Motto "Heimat ist Geschichte und Geschichte ist unsere Auftrag!"
In diesem Zeitraum brachte er als Herausgeber mehrere Jahrbücher und Publikationen in der blau-gelben
Reihe der „Russland-Deutschen Zeitgeschichte" u.a. heraus. Im November 2008 promovierte er an der
Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema "Der Untergang der Russlanddeutschen im Siedlungsgebiet
Odessa-Nikolajew unter dem Sowjetsystem bis 1939", das die Grundlage dieses Buches bildet.
| Inhaltsverzeichnis |
|
Kapitel
1.
1.0 Einführung
1.1. Publikation und Archivquellen
1.2. Stalins Bauernopfer in Veröffentlichungen der Osteuropaforschung
1.3. Zusammenfassung
|
10
13
14
18
|
|
Kapitel
2.
2.0 Umwelt- und Lebensbedingungen
2.1. Lebensraum am Schwarzen Meer
2.2. Landschaft und Bodenbeschaffenheit
2.3. Klima
2.4. Wasserversorgung
2.5. Besiedelung und Bevölkerungsdichte
2.6. Nationalitäten
2.7. Religionen
2.8. Getreideproduktion
2.9. Expansion der deutschen Siedlungen im 19. Jh.
2.10. Strategische Bedeutung des Schwarzmeergebietes für Moskau
2.11. Zusammenfassung
|
19
19
20
20
22
22
23
23
24
26
26
27
|
|
Kapitel
3.
3.0 Einhundert Entwicklungsjahre
3.1. Ansiedlung
3.2. Ein Bauernvolk verharrte in seiner mitgebrachten Kultur
3.3. Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Russlanddeutschen
3.4. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und kommunistischem Putsch
3.5. Kundgebungen für Autonomie von 1917 und 1918
3.6. Zusammenfassung
|
29
29
34
35
36
37
38
|
|
Kapitel
4.
4.0 Besatzungszeit, Bürgerkrieg und Hungersnot
4.1. Österreichisch-deutsche Besatzung und Autonomiebestrebungen von 1918
4.2. Vom Abzug der österreichisch-deutschen Truppen zum erneuten Brügerkrieg
4.3. Vom Bürgerkrieg zur Getreiderequirierung (prodraswjorstka)
4.4. Enteignungen der Bauern und humanitäre Hilfen (1921-1923)
4.5. Hungersnot in der Sowjetukraine von 1921 bis 1923
4.6. Hilferufe aus dem Hungergebiet am Schwarzen Meer
4.7. Hungersnot und Epidemien
4.8. "Rettet die hungernde Ukraine!"
4.9. Humanitäre Hilfen aus dem Ausland (1921-1923)
4.10. Export von ukrainischem Getreide
4.11. Zusammenfassung
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Kapitel
5.
5.0 Die Neue Ökonomische Politik (NÖP)
5.1. Auswirkungen der internationalen Lage auf die Bauernschaft
5.2. Die Präambel der NÖP
5.3. Der staatliche Elektrifizierungsplan (GOELRO) nicht für die Landwirte im Süden
5.4. Auswirkung der "Neuen Ökonomischen Politik" auf die deutsche Minderheit
5.5. Stalins Politik gegen die Bauern
5.6. Stalins Weichenstellung zur Industrialisierung auf Kosten der Bauern
5.7. Die angeblichen "Kriegstreiber im Westen" und ihre Helfer bei Odessa?
5.8. "Wirtschaftsspionage der Kapitalisten"
5.9. Die Wende der sowjetischen Außenpolitik nach dem "schwarzen Freitag"
5.10. Zusammenfassung
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Kapitel
6.
6.0 Die Kulaken
6.1. Die sowjetische Politik zur Vernichtung der Kulaken
6.2. Einteilung der Landwirte in Schichten und Kategorien
6.3. Was bedeutete Kulak in der Definition der Bolschewiki ursprünglich?
6.4. Was bedeutete "Kulak" in der Definition von 1927?
6.5. Falsche Begründung der Partei zur Deportation der Kulaken
6.6. Informationen über deutsche Kulaken im Gebiet Odessa
6.7. Mehrfache Bestrafungen der Kulaken
6.8. Zusammenfassung
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Kapitel
7.
7.0 Die Kollektivwirtschaft
7.1. Das Verhältnis zwischen den Bauern und dem Sowjetstaat
7.2. Der gewaltsame Umbruch
7.3. Die totale Enteignung privater Bauernwirtschaften
7.4. Von der Kommune zur Kollektivwirtschaft (Kolchos)
7.5. Die Kooperative als Machtinstrument der Partei in den deutschen Dörfern
7.6. Zur allgemeinen Situation in den Dörfern der 1930er Jahre
7.7. Bildung von "freiwilligen" Kolchosen
7.8. Übergang von Kooperativen zu Kolchosen (1928-1930)
7.9. Die deutschen Kolchosbauern von 1930
7.10. Die Kolchosbauern bei Odessa wehrten sich
7.11. Die Lage in Worms
7.12. Der Kolchos zu Waterloo sucht nach Führungspersonal
7.13. Rüder Umgangaston mit den Kolchosbauern
7.14. Die "hessische Fliege" war schuld an der Misere
7.15. Zusammenfassung
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Kapitel
8.
8.0 Widerstand der Bauern
8.1. Massenausweisungen und Massenaufstände
8.2. Die Ausgestoßenen suchten Hilfe beim deutschen Konsulat zu Odessa
8.3. Der Frauenaufstand im Kutschurganger Tal
8.4. Opferstatistik der Märzaufstände von 1930
8.5. Stalin schrieb an die Bauern
8.6. Analyse der Repressionen
8.7. Bestrafung der Bauern nach dem Aufstand
8.8. Rache an den Bauern nach dem Aufstand
8.9. Massenrückkehr der Bauern aus den Verbannungsgebieten
8.10. Die Bauern suchten Beistand der Geistlichen
8.11. Zusammenfassung
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Kapitel
9.
9.0 Die Hungersnot
9.1. Von der Kollektivierung zum Hunger
9.2. Die Fehlplanung
9.3. Der Torgsin
9.4. Statistiken verhungerter Bauern
9.5. Gründe des Hungersterbens von 1932/1933
9.6. Das Entlohnungssystem in der UdSSR der 1930er Jahre
9.7. Stalins Ehefrau Nadeshda Allilujewa und die Bauern in der Ukraine
9.8. Die Hungersnot von 1932/1933 in den deutschen Dörfern der Ukraine
9.9. Die Russlanddeutschen zwischen Stalin und Hitler
9.10. Auswirkungen von humanitären Hilfen aus dem Westen auf die Lage der Bauern
9.11. Schließung de Lehranstalten mit deutschem Fachunterricht
9.12. Die Kehrwende 1934
9.13. Zusammenfassung
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Kapitel
10.
10.0 Das GULag-System als Machtinstrument der Politischen Hauptverwaltung
10.1. Sonderarbeitslager auf den Solowezki-Inseln (SLON)
10.2. "Durch Arbeit zurück zur Sowjetgesellschaft
10.3. Im Zentrum des Bösen
10.4. Entstehung und Ausbau des GULag-Systems
10.5. Was bedeutet GULag?
10.6. Lebensbedingungen in sowjetischen Strafanstalten
10.7. Straflager in Chibinsk bei Murmansk
10.8. Die Todeslager von Workuta
10.9. Stalins Eisenbahn von Workuta nach Salechard
10.10. Das Arbeitslager Schadki an der Wolga
10.11. Besserungsarbeitslager Solikamsk im Nordural
10.12. Arbeitslager bei Magadan bzw. auf der Kolyma am Stillen Ozean
10.13. Die Deportierten bauten das Kohlerevier von Karaganda
10.14. Die Landkarte des GULag
10.15. Auch die Kriegsindustrie wurde von Kulaken aufgebaut
10.16. Zusammenfassung
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Kapitel
11.
11.0 Die Bauern im GULag
11.1. Die deutschen Kulaken im Hohen Norden
11.2. Zwangsansiedlungen im Hohen Norden
11.3. Arbeits- und Lebensbedingungen im Hohen Norden
11.4. Lebensbedingungen der Ausgesetzten in Sibirien
11.5. Die Kulaken auf dem Eiland inmitten des Ob-Stromes (1930)
11.6. Jagodas "großartiger Plan" (1931-1932)
11.7. Flucht aus den Sondersiedlungen (1930/1931)
11.8. Der Massenexodus und das sowjetische Passsystem (1930-1933)
11.9. Die Verbannten der zweiten Deportationswelle von 1932 bei Archangelsk
11.10. Die "Halbleichen" im Transitlager von Tomsk (1933)
11.11. Das "Arbeitsdorf" ("rabotscheje selo")
11.12. Zusammenfassung
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Kapitel
12.
12.0 Zusagen, Widerstand und Repressionen gegen die deutschen Bauern
12.1. Einrichtung "Deutscher Nationaler Rayons" und Repressionen gegen die Bauern
12.2. Weitere Deportationen an der sowjetischen Westgrenze
12.3. Raub von Tafelsilber, Kunstschätzen und Wertsachen der Bauern
12.4. Stalins ökonomische Revolution in der Praxis
12.5. Grenzüberschreitende Gründe. Hungersnot und Hilfen aus dem Westen
12.6. Interne politische Gründe der Repressionen
12.7. Sozialpolitische Gründe der Repressionen
12.8. Die Kehrwende von 1934
12.9. Ausschaltung und Abrechnung mit den Priestern
12.10. Verfolgungen der "Spione, Terroristen und Schädlinge"
12.11. Die Trojkas "bekämpfen" Spione und Terroristen
12.12. Maßnahmen zur Festigung der "sozialistischen Moral"
12.13. Waren die Bauern bei Odessa die "fünfte Kolonne"?
12.14. Das Attentat auf Kirow zum Kampf gegen Andersdenkende instrumentalisiert
12.15. Zwei Gruppenprozesse von Hoffnungstal und Landau
12.16. Folgen der Militäranleihe von 1918
12.17. Folgen der Geldanlagen im Westen
12.18. Der Gruppenprozess von Katharinental und Karlsruhe
12.19. Die "Reichsdeutschen" wurden nach Hause geschickt
12.20. Der Raub des spanischen Goldes
12.21. Zusammenfassung
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Kapitel
13.
13.0 „Palastrevolte" im Kreml und die deutschen Bauern
am Schwarzen Meer
13.1. Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf die deutschen Bauern
13.2. Die russlanddeutschen Bauern zwischen Stalin, Jagoda und Opposition
13.3. Observierungen im Kreml
13.4. Die misslungene „Palastrevolte" und Jagodas Geständnis
13.5. Die Rolle der Bauern im Plan der Opposition
13.6. Das Gerichtsurteil gegen die Opposition
13.7. Die „deutsche Operation"
13.8. Der Auftakt zum blutigen Massenterror
13.9. Direktiven über Verfolgungen der Deutschen in der UdSSR
13.10. Die „deutsche Operation" oder die „deutsche Linie"
13.11. Musterbefehl des Zentrums für die lokalen Behörden
13.12. Verdrängung deutscher Fachleute aus der Sowjetunion
13.13. Massaker an Russlanddeutschen von 1937 -1938
13.14. Der Massenterror nach Befehl 00447
13.15. Massaker an Häftlingen, die ihre Strafe bereits verbüßt hatten
13.16. Mechanismus der Verurteilungen
13.17. Gründe der Repressionen
13.18. Folgen der Repressionen
13.19. Zusammenfassung
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Kapitel
14.
14.0 Der Machtkampf im Kreml
14.1. Molotow, Jeshow und die Bauern
14.2. Molotow, der Mann mit dem „steinernen Hinterteil"
14.3. Jeshow als NKWD-Chef
14.4. Jeshows „Erfolge" in der Ukraine und sein Aufstieg
14.5. Jeshow als Stalins Werkzeug
14.6. Jeshow als Mythos oder nützlicher Idiot
14.7. Das Ende des Narkom Jeshow
14.8. Stalin stoppt den Staatsterror
14.9. Zusammenfassung
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Kapitel
15.
15.0 Massenterror von 1937/1938 in den
deutschen Siedlungen am Schwarzen Meer
15.1. Der Auftakt zum blutigen Massenterror bei Odessa
15.2. Der staatliche Massenterror an der deutschen Bauernschaft von 1937/1938
15.3. Repression gegen die Sowjetfunktionäre
15.4. Massaker an den Bauern
15.5. Akte Hoffnungsfeld/Hoffnungstal, Glückstaler Kolonistenbezirk
15.6. Akte Großliebental, DNR „Spartakus"
15.7. Akte Alexanderhilf
15.8. Akte Straßburg, DNR „Friedrich-Engels" (Zentrum Selz)
15.9. Beresaner Kolonistenbezirk, DNR „Karl-Liebknecht" (Zentrum Landau)
15.10. Akte Landau
15.11. Akte Karlsruhe
15.12. Akte Alexandrowka
15.13. Akte Katharinental
15.14. Akte München
15.15. Das Ende des Massenterrors
15.16. Zusammenfassung
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Kapitel
16.
16.0 Ergebnisse verschiedener Studien über
Massenhinrichtungen von Odessa
16.1. Stellenwert der Bauernschaft in der Ideologie der Bolschewiki
16.2. Analyse der Opfer laut Studie der Odessaer Universität
16.3. Verurteilungswut der Trojkas
16.4. „Leistungen" sowjetischer Verhaftungsorgane in Odessa (1922 -1953)
16.5. Verhängte Strafen gegen inhaftierte Deutsche im Gebiet Odessa (1922 -1953)
16.6. Strafen gegen Deutsche bei Odessa nach „Kriminalgesetzbuch" (1922-1953)
16.7. Statistik von Hinrichtungen in Besserungsarbeitslagern von 1937/1938
16.8. Zahlen aller Ethnien im GULag
16.9. Massenerschießungen am laufenden Band
16.10. Vollzug der Hinrichtungen von 1937 in Odessa
16.11. Vollzug der Hinrichtungen von 1938 in Odessa
16.12. Vollzug der Hinrichtungen in Nikolajew
16.13. Zusammenfassung
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Kapitel
17.
17.0 Vergleichende Opferstatistiken von Odessa
17.1. Anatomie des Terrors
17.2. Gesamtopferzahlen von Odessa, Nikolajew und Cherson
17.3. Altersgruppen der Opfer
17.4. Vergleich von zwei Studien
17.5. Nach 2007 veröffentlichte Forschungsergebnisse über den Staatsterror
17.6. Repressierte auslanddeutsche Kommunisten
17.7. Gesamtzahlenüberblick der inhaftierten Deutschen von Odessa, 1920-1953
17.8. Dezimierung und geringer Zuwachs der Deutschen im Gebiet Odessa
17.9. Zusammenfassung
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Kapitel
18.
18.0 Rehabilitierungsprozesse im Wandel der Zeit
18.1. Erwartungshaltung der Hinterbliebenen
18.2. Rehabilitierung wegen unrentabler Bewirtschaftung im GULag
18.3. Berijas Rehabilitierung von 1939
18.4. Rehabilitierung auf „sowjetisch" in der ganzen UdSSR
18.5. Rehabilitierung auf „sowjetisch" in Odessa
18.6. Chruschtschows Rehabilitierung
18.7. Zögerliche Rehabilitierung während der Perestrojka
18.8. Gorbatschows Rehabilitierung am Ende der UdSSR
18.9. Bewusste Verschleppung der Rehabilitierung von mehr als 40 Jahren?
18.10. Rehabilitierung in der Russischen Föderation nach 1991
18.11. Rehabilitierung in der Ukraine nach 1991
18.12. Pauschale Rehabilitierung in anderen Republiken
18.13. Zusammenfassung
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19.0 Nachwort
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20.0 Fremdwörter und Abkürzungen
21.0 Register relevanter Ortschaften
22.0 Namensregister häfig vorkomender Akteure
23.0 Zeittafel
24.0 Quellen und Literatur
25.0 Der Autor |
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241
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| Nina Paulsen : "Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen ", Band 8, November 2010 |

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"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschenr"
Erschienen 2010. Mit Begleit-CD Im Mittelpunkt der weiterführenden Info-Broschüre (104 Seiten) steht das Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell. Das Hauptthema wird durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus Russland mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen ergänzt.
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Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht das Abschiednehmen und die
Begräbnistradition der katholischen Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere das
Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell, die seit über 20 Jahren ihren verstorbenen
Landsleuten das letzte Geleit gibt. Die herkömmlichen Beerdigungslieder und Gebete sind nicht nur in
Schriftform in der Broschüre nachzulesen sondern auch von der Begleit-CD abzuhören.
Erweitert wird dieses Thema durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus
Russland - immer wieder mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen: im Russischen Zarenreich,
in der späteren Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten und in Deutschland. Unter dem in der Historiographie
anerkannten Begriff „Russlanddeutsche“ sind hier alle Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion zu verstehen.
Da die Broschüre keine Forschungsarbeit ist, sondern eine Zusammenfassung von zahlreichen Quellen und
Einblicken in das vielschichtige Thema, erhebt sie auch keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit der
Darstellung der angekündigten Thematik. Dennoch will sie Wissenslücken schließen, Interesse und Verständnis
für das „Anderssein“ der Russlanddeutschen wecken und eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Eine Auflistung von Quellen und weiterführender Literatur dient diesem Vorhaben.
Angeregt wurde das Projekt von Schwester Anna Egger von der Seelsorge der Deutschen aus Russland
(katholische Stadtkirche Nürnberg) und Lydia Pastarnak vom Haus der Heimat Nürnberg e.V.,
der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V. übernahm die Ausführung.
„Im atheistischen Russland wurde im Haus des Verstorbenen bis zur Beerdigung die Trauerwache gehalten.
In dieser Zeit wurden Kirchen- und Beerdigungslieder gesungen, die man aus Deutschland mit der Einwanderung
mitgebracht hat. Diese Lieder sind heute in Deutschland nicht mehr bekannt und können mit dem Aussterben
der älteren Generation der Russlanddeutschen verloren gehen. Dieser Lied- und Gebetsschatz ist ein Teil
der alten deutschen Kultur und sollte den kommenden Generationen weitergegeben werden“, mit diesen Worten
leitet Anna Egger (Missionarinnen Christi) die Gesänge und Gebete auf der CD ein.
Von der Lebensweise und Traditionen der Russlanddeutschen war Schwester Anna bereits in den 90er Jahren
fasziniert. Als sie Bischof Werth aus Westsibirien kennen lernte, der damals Hilfe und Helfer für den
Aufbau der katholischen Gemeinden in Sibirien suchte, überlegte sie nicht lange. 1995 ging sie nach
Sibirien - ohne kulturelles Wissen und ohne Erfahrung. Sie wirkte in Omsk am Aufbau der katholischen Kirche
mit, kümmerte sich um die Sorgen und Nöte der Bevölkerung, insbesondere der Russlanddeutschen.
Sie bereiste viele Regionen Sibiriens und sammelte einmalige Erfahrungen, die sich später in Deutschland als
nützlich erwiesen.
2000 kam sie zurück nach Nürnberg und nahm sich vor allem der Russlanddeutschen in Langwasser an. Hier
leistete sie viele Jahre Seelsorgearbeit für die katholischen Aussiedler in Nürnberg in der Kirche
„Heilige Dreifaltigkeit“, organisierte Begegnungen der Aussiedler mit der Gemeinde und katholische
Gottesdienste in russischer Sprache. Im Haus der Heimat Nürnberg leitete sie Bibelstunden.
Für diese „selbstlose Verkörperung der christlichen Nächstenliebe, Toleranz und interkulturelles
Verständnis“ wurde sie vom Bundespräsidenten Horst Köhler mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vor ihrer Rückkehr in die Ordensgemeinschaft 2009 war es ihr
noch ein Herzensanliegen, die Lieder und Gebete des Beerdigungsrituals, die in dieser Art in Deutschland
nicht mehr bekannt sind, aufzuzeichnen und sie so vor dem Vergessen zu bewahren.
Die Frauen und Männer der Gesangsgruppe stehen mit ihren Lebensgeschichten und ihrem gelebten Glauben
stellvertretend für viele andere Landsleute, die auch in den schwierigsten Zeiten den Mut hatten, dem
atheistischen System zu trotzen und unbeirrt am Glauben, an ihrer deutschen Muttersprache und am Erbe
ihre Vorväter festzuhalten.
Die Broschüre beginnt mit Inhalten, die sich mit Sterben und Abschiednehmen beschäftigen, wobei inzwischen
an manchen Orten die andere Art der Russlanddeutschen zu trauern als Bereicherung erkannt worden ist. Und
sie endet mit Gedenken und Erinnerung an die unzähligen russlanddeutschen Opfer, die unter der
Willkürherrschaft in Russland und der Sowjetunion leiden und sterben mussten. In Erinnerung an diese Opfer,
an ihr unermessliches Leid sind Gedenkstätten entstanden - als „Symbol der Sehnsucht nach der historischen
Heimat unserer vielen Verwandten und Freunde, die unschuldig ihr Leben lassen mussten in der Ferne und
jetzt im Geiste für immer vereinigt sind und in uns weiter leben“, um es mit den Worten des Künstlers
Jakob Wedel zu beschreiben. Seine Plastik „Aus letzter Kraft“ verkörpert diesen fürchterlichen Opfergang
der eigenen Volksgruppe und ist Teil des Mahnmals in Berlin.
Vortrag zur Präsentation der Broschüre
"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat – Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen"
bei der Eröffnung der Aussiedlerkulturtage in Nürnberg am 18.06.2010
Kirche und Glaube als Anker in der Not – Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen
Von Nina Paulsen
"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen", so heißt die Publikation, die auf Anregung der Schwester Anna Egger von der katholischen Stadtkirche und Lydia Pastarnak vom Haus der Heimat entstanden ist. Der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland übernahm die Ausführung.
Im Mittelpunkt der Info-Broschüre steht das Abschiednehmen und die Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen, insbesondere das Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell, die seit über 20 Jahren ihren verstorbenen Landsleuten das letzte Geleit gibt. Die herkömmlichen Beerdigungslieder und Gebete sind nicht nur in Schriftform in der Broschüre nachzulesen sondern auch von der Begleit-CD abzuhören.
Obwohl Russlanddeutsche vielerorts schon seit Jahrzehnten zu den kirchlichen Gemeinden gehören, stellen sie aufgrund ihrer anderen kulturellen und religiösen Erfahrungen nach wie vor eine Herausforderung für die kirchengemeindliche Arbeit dar. Und gerade die Beerdigungen sind ein Arbeitsfeld, in dem nahezu jeder Pfarrer und viele andere Menschen, die im Bestattungsbereich tätig sind, mit Russlanddeutschen in Kontakt geraten. Durch die Geschichte und Mentalität der Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion ergeben sich nicht selten Reibungs- und Konfliktpunkte, die für einheimische Nachbarn ungewohnt bzw. fremd sind.
Das Wissen um die Geschichte und Mentalität der Russlanddeutschen kann das etwas andere Verhalten der Deutschen aus Russland nachvollziehbarer machen. Gerade dieser Herausforderung versucht auch die Broschüre gerecht zu werden. Das Hauptthema wird durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus Russland im Russischen Zarenreich, in der späteren Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten und in Deutschland ergänzt - immer wieder mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen.
Die Deutschen im Russischen Zarenreich und der späteren Sowjetunion hielten Jahrhunderte lang an dem mitgebrachten protestantischen oder katholischen Glauben und den religiösen Bräuchen ihrer Vorfahren fest, viele auch dann, als es praktisch unmöglich war. Während die Russlanddeutschen mit ihrer deutschen Kulturtradition in eine fremde Umgebung eingebettet waren, bemühten sie sich Jahrzehnte lang unter anderem durch Abkapselung und eine viel intensivere Pflege des Glaubens und der deutschen Muttersprache ihre Identität zu erhalten.
Obwohl die Zeiteinflüsse und politischen Eingriffe dieses Schutzverhalten der Russlanddeutschen weitgehend erschüttert hatten - vor allem im 20. Jahrhundert, kann man immer noch von einer weitgehenden Konservierung der herkömmlichen Kultur- und Glaubenstradition dort sprechen, wo sie sich trotz massivem Gegenwind erhalten hatte.
Das Beerdigungsritual in dieser Broschüre gehört mit dazu. Die Lieder und Gebete, mit denen Maria Schell und ihre Gesangsgruppe die russlanddeutschen Landsleute verabschiedet, haben sie und die anderen von ihren Eltern und vor allem Großeltern gelernt, als die katholischen Priester unter den Sowjets ausgelöscht wurden.
Zum aktuellen Gruppenbestand von Maria Schell gehören Monika Fix, Georg Götz, Maria Heberle, Katharina Heinz, Valentin Kress, Maria Messmer und Lydia Protzel. Für die Lebensgeschichten aller acht Russlanddeutschen ist kennzeichnend, dass sie meist in den deutschen Siedlungen des Schwarzmeergebiets in gläubigen Familien geboren und in katholischer Tradition aufgewachsen sind. Die meisten von ihnen haben als Kinder erlebt, wie die katholischen Priester aus ihren Geburtsorten verschwunden waren und die Kirchen zerstört oder zweckentfremdet wurden. Ab dann waren meist ihre Eltern und Großeltern diejenigen, die ihnen den katholischen Glauben ihrer Vorfahren vermittelten und eine mutige Glaubensstandhaftigkeit vorlebten.
Alle gelangten 1943/44 im Zuge der administrativen Umsiedlung während des Rückzugs der deutschen Wehrmacht über Warthegau in Polen bis nach Deutschland und wurden 1945 zurückverschleppt, jedoch nicht in die Heimat, wie versprochen, sondern in die sibirische oder kasachische Verbannung. Manche durften dort heimlich noch das Glück erleben, einen lebendigen Pfarrer zu Gesicht zu bekommen, nachträglich getauft oder getraut zu werden bzw. die hl. Sakramente zu erhalten.
Maria Schell lebt seit 1989 in Nürnberg. Schon in Russland und der Ukraine, wo sie zuletzt lebte, begleitete sie ihre verstorbenen Landsleute mit Gebeten und Gesängen bei Beerdigungen in den katholischen Familien. Kurz nach ihrer Einreise gründete sie eine Gruppe gleichaltriger Frauen, die immer öfter zu Beerdigungen mit russlanddeutschen katholischen Familien eingeladen wurde.
Inzwischen sind die sechs Frauen und zwei Männer, zu verschiedenen Zeiten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gekommen, nicht selten bis zu 2-3mal pro Woche unterwegs, um ihre katholischen Landsleute zu beerdigen, 5-6mal pro Monat ist die Regel. Es kommt auch vor, dass sie zu den evangelischen Russlanddeutschen gerufen werden, weil der Verstorbene sich noch zu Lebzeiten wünschte, dass Maria Schell mit ihrer Gruppe bei der Beerdigung singt. Und das trotz der konfessionellen Unterschiede, auf die in russlanddeutschen Familien – historisch bedingt - viel mehr und länger Wert gelegt wurde, als hierzulande. Dazu sagt Maria Schell: „Das machen wir auch gern. Das ist dann wie ein letzter Heimatgruß für den Verstorbenen.“
Auch den katholischen Pfarrern ist die Gruppe mit Maria Schell gut bekannt, inzwischen wird man auf die Wünsche der Verstorbenen, die sie meist noch zu Lebzeiten äußern, oder auch der betroffenen Familie gern eingegangen. Und so ergänzen sich das traditionelle römisch-katholische Ritual und das Beerdigungsritual mit Gebeten und Gesängen, die die Russlanddeutschen noch von ihren Großeltern kennen, gegenseitig.
„Im atheistischen Russland wurde im Haus des Verstorbenen bis zur Beerdigung die Trauerwache gehalten. In dieser Zeit wurden Kirchen- und Beerdigungslieder gesungen, die man aus Deutschland mit der Einwanderung mitgebracht hat. Diese Lieder sind heute in Deutschland nicht mehr bekannt und können mit dem Aussterben der älteren Generation der Russlanddeutschen verloren gehen. Dieser Lied- und Gebetsschatz ist ein Teil der alten deutschen Kultur und sollte den kommenden Generationen weitergegeben werden“, mit diesen Worten leitet Schwester Anna Egger die Gesänge und Gebete auf der Begleit-CD ein.
Von der Lebensweise und Traditionen der Russlanddeutschen war Schwester Anna bereits in den 90er Jahren fasziniert. Seit 1995 wirkte sie im sibirischen Omsk am Aufbau der katholischen Kirche mit und leistete seit 2000 Seelsorgearbeit für die katholischen Aussiedler in Nürnberg. Für diese „selbstlose Verkörperung der christlichen Nächstenliebe, Toleranz und interkulturelles Verständnis“ wurde sie vom Bundespräsidenten 2009 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vor ihrer Rückkehr in die Ordensgemeinschaft war es ihr noch ein Herzensanliegen, die Lieder und Gebete des Beerdigungsrituals, die in dieser Art in Deutschland nicht mehr bekannt sind, aufzuzeichnen und sie so vor dem Vergessen zu bewahren.
Die Frauen und Männer der Gesangsgruppe stehen mit ihren Lebensgeschichten und ihrem gelebten Glauben stellvertretend für viele andere Landsleute, die auch in den schwierigsten Zeiten den Mut hatten, dem atheistischen System zu trotzen und unbeirrt am Glauben, an ihrer deutschen Muttersprache und am Erbe ihre Vorväter festzuhalten.
Die katholischen Gemeinden in der ehemaligen Sowjetunion bestanden zum größten Teil aus Gläubigen, deren Vorfahren sich im 18. und 19. Jahrhundert im Wolgagebiet und am Schwarzen Meer angesiedelt hatten. Die sogenannte deutsche Diözese Tiraspol wurde 1848 eingerichtet und umfasste das Wolgagebiet, die Südukraine, die Krim und reichte bis zum Kaukasus und nach Bessarabien – alles Regionen, in denen die Deutschen unter den Katholiken eine Mehrheit stellten. 1919 waren unter 180 Geistlichen 132 Deutsche, ferner waren es Polen und Vertreter anderer Nationalitäten. Auch in Kasachstan und Sibirien entstanden katholische Gemeinden polnischer und deutscher Auswanderer bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts.
In den nachfolgenden Jahrzehnten bis zur bolschewistischen Revolution 1917 war in den deutschen Kolonien katholischen bzw. evangelischen Glaubens sowohl an der Wolga als auch in Schwarzmeergebiet ein vielfältiges religiöses und Kirchenleben entstanden: mit neu errichteten Kirchen, seelsorgerischer und karitativer Tätigkeit, Priesterausbildung, aber auch mit Volksmissionen, Bittprozessionen, Wallfahrten und Firmungen.
Das 20. Jahrhundert mit der kommunistischen Revolution und den beiden Weltkriegen brachte den Russlanddeutschen gewaltige Einschnitte - bis zum Verlust der eigenen Identität und einer massenhaften Auswanderung in das Land der Vorfahren nach über 200 Jahren Existenz in Russland und der Sowjetunion. Viele Russlanddeutsche erlebten bis weit in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Ausgrenzung bis hin zur Diskriminierung auf Grund der Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität. Und es zeigte sich immer wieder ein Festhalten am Glauben, das den Familien half, unmenschliche Strapazen zu ertragen.
In der Sowjetzeit nach 1917 wurden auch die deutschen Katholiken verfolgt, vertrieben und über die ganze Sowjetunion verstreut. In den 30-er und 40-er Jahren wurden in der UdSSR praktisch alle katholischen Geistlichen ermordet oder verurteilt; es ist nur wenigen gelungen, in den stalinistischen Lagern zu überleben. Nach 1929 wurden die Kirchen nach und nach geschlossen und umfunktioniert, das Läuten der Glocken wurde 1929 verboten, die Glocken abgenommen und eingeschmolzen. Aus Gotteshäusern wurden in den 30-er Jahren Kinos, Schulen, Museen, Gaststätten, Lagerhallen, Wohnhäuser, Werkstätten, Viehställe usw. – manche wurden abgerissen. Glauben lebte nur noch im Untergrund - Generationen von Katholiken waren ohne Unterweisung groß geworden.
Nach Stalins Tod 1953 wurden aus dem berüchtigten Karaganda-Lager mehrere Geistliche entlassen. Sie suchten die Gläubigen heimlich in den Deportationsgebieten Sibiriens, Kasachstans und Zentralasiens auf, hörten Beichten, dienten mit Taufen und Trauungen, immer auf der Flucht vor dem KGB. Gläubige versammelten sich heimlich in Privatwohnungen oder auf Friedhöfen zum gemeinsamen Gebet und zur Bibellesung.
Durch Unterdrückung und Verfolgung des atheistischen Sowjetsystems verringerten sich die katholischen Gemeinden überall im Lande erheblich. Und dennoch: Auch in den Zeiten des militanten Atheismus in der Sowjetunion innerhalb von 70 Jahren hielten viele Russlanddeutsche am Glauben und der Sprache ihrer Vorfahren fest – meist heimlich und unter Gefahr für die eigene Freiheit und das Leben. Kirche und Glaube waren für die Russlanddeutschen in allen Zeiten der Anker in der Not und eigentliche Heimat. In den traditionellen russlanddeutschen Familien bedeutete „deutsch“ gleich „christlich“. Vor allem in der schwierigen Zeit der Verfolgung wurde Gott als tröstende und stärkende Kraft gesucht.
Ohne Kirchen und ohne Priester konnte der christliche Glaube nur durch das mutige Engagement der Laien erhalten bleiben. Einfache russlanddeutsche Frauen, die trotz Verfolgung und Strapazen standhaft an ihrem Glauben hielten und dadurch auch den anderen die Hoffnung auf bessere Zeiten vermittelten, hielten die Gläubigen zusammen. Im geheimen spendeten sie die Nottaufe, vollzogen die christliche Eheschließung und die Totenbestattung, bereiteten die Kindergruppen auf die Kommunion vor. Jahrzehntelang lebte die katholische religiöse und kulturelle Tradition im Verborgenen weiter, vor allem als ethnisch-religiöse Tradition, aufrechterhalten in den Familien - meist von älteren Frauen, den Großmüttern, die zu Hause beteten und ihren Enkelkindern das Beten beibrachten.
Wie wertvoll der Glaube in vielen Familien war, zeigt auch die Tatsache, dass die Bibel bei allen Deportationen, Verfolgungen und Wanderungen als erste ins Gepäck gehörte und von Generation zur Generation weiter gegeben wurde. Alte Bibeln und Gesangbücher, vor über 100 Jahren in Leipzig, Göttingen oder Stuttgart, aber auch in Saratow, Riga und Odessa herausgegeben, hatten alle Strapazen ihrer Besitzer mitgemacht. Über 100 Jahre wanderten diese Gottesbücher in dem großen Russischen Imperium herum und gehörten auch zum Gepäck bei der Auswanderung nach Deutschland.
Seit Mitte der 70er Jahre entschärfte sich die kirchliche Situation ein wenig. Aber vor allem die demokratischen Wandlungen nach 1985 haben dazu beigetragen, dass man auch den katholischen Glauben öffentlich ausüben durfte. Inzwischen sind drei Russlanddeutsche katholische Bischöfe in verschiedenen Regionen der ehemaligen Sowjetunion: Bischof Josef Werth in Westsibirien – Russland, Bischof Athanasius Schneider in Karaganda / Kasachstan, Bischof Nikolaus Messmer in Kirgisien.
Der Ausgang der Russlanddeutschen, darunter vieler Katholiken, bedeutete auch für die katholische Kirche in allen Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen enormen Verlust. Noch Anfang der 90er Jahre waren bis zu 70 Prozent und mehr der katholischen Gemeinden auf dem postsowjetischen Raum Russlanddeutsche. Heute stellen die Deutschen weniger als die Hälfte, oder auch nur ein Drittel der Gemeinden.
In Deutschland leben derzeit etwa 2,8 Millionen Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, die im Laufe von über fünf Jahrzehnten in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Aussiedler mit russlanddeutschen Wurzeln gibt es inzwischen in jeder Stadt und in jeder Kirchengemeinde, etwa 700.000 bekennen sich zum katholischen Glauben. Für sie ist der Visitator Dr. Alexander Hoffmann im Auftrag der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz zuständig – ebenfalls ein Russlanddeutscher aus Karaganda.
Der religiöse Hintergrund der Spätaussiedler ist sehr unterschiedlich. Während der christliche Glaube in der Sowjetunion 70 Jahre lang aus der Öffentlichkeit verdrängt wurde und bei vielen ganz verloren ging, wurden mehrere dagegen in ihrem Glauben gestärkt und waren bereit, ihn unter vielen Opfern weiter zu tragen. Und so bringen viele Russlanddeutsche, vor allem Vertreter der älteren Generationen und der traditionellen Familien, eine so tiefe und zweifellose Bindung an den Glauben mit, die hier im weitesten Sinne nicht mehr so gelebt wird. Das betrifft auch den Umgang mit Sterben und Abschiednehmen, der in der hiesigen Gesellschaft inzwischen in vieler Hinsicht anders ist.
Die Beerdigung in einer russlanddeutschen Familie ist in der Regel immer noch etwas Besonderes. Nicht selten versammeln sich zum letzten Geleit bis zu 200 Personen – die sämtliche Verwandtschaft. Der Zusammenhalt unter den auch in Deutschland nicht selten verstreut lebenden Familienangehörigen oder alten Bekannten ist groß.
Oft gehen gerade russlanddeutsche Familien viel offener mit dem Sterben um. Alle backen Kuchen und es wird Abschied genommen. Die hohe emotionale Bedeutung des Abschieds ist für die Familien wichtig. Die Russlanddeutschen haben traditionell auch ein anderes Verhältnis zur Leiche, der Leichnam wird mit viel weniger Scheu behandelt. In der alten Heimat wurde der Sarg offen aufgebahrt und blieb bis zum Einsenken ins Grab offen. Die Angehörigen nutzten dies zu einer letzten persönlichen Verabschiedung vom Verstorbenen.
So wie einst im Herkunftsland, wird der Verstorbene auch hier häufig und gerne besucht, es wird manchmal eine regelrechte Totenwache gehalten – so wie es auch in der alten Heimat drei Tage lang Brauch war. Auch der häufige Körperkontakt zum Leichnam ist in russlanddeutschen Familien üblich - das Streicheln, Umarmen und Küssen gehören zum Abschiednehmen.
Am Sarg oder am Grab stehen alle ganz dicht nebeneinander, einschließlich Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, und es werden Fotos wie bei einer Taufe oder Hochzeit gemacht. In den russlanddeutschen Familien finden sich auch nach Jahrzehnten noch typische Abschiedsbilder von Toten in den Familienalben. Für Angehörige, die nicht zur Beerdigung kommen können, ist dies eine wichtige Möglichkeit zu Teilhabe an der Trauerfeier.
Diese etwas andere Art zu trauern und Abschied zu nehmen, stößt bei den einheimischen Mitbürgern, aber auch bei Kirchenmännern und Bestattungsmitarbeitern noch nicht selten, wenn nicht auf Ablehnung, so doch auf gewisses Unverständnis bis zu Befremden. Aber es gibt viel mehr Orte, wo man diese andere Art des Umgangs mit dem Tod als Bereicherung erkannt hat. Das Ehrenamt der Gesangsgruppe mit Maria Schell zeigt es.
Die Broschüre beginnt mit Inhalten, die sich mit Sterben und Abschiednehmen beschäftigen, und sie endet mit Gedenken und Erinnerung an die unzähligen russlanddeutschen Opfer, die unter der Willkürherrschaft in Russland und der Sowjetunion leiden und sterben mussten.
Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat – hieß ursprünglich der Beitrag der Journalistin Erika Kip im „Deutschen Ostdienst“ über die Vertriebenen-Gedenkstätten und Mahnmale. Eine Beschreibung, die auch für die Schicksalsgemeinschaft der Deutschen aus Russland einen tieferen Sinn in sich birgt.
Viele russlanddeutsche Familien haben die Gräber ihrer Nächsten in der alten Heimat zurückgelassen. Auch das mussten die Russlanddeutschen in ihrer Geschichte nicht einmal tun - ihre Heimat verlassen und die Gräber ihrer Toten zurücklassen. Infolge der Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen im 20. Jahrhundert ist in den ursprünglichen deutschen Siedlungsgebieten für Jahrzehnte keiner geblieben, der sich um die deutschen Gräber der verstorbenen Vorväter auf den Friedhöfen an der Wolga, im Schwarzmeergebiet oder im Kaukasus kümmert, einst liebevoll gepflegt - heute meist vernachlässigt, verfallen, geschändet.
Zahlreiche russlanddeutsche Opfer der stalinistischen Repressionen im 20. Jahrhundert durften überhaupt kein Grab, kein Kreuz und keinen Grabstein haben – namenlos verscharrt irgendwo in der Taiga oder einfach am Wegrand. Und so hat es für viele russlanddeutsche Familien, die ihre Nächsten in der Verbannung, bei der Vertreibung, auf dem Fluchtweg oder bei der Zwangsarbeit in der „Trudarmija“ verloren hatten, nie einen Ort gegeben, an dem sie ihre Verstorbenen wissen.
Um so wichtiger ist es für die Deutschen aus Russland, die diese Erfahrung von Heimat- und Identitätsverlust innerhalb von Generationen als Trauma erfahren mussten, in der neuen Heimat Orte und Gedenkstätten zu schaffen, an denen sie trauern, beten und ihrer Verstorbenen gedenken können. In den letzten Jahrzehnten sind von Deutschen aus Russland in verschiedenen deutschen Städten Gedenkstätten errichtet worden, die das Leid der Volksgruppe manifestieren und zum Ort der Besinnung und des Gedenkens an die unzähligen Opfer aus eigenen Reihen geworden sind.
Am 28. August 2002 wurde auf dem Berliner Parkfriedhof Marzahn das Mahnmal „Die letzte Kraft“ eingeweiht. Der Künstler Jakob Wedel hatte die Plastik „Aus letzter Kraft“ für das Denkmal geschaffen. Als Vorbild dafür diente ihm seine Mutter, wie er sie in einem Steinbruch der Trudarmee erlebt hatte. Allein in dieser Familie fielen 14 unschuldige Menschen dem stalinistischen Terror zum Opfer. Aussiedler in Berlin rund um den Verein Vision e.V. hatten die Errichtung der Gedenkstätte für die ermordeten Eltern und Großeltern initiiert, unterstützt von zahlreichen Spendern und Gönnern.
Auch einige Ortsverbände der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland haben auf Friedhöfen ihrer Gemeinden Gedenksteine aufgestellt und dadurch Orte des Gedenkens geschaffen, an denen sie sich Jahr für Jahr im August an die Opfer der Vertreibung und des stalinistischen Terrors erinnern. So haben in Augsburg die Gedenkfeier zu Ehren der Opfer der Vertreibung auf dem Neuen Friedhof in Augsburg Tradition - vor dem Denkmal, das der Ortsverband der Landsmannschaft 1997 errichtet hatte.
Zweimal im Jahr versammeln sich in Osnabrück Mitglieder der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und andere Landsleute zum Gedenken an die Opfer der Vertreibung am Heger Friedhof Osnabrück. Auf Spenden ihrer Mitglieder hat der Ortsverband hier einen Gedenkstein mit der Aufschrift aufgestellt: „Allen Russlanddeutschen zum Gedenken, die in der Fremde ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ihre Gräber liegen in der Ferne, doch leben sie weiter in unseren Herzen.“
Der Opfergang der Russlanddeutschen im 20. Jahrhundert, vor allem nach der Deportation 1941, steht auch im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltungen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und deren Ortsgliederungen bundesweit. Mit zentralen Gedenkfeiern in Wiesbaden, Augsburg, Stuttgart, Berlin und vor allem aber auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland ist die Landsmannschaft bestrebt, die deutsche Öffentlichkeit auf das tragische Schicksal der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam zu machen. Sie erinnert mit diesen Trauerfeiern an die Vertreibung der Volksgruppe, deren tragischer Höhepunkt mit dem Regierungserlass vom 28. August 1941 eingeleitet wurde.
| Inhaltsverzeichnis |
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Vorwort des Herausgebers
1. Sterben und Abschiednehmen
2. Russlanddeutsche trauern anders
3. Die Totengebräuche der katholischen Russlanddeutschen
4. Gebete und Gesänge als letzter Heimatgruß -seit 20 Jahren gibt Maria Schell ihren
Landsleuten das letzte
Geleit
5. "Jetzt hab ich überwunden.." - das Begräbnisritual der Gesangsgruppe mit Maria Schell
6. Der Glaube wurde in der Familie vorgelebt: Die Lebensgeschichten der Mitglieder der Gesangsgruppe
7. Der weite Weg zurückein Volk auf der Suche nach Heimat und Beheimatung (Einblicke in die Geschichte
der Deutschen aus Russland)
8. Kirche der Maertyrer - Verfolgung unter dem Sovjetregime
9. Kirche und Glauben - fuer die Russlanddeutschen der Anker in der Not
10. Die Eltern lebten ihren Kindern den Glauben vor: Russlanddeutsche katholische Familien, die der
Sovjetmacht trotzten
11. BischofWerth: "Die Abwanderung der Russlanddeutschen nach Deutschland ist ein großer
Verlust fuer die
Gemeinden"
12. Katholische Deutsche im Russischen Zarenreich, in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten
13. Russland: "Der russische Staat muss der katholischen Kirche des Landes stärker entgegenkommen"
14. Kasachstan: Katholiken tragen zum friedlichen Dialog der Religionen bei
15. Kirgisien: Katholische Kirche im Dienst der Ännsten und der Leidenden
16. Katholische Russlanddeutsche in Deutschland - was können Pfarreien tun?
17. "Ökumenische Zusammenarbeit im Bereich der Aussiedlerpastoral ist ein Weg zur konfessionellen und
gesellschaftlichen Integration.. ." Dr. Alexander Hoffrnann, Beauftragter der Katholischen
Bischofskonferenz
fuer die deutschen Katholiken aus der ehemaligen Sowjetunion
18. Gedenkstätten der Russlanddeutschen: Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat
Quellen und weiterführende Literatur zum Thema
Vorstellung:
Historischer Forschungsverein der
Deutschen aus Russland e. V.
Haus der Heimat Nürnberg e. V.
Landsmannschaft der Deutschen aus
Russland e. V.
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| Albert Obholz : "Die Kolonie Mariental an der Wolga ", Band 9, November 2011 |

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"Die Kolonie Mariental an der Wolga"
Erschienen 2011, 508 Seiten, bebildert.
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| Inhaltsverzeichnis |
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1. Kurzbiographie. Vom Autor
2. Einleitung. Die Wolgadeutschen und ihre Herkunft
3. Die Kolonie Mariental
4. Innere Übersidlung der Kolonisten
5. Die Verwaltung der Kolonien und des Bezirks Tonkoschurowka
6. Die Überfälle der Kirgis-Kasachen. Der Kampf ums Überleben
7. Das religiöse Leben der Kolonisten
8. Kirchen und Geistichen in Mariental
9. Das System der Schulbildung und seine Entwicklung
10. Schulen und Lehrer in Mariental
11. Die Errichtung eines Denkmals für Katharina II.
12. Kolonisten in der Zarenarmee
13. Die Emigration Wolgadeutscher in die USA
14. Die Übersidlung Wolgadeutscher nach Argentinien
15. Die medizinische Betreuung der Wolgadeutschen
16. Das musikalische Leben in der Kolonie Mariental
17. Die Bolschewiken und der Hunger im Wolgagebiet
18. Der Kolonistenaufstand in Mariental
19. Die Flucht Wolgadeutscher vor der Hungersnot
20. Die Kollektivierung und der Kampf gegen die "Kulaken"
21. Namen von Einwonern Marientals, gegen die Repressivmaßnahmen ergriffen wurden
22. Wolgadeutsche in der Sowjetarmee und im Krieg 1941-1945
23. Biographien bekannter gebürtiger und anderer EinwohnerMarientals: Franz Schiller,
Adolf Dening, Emanuel Weigel, Peter und Erna Hunger, Peter Herrmann, Adolf Gross,
Anton Schneider,Peter Hansen, Lydia Hofmann, Florian Kelbler, Johannes Hermann,
Michael Naumann, Klara Gerstner-Solotarjowa
24. Der Untergang Marientals. Die Deportation
25. Gebürtige Marientaler in ArbeitslagernQuellen und weiterführende Literatur zum Thema
26. Eine Marientaler Insel in Sebirien
27. Marientaler Skizzen von Emma RischeHaus der Heimat Nürnberg e. V.
28. Literaturnachweis
29. Text des Buches in russischer Sprache (ohne Fotos)
30. Werbung HFDR.de
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