VERÖFFENTLICHUNGEN
   
       
 
 
   
   

 

 
Konrad Keller. "Die Deutschen Kolonien in Südrussland." (Neuauflage)

 

 

 

 

 

Neuauflage der Original-Bücher von
1905 und 1914 in einem Band,
Hardcovereinband, 603 Seiten.

Konrad Keller war einer der ersten rußlanddeutschen Historiker, der die Geschichte der deutschen Kolonien in Russland erforscht und diese in zahlreichen Veröffentlichungen beschrieben hatte. Sein zweibändiges Hauptwerk "Die Deutschen Kolonien in Südrußland" erschien in den Jahren 1905 und 1914 und ist heute noch eine Fundgrube für den an der Vergangenheit der Rußlanddeutschen interessierten Leser.

In früheren Zeiten weitverbreitet, heute aber nur in wenigen Exemplaren erhalten geblieben, sind diese beiden Bände nur noch einer Minderheit unter den Rußlanddeutschen unter dem Namen "Das Kellerbuch" ein Begriff.

Der "Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V." hat Kellers umfangreiche Werke aus Anlaß seines 75. Todestages in einer Neuauflage herausgebracht. Diese Neuausgabe beinhaltet 2 Bände in einem Buch und ist auf 603 Seiten mit aus dem "Gotischen" (Sütterlin) in die moderne deutsche Schrift übersetztem Originaltext und 118 Abbildungen verfaßt. Dem Werk sind Kellers Biographie, Lebens - und Tätigkeitsstationen sowie eine Ahnentafel als Vorwort zur Würdigung des Historikers vorangestellt.

Band 1 (Original von 1905): "Ein Überblick der Kulturentwicklung der deutschen Kolonien in Südrußland im Verlaufe von 100 Jahren, nebst den Chroniken der katholischen Kolonien Kleinliebenthal. Josephsthal, Marienthal und Franzfeld, als Jubiläumsgabe zum 100jährigen Bestehen derselben."

Band 2 (Original von 1914): "Die Beresaner Kolonien: Landau, Speier, Sulz, Karlsruhe, Katharinenthal, Rastadt und München historisch, geographisch und statistisch beschrieben und als deutsches Kulturbild aus den südrussischen Steppen dargestellt von P. Konrad Keller, freisigniertem Pfarrer, wirklichem Mitglied der bibliographischen Gesellschaft an der Kaiserlichen - Neurussischen Universität und Ehrenmitglied des Klemensvereins in der Diözese Tiraspol."

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Johannes Kufeld: "Die Deutschen Kolonien an der Wolga."

 

 

 

 

 

Mit 445 Seiten und einer Karte
seiner wichtigsten Tätigkeitsstationen.

Der Autor beschrieb 1911 Geschichte der Wolgakolonien, die zum 150jährigen Jubiläum der Einwanderung an die Wolga gedruckt werden sollte, aber geschichtliche Ereignisse haben das Erscheinen seines Werkes verhindert. Das Manuskript geriet in Vergessenheit, wurde vor wenigen Jahren wieder aufgefunden und liegt nun in Erstausgabe vor. Es zeigt in ungeschminkter Weise die Entwicklung der Wolgakolonien und ist eine Fundgrube für jeden geschichtsbewussten Russland-Deutschen und die Forscherzunft. In der Vergangenheit wurden von namhaften Historikern viele Bücher über die deutschen Kolonien an der Wolga geschrieben. Aber jetzt ist ein Werk erschienen, das alle anderen in den Schatten stellt.

Johannes Kufeld, selbst ein Wolgadeutscher, hat in mühevoller Arbeit Material zusammengetragen, das zum größten Teil in den dörflichen wie auch den staatlichen Archiven Russlands verborgen war. Widrige Umstände wie Bürger- und Weltkriege verhinderten jedoch das Erscheinen. Das Manuskript galt als verschollen, nachdem es von Kufelds Witwe nach Deutschland gebracht worden war. 80 Jahre später wurde es wieder aufgefunden, und der"Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland" hat die Aufgabe übernommen, das Werk aus Anlass des 90. Todestages von Pastor Kufeld herauszugeben. Damit wird dem Historiker unbekanntes Material und den interessierten Wolgadeutschen Einblick in die Vergangenheit ihrer Vorfahren geboten.

Der Autor schildert nicht nur Lebensweise, Sitten und Gebräuche, Arbeitsweise, Familienleben, Schulwesen und Kirchen, sondern auch das Wirken der Obrigkeit. Er geht tiefer, hält seinen Mitmenschen einen Spiegel vor, in dem er ihnen schonungslos offenlegt, was in der Vergangenheit falsch gemacht wurde, zeigte aber auch Wege auf, wie man auf allen Gebieten Verbesserungen hätte erreichen können. Als Grundübel prangert er neben dem mangelhaften Schulsystem das russische Agrar bzw. Mirsystem an, bei dem jeder Familie Land nach der Anzahl ihrer männlichen Mitglieder zugewiesen wurde. Die Folgen beschreibt Kufeld so:

"... Durch das hier herrschende Seelensystem ... bleiben selbst die verheirateten Söhne im Haus. ... Es gibt Baurnwohnungen, wo in 2-3 Zimmern bis zu 7 Himmelbetten nebeneinander stehen und die zahlreichen Kinder in der Nacht in Kisten und Kästen untergebracht werden." Drastisch beschreibt er die Lebensweise der Kolonisten. Ein Beispiel: "... Unsauberkeit in den Wohnungen gilt bei den Kolonisten als große Schande. Der Kolonist ist wohl auf sehr reine Leibwäsche bedacht, hat aber eine merkwürdige Furcht vor dem Wasser. ... Beim Baden im Fluß sind es wohl die jüngeren Elemente, die älteren Leute halten dies für einen unnützen Luxus und meinen, es sei dem Fleische genug gefrönt, wenn der sündhafte Leib wenigstens ein mal im Jahr zu Hause abgewaschen wird."

Bedrückend und fast nicht zu glauben, sind Kufelds Ausführungen in dem Kapitel "Die Stellung der Frau in den Wolgakolonien“. Für uns heutige Menschen unvorstellbar. Und erst die Schulen! Dass nicht selten ein Lehrer zusammen mit einem Gehilfen 500 bis 1.000 Schüler zu unterrichten hatte, war bekannt. Die Gründe hierfür stellt Pastor Kufeld auf unnachahmliche Weise heraus und schont dabei auch die Kirche nicht. Aus Büchern anderer Autoren zitiert er reichlich überzogene Angriffe gegen die Kirche, verteidigt diese aber vehement gegen falsche Anschuldigungen. Das Verfassen des katholischen Teil des Buches überließ Kufeld seinem Kollegen Pastor Konrad Keller. Deutlich greift Kufeld die Beamtenschaft an, besonders die russische, aber auch die deutsche des Kolonisten-Kontors. Teilweise aus eigenem Erleben schildert er deren Methoden der Bereicherung etwa bei den an der Wolga häufig vorkommenden Prozessen: "...die Taktik war, daß man denjenigen der Parteien als Sieger hervorgehen ließ, der am meisten zahlte, und nahm keinen Anstand, die Siegerpalme abwechselnd der einen und der anderen Partei zu schicken, je nachdem wie sie ihre Zahlungen zwischenzeitlich erhöhten." So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Kufeld die sittlichen Verhältnisse in den Kolonien anprangerte. Als einen der Gründe führte er an: "Mit zunehmendem Wohlstand ist immer ein sittlicher Verfall verbunden." Trotz aller beschriebenen Unzulänglichkeiten endet das Buch von Kufeld versöhnlich.
Neugierig geworden?

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Ulrich Mertens: "Handbuch Russland-Deutsche"

 

 

 

 

 

Mit Ortsverzeichnis ehemaliger Siedlungsgebiete,
auf 562 Seiten und zwei farbigen Landkarten.

Ein junger Sachkenner (33), Sozialbearbeiter und Freund der Russlanddeutschen schrieb dieses Lexikon aus dringendem Bedürfnis als Hilfsmittel für die tägliche Praxis bei der Eingliederungsbetreuung der Spätaussiedler nieder.Es ist ein umfangreiches Kompendium der deutsch-russischen und russlanddeutschen Geschichte mit einem Wohnortsverzeichnis, das ca. 3.000 Ortsnamen der ehemaligen Siedlungsgebiete enthält. Dem geschichtsbewussten Leser ein liegt Nachschlagewerk über russland-deutsche und deutsch-russische vor, das die Ereignisse im Kontext der gesamteuropäischen Historie erläutert.
Das Buch mit nützlichen Adressen und Angaben und zwei Landkarten ausgestattet ist.

Der HFDR hat dieses Handbuch im Mai 2001 herausgegeben und wird es auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.

Inhaltsverzeichnis
Vom Herausgeber 4
Der Autor 5
Einleitung 8
1. Erklärungen 9
1.1 Struktur Ortsverzeichnis 9
1.2 Schreibweise 10
1.3 Abkürzungen 11
2. Adressen 12
2.1 Archive 12
2.2 Beratung 13
2.3 Religion 14
2.4 Sonstiges 15
3. Deportation und Umsiedelung 16
3.1 Deportation 16
3.1.1 Erster Weltkrieg 16
3.1.2 Zweiter Weltkrieg 16
3.2 Umsiedelung 18
3.2.1 Umsiedelung chronologisch 18
3.2.2 Umsiedelung geographisch 19
3.3 Reichskommisariat Ukraine (RKU) 21
3.4 Transnistrien 22
3.5 "Reichsgau Wartheland" 22
4. Maßeinheiten 23
5. Staaten 26

 

6. Diverses 36
6.1 Kyrillisch 36
6.2 Aufnahmeverfahren nach dem BVFG 37
6.2.1 Aktenzeichen 37
6.2.2 Adressen 37
6.2.3 Verfahrensablauf 38
6.3 Die Partei 39
6.3.1 Die Parteitage 39
6.3.2 Parteiführer 40
6.3.3 Parteigeschichte 40
6.4 Ökonomie/Jahrespläne 41
6.5 Martyrologium 42
6.6 Vornamen 44
7. Umbenennungen 45
8. Zeittafel 72
8.1 Personen 72
8.1.1 Staatsoberhäupter 72
8.1.2 Regierungschefs 74
8.1.3 Botschafter 75
8.2 Kriege 78
8.3 Allgemeine Daten 84
8.4 Zeittafel-Register 136
9. Geheimdienst und -polizei 156
10. Publikationen 165
11. Organisationen 189
12. Orte 200
12.1 Gebiete 200
12.2 Orte 210
13. Quellen 557

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Viktor Bruhl: "Die Deutschen in Sibirien",   Band 1/2003

 

 

 

 

 

Eine hundertjährige Geschichte von der Ansiedelung bis zur Auswanderung.
auf 556 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Herausgebers

9

Vorwort des Gutachters 12
Einleitung und Danksagung des Autors 18

Kapitel 1.
Aus der Geschichte der deutschen Einwanderung nach Russland und die Entstehung der „deutschen Frage"
1.1. Die „Deutsche Frage“ in Russland in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhundert
1.2. Deutsche in Russland um die Jahrhundertwende
1.3. Die konfessionelle Einteilung der Deutschen und die Besonderheiten der Mennoniten
1.4. Deutsche Wissenschaftler und Fachleute in Sibirien


27
34
39
43
46
Kapitel 2.
Migration deutscher Siedler nach Sibirien und das Leben vor der Revolution 1917

2.1. Voraussetzungen und Ursachen der Umsiedlung
2.2. Gründung der ersten deutschen Kolonien
2.3. Das Verhalten des Staates gegenüber der deutschen Umsiedlung nach Sibirien bis 1905
2.4. Beziehungen der deutschen Übersiedler zur Nachbarbevölkerung
2.5. Massenhafte Umsiedlung der Deutschen nach Sibirien in der Zeit der stolypinschen Reformen
2.6. Die Lösung der Landfrage und der Bodennutzung durch die Deutschen
2.7. Ansiedlungen auf Privatland. Die Deutschen und das Unternehmertum
2.8. Zur Entstehung der „deutschen Frage“ in Sibirien
2.9. Der Einfluss der besonderen deutschen Lebensart auf die wirtschaftliche Entwicklung
2.10. Die Verschärfung der Lage der deutschen Bevölkerung in den Jahren des I. Weltkrieges
2.11. Beziehungen zwischen der deutschen und der benachbarten Bevölkerung
2.12. Schule und Kirche

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61
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72
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106
113
115
Kapitel3
Die Sibiriendeutschen im ersten Jahrzehnt der Sowjetmacht
3.1. Die Jahre der Revolutionen und des Bürgerkrieges
3.2. Der Übergang zum friedlichen Leben
        A. Aufbau von Strukturen zur Arbeit mit den nationalen Minderheiten
        B. Die deutsche Kommune in Ulala
        C. Der Zwischenfall in Novopolskoje
        D. Der wirtschaftliche Zustand der deutschen Siedlungen in den Jahren 1920 – 1927
        E. Die Landfrage
3.3. Parteidirektiven zur Gründung von administrativ-nationalen Bildungen
        A. Gab es im deutschen Dorf in Sibirien eine soziale Basis für sozialistische Umgestaltung
        B. Die Einrichtung von Dorfsowjets
3.4. Die Entstehung des Deutschen nationalen Rayons
3.5. Wiederaufbau und Entwicklung des deutschen Dorfes in den Jahren 1925 – 1928
3.6. Sibirische Zweigstelle des Allrussischen Mennonitischen Landwirtschaftlichen Verbandes
3.7. Weitere Versuche, eine soziale Basis für sozialistische Umgestaltung im deutschen Dorf zu schaffen
3.8. Gründung von Kolchosen und der Übergang zu Sondermaßnahmen
        A. Die Gründung von Kollektivwirtschaften
        B. Stalins Reise nach Sibirien und der Übergang zu Sondermaßnahmen
3.9. Schule und Religion
3.10. Erstarkung der Emigrationsbewegung

131
131
137
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148
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162
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166
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177
189
193
213
223
223
227
238
274
Kapitel 4.
Zwangskollektivierung und die Folgen. Die Jahre 1929 – 1934

4.1. Die ersten Kollektivierungversuche der deutschen Bauernschaft Sibirien
4.2. Die Steigerung der massenhaften Emigrationsbewegung
4.3. Belagerung Moskaus von den Deutschen
4.4. Versuche der Liquidierung von Emigrationsstimmungen
4.5. Übergang zur durchgängiger Kollektivierung und Entkulakisierung
4.6. Emigrationsboom des Frühjahrs 1930
4.7. Aufstand in Halbstadt
4.8. Endgültige Liquidierung der Emigrationsbewegung und Vollendung der Kollektivierung
4.9. Deutsche Kolonien Sibiriens von 1932 bis erste Hälfte 1934
4.10. Migrations- und Emigrationsstimmungen der Deutschen in der Region
4.11. Weitere Stagnation des Bildungsniveaus der Deutschen

279
280
297
310
313
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353
359
374
389
391
   
Kapitel 5.
Deutsche Sibiriens zwischen zwei Diktaturen in den Jahren 1934 – 1940
5.1. Entfaltung des Kampfes gegen die „Hitlerhilfe“
5.2. Getreidebeschaffungskampagne von 1934 in Sibirien
5.3. Vom Kampf gegen die Pakete zum Kampf gegen die Deutschen, oder offener Übergang zur Verfolgung nach dem nationalen Merkmal
5.4. Strafverfolgungssache über „Die kontrrevolutionäre faschistische Organisation im Deutschen Rayon“
5.5. Fortführung der Zerstörung der deutschen Nationalschule Sibiriens
5.6. Der Deutsche Rayon in den Jahren 1935 – 1938
5.7. Sibiriendeutsche in den Jahren des „Großen Terrors“ 1937 – 1938
5.8. Vorläufige Ergebnisse der Repressalien gegen die Deutschen in Sibirien
5.9. Auflösung des Deutschen Rayons und der nationalen Dorfsowjets
5.10. Die Deutsche Bevölkerung der Region vor dem Krieg (1939 – 1940)
5.11. Die ersten deportierten Deutschen in der Region infolge des II. Weltkrieges


405

409
414
422

435
450
457
467
499
517
521
523

Biographische Angaben
Zusammenfassung
Anlagen
Dokumente
Archivquellen
525
529
535
535
544

 

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Viktor Bruhl: "Die Deutschen in Sibirien",   Band 2/2003

 

 

 

 

 

Eine hundertjährige Geschichte von der Ansiedelung bis zur Auswanderung.
auf 544 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis
Einleitung zum 2. Band

9

Kapitel 1.
Aufnahme und Ansiedlung der deportierten Deutschen in Sibirien, ihre wirtschaftliche Verwendung in den Jahren 1941-1942
1.1. Zur Problemstellung der Deportation
1.2. Was ging den Massendeportationen der Deutschen voraus?
1.3. Normative Basis der Deutschen, die in den Jahren 1941–1945 deportiert werden sollten
1.4. Die Lage der ortsansässigen Deutschen Sibiriens in den ersten Kriegswochen
1.5. Aufnahme und Unterbringung der Deportierten
1.6. Die Rechtslage der umgesiedelten Deutschen
1.7. Agenturaufklärungsarbeit unter den Deutschen in Sibirien
1.8. Das Verhalten gegenüber den deportierten Deutschen und der Beziehungen zwischen deutscher und örtlicher Bevölkerung
1.9. Wirtschaftliche Verwendung der ortsansässigen und umgesiedelten Deutschen
1.10. Beteiligung an der gesellschaftlichen Arbeit und die Einstellung zu den durchgeführten Maßnahmen
1.11. Die wiederholte Deportation
1.12. Mobilisierung für die Arbeitsarmee
1.13. Die Rechtslage der mobilisierten Deutschen
1.14. Reaktion auf die Mobilisierungen für die Arbeitsarmee
1.15. Arbeits- und Lebensverhältnisse in den Arbeitskolonnen
1.16. Agenturaufklärungsnetz unter den mobilisierten Deutschen
1.17. Das Problem der Weiterbildung


11

11
14
22
24
28
48
53
59

64
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70
78
88
95
98
100
102
Kapitel 2.
Deutsche in Sibirien zwischen 1943 und Mitte 1945
2.1. Veränderungen in der Rechtslage
2.2. Das Problem der Vermögenskompensation
2.3. Weitere Mobilisierungen der Deutschen für die Arbeitskolonnen
2.4. Deutsche in der Fischereiindustrie
2.5. Arbeits- und Lebensverhältnisse der mobilisierten Deutschen in Sibirien
2.6. Die Lage der ortsansässigen und deportierten Deutschen, die nicht für die Arbeitskolonnen mobilisiert waren
2.7. Deutsche in den Kohlengruben des Kuzbass
2.8. Die Sache von D. Wagner
2.9. Auflösung der deutschen Kolchosen im Gebiet Novosibirsk
2.10. Demographische Veränderungen unter den Deutschen in Sibirien in den Jahren des Krieges

105
105
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113
115
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125

129
140
142
149
Kapitel3
Unerfüllte Hoffnungen (1945–1949)
3.1. Ansiedlung der repatriierten Deutschen in Sibirien
3.2. Alters- und Geschlechtsstruktur, Parteibestand der Sondersiedler
3.3. Veränderungen in der Rechtsstellung
3.4. Schmälerung der Verfassungsrechte der Deutschen
3.5. Das Problem der Vermögenskompensation
3.6. Wohn-, Lebens- und materielle Verhältnisse der Deutschen
3.7. Die wirtschaftliche Verwendung der deutschen Sondersiedler
3.8. Deutsche im Kuzbass
3.9. Familienzusammenführung
3.10. Die Lage mit der Bildung und Ausübung konfessioneller Bräuche
3.11. Agentur-Aufklärungsarbeit unter den Deutschen
3.12. Durchführung des Erlasses vom 26. November 1948
3.13. Demografische Situation

153
153
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169
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187
189
196
213
Kapitel 4.
Das Leben in der Sondersiedlung in den Jahren 1950 - 1955
4.1. Verschärfung des Aufsichtsregimes in den Sondersiedlungsorten, politische Stimmungen unter den deutschen Ausgesiedelten
4.2. Familienzusammenführung und demografische Veränderungen
4.3. Wohn-, Lebens- und materielle Verhältnisse, Wirtschaftliche Verwendungder Deutschen
4.4. Das Problem der Verwendung von Fachleuten und Schmälerung der Rechte der deutschen Sondersiedler
4.5. Das religiöse Leben
4.6. Voraussetzungen und Erörterungsverlauf zur Aufhebung des Son-dersiedlungsregimes
4.7. Schritte zur Liberalisierung der Lage der Sondersiedler
4.8. Maßnahmen zur Rückkehr der Sondersiedler zur Normalität
4.9. Bildungsmöglichkeiten für deutsche Sondersiedler
4.10. Entlassung der Deutschen aus der Sondersiedlung


217
217

224
227
230

234
235
244
248
253
256

   
Kapitel 5.
Von der Befreiung von der Sonderansiedlung bis zur formellen Rehabilitierung (1955 - 1965)
5.1. Aufhebung der Sondererfassung und Befreiung von der administrativen Überwachung durch die MVD-Organe
5.2. Die Rechtslage der Deutschen nach dem Erlass vom 13.12.1955
5.3. Maßnahmen zur Sässhaftmachung der Deutschen in den Orten der ehemaligen Sonderansiedlung geblieben
5.4. Gründung und Schließung der Zeitung „Die Arbeit“ (Trud)
5.5. Deutsche Zeitungen und Heranziehen der deutschen Intelligenz an die Arbeit mit deutscher Bevölkerung
5.6. Das Problem vollständiger und territorialer Rehabilitierung der Deutschen
5.7. Probleme der National- und Allgemeinschulbildung und der Bewahrung der Kultur
5.8. Familienzusammenführung und Zuwachs der Emigrationsstimmungen
5.9. Selbstidentifizierungsproblem der Deutschen
5.10. Religiöses Leben
5.11. Migrationsprozesse
5.12. Vertretung der Deutschen in den Partei-, Sowjet- und Komsomolorganen sowie auf führenden Posten
5.13. Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 29.8.1964


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259

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297
300
315
321
325

Kapitel 6.
Von formeller Rehabilitation bis zur Perestrojka (1965-1985)

6.1. Wirtschaftliche Lage
6.2. Urbanisierung und zwischenrepublikanische Migrationsprozesse
6.3. Beteiligung an der Autonomiebewegung
6.4. Zuwachs der Emigrationsstimmungen und Versuche der Machthaber die Spannungen unter den Deutschen aufzuheben
6.5. Vertretung der Deutschen in den Machtorganen
6.6. Religiöses Leben
6.7. Fragen der Bildung und Selbstidentifikation
6.8. Bewertung der Lage der Deutschen im Jahre 1985 durch das ZK der KpdSU

329
329
331
340
344

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362
368
377
Kapitel 7.
Scheitern der letzten Hoffnungen und Massenexodus der Deutschen aus Sibirien

7.1. Perestrojka und Ausgangsposition der Deutschen
7.2. Lage der gläubigen Deutschen
7.3. Erweiterung der Vertretung von Deutschen in den Partei-, Sowjet-, Komsomol- und Wirtschaftsorganen
7.4. Demographische und Assimilierungsprozesse
7.5. Bildungs- und Berufsbildungsstruktur der deutschen Bevölkerung
7.6. Das Problem der Selbstidentifizierung der Deutschen
7.7. Voraussetzungen für die letzte Etappe der Autonomiebewegung und die Teilnahme der Sibiriendeutschen daran
7.8 Emigrationszuwachs
7.9. Ideen über Schaffung von Autonomie in Sibirien und in der Altajregion
7.10. Von der Idee der deutschen Autonomie bis zur Wiederherstellung des Deutschen Rayons Halbstadt in der Altajregion
7.11. Schaffung des deutschen Rayon Azovo
7.12. Derzeitiger Zustand der Rayons Azovo und Halbstadt
          Rayon Halbstadt
          Rayon Azovo
7.13. Zur Frage über die Anzahl der Deutschen in Sibirien
7.14. Rechtliche Lage der Russlandeutschen zum Anfang des XXI. Jahrhunderts
7.15. Aus persönlichen Beobachtungen des Autors

381
381
384 388
391
395
401
409

421
428
430

443
450
451
461
469
476
478
Zusammenfassung
Zeittafel
Glossar und Abkürzungen
Anhang 2
Verwendete Quellen und Literatur
HFDR-Veröffntlichungen
499
503
505
506
523
541

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Anton Bosch (Hrsg.): "Almanach 2000/2001."

 

 

 

 

 

Auf 501 Seiten und mit
zwei farbigen Landkarten.

Die Mitglieder des "Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V." stellen in dieser Ausgabe ihre Forschungsergebnisse vor, in denen sie sich mit der Geschichte von der Anfangszeit der deutschen Siedlungen in Russland bis in die neuere Zeit der Repressalien im Sowjetsystem auseinandersetzen. 10 Historiker bringen ihre Beiträge auf den Prüfstand der Leserschaft und präsentieren diese als ihre symbolischen Visitenkarten.

Nachfolgend ein Absatz aus dem Vorwort:

"...Jeder Autor hat sich redlich bemüht, nach eigenen Erfahrungen und mit eigenem Verständnis subjektiv die geschichtlichen Ereignisse zu analysieren und zu deuten. Dies geben nicht die Vorgaben des HFDR, sondern die Standpunkte der Autoren wieder. Gerade die Vielfalt von Meinungen kann eine Annäherung an die Geschichte der Russland-Deutschen bewirken, dem interessierten Leser die Kultur und Geschichte der Russland-Deutschen etwas näher bringen, um das Interesse für sein Thema zu wecken und mehr Verständnis für die Aussiedler zu gewinnen. Hier wird nicht die „große" Geschichte gezeichnet, sondern viele kleine Geschichten, wie sie sich in der Stadt, im Dorf, in der Familie, bei einzelnen einfachen Menschen abgespielt hat. Und nicht zuletzt stellt der Verein das Thema „Erinnerungen" in dieser Ausgabe vor, weil sie der Forschung Bausteine liefern und den Betroffenen ihre Identität stärken..."

Der HFDR hat dieses Handbuch im Mai 2001 herausgegeben und wird es auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Anton Bosch 10
Aloysius Kappes - Biographie eines Zeitzeuge von der Wolga. 12
Leopold Gross 195
Die deutsche Kolonie Sudak, Einzelschicksale der Einwohner und Verwandten. 196
Gerhard Walter 234
Blick in die Vergangenheit 235
Eine Glocke für Schiller. "Friede sei ihr erst Geläute". 248
Irma Horst 255
Vogelfrei in die Sklaverei. 256
Edgar Reitenbach 282
Auswanderung von Deutschland in den Kaukasus im 19. Jh.
Gründe und einige Folgen.
283
Hilda Riss 315
Entzug der Wahlberechtigung. 316

Hans-Horst Dieter

345
Vergleichende Geschichte der deutschen und der jüdischen Minderheiten in (und aus) Rußland- dem "Demozidland" Nummer eins des 20. Jh." (Auszug aus der chronologisierten Textsammlung). 346
Heinrich Hildebrandt 394
Ein Tatsachenbericht von der ersten sowjetischen Atombaustelle und den Goldgruben der Kolyma am Kältepol der Erde (Selbstbiographie). 395
Katharina Ochs 430
Die Deutsche Kolonien in Abchasien/Kaukasus. Auch in Abchasien lebten einmal Deutsche. 431
Jakob Schmidt 466
Ein ganzes Jahrhundert lebendiger Geschichte. Der ehemalige Bürgermeister von Neu-Karlsruhe bei Odessa erzählt Geschichte. 467

Buchbesprechung

497

Der HFDR hat auch dieses Jahrbuch im Mai 2001 herausgebracht und wird es ebenfalls auf der Leipziger Buchmesse Ende Februar 2002 präsentieren.

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Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 2/2002

 

 

 

 

 

Mit Beiträgen aus den 1920er und 30er Jahren,
auf 454 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis
Vorwort

7

Mikola Schitjuk
Verfolgungen der Deutschen durch den Totalitarismus im Süden der Ukraine
11
Galina Malinowa
Das Deutsche Pädinstitut in Odessa: Menschen und Schicksale
29
Jurij Sajzew
Terrormaßnahmen in der Südukraine
81
Anton Bosch
Die Bauernopfer von Kandel und anderen deutschen Dörfern bei Odessa im März 1930

95

 

Anton Bosch
Auflösung der deutschen katholischen Kirche in der Sowjetunion und ihr letzter Bischof Alexander Frison
171
Hilda Riss
Enteignete deutsche „Sondersiedler“ auf der Krim
207
Richard Morlang
Das Schulwesen in den 1930er Jahren an der Wolga
325
Peter Dettling
Der Frauenaufstand von Elsaß bei Odessa vom 2. bis 4. März 1930
335
   
Erinnerungen: 340
Pia Fix 341
Friedrich Österle 411
Olinda Jurtschuk 443
Ein Brief aus dem GULag 450
   
HFDR-Veröffentlichungen 454

 

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Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 3/2003

 

 

 

 

 

Mit Beiträgen über Aussiedelung und Auswanderung,
auf 430 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis
Vorwort zur Gesamtausgabe

7

Die deutschen Kolonien im Kutschurganer Gebiet
(Auszug aus dem Volkskalender von 1909, Odessa)
11
Gerhard Walter
Kirchenorgeln für Russland
Lebendige Ahnen
39
40
59
Waldemar Schmid
Die Geschichte der Deutschen Kasachstans (1920-1930)
Vorwort
1. Forschungsbegründung
2. Ansiedlung der deutschen Bevölkerung in Kasachstan
3. Die bolschewistische Machtergreifung
4. Die russische Hungerkatastrophe der Jahre 1921-1922
5. Deutsche Landkreise (Rayons)
6. Die deutsche Presse über das Problem der Russlanddeutschen 1929-1935
7. Die Massenflucht der russlanddeutschen Bauern aus der Sowjetunion.
8. Die Kollektivierung der Landwirtschaft und die deutschen Bauern in Kasachstan (1928 – 1934)
9. Deutsche Schulen in Kasachstan (1928-1938)
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
Abkürzungen
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300
301
308
Alexander Schmal
Meine Erinnerungen
313
314
Satzung. „Historischer Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V.“ 419

 

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Anton Bosch (Hrsg.): "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 4 Ausgabe 2004/2005

 

 

 

 

 

"Unter Monarchie und Diktatur"
auf 504 Seiten mit zwei farbigen Landkarten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis
Vorwort

7

Ergebnisse aus Geschichtsforschungen
Anton Bosch

• Zwei Nürnberger Neptunbrunnen machen europäische Geschichte (1649-1997)
• Baroness von Krüdener, die “Heilige Allianz” und Übersiedlung der Deutschen in den Kaukasus
Grigorij Hansburg
• Die Dichterin Elisabeth Kuhlmann (1808-1824)
Josef Aloisius Kessler
• Reiseerlebnisse des Bischofs von Saratow-Tiraspol (1862-1933)
Waldemar Schmidt
• Ansiedlungsversuch der Russlanddeutschen in Deutsch-Ostafrika, 1906-1913
Natalija Rubljowa
• Der letzte Pater der Diözese Tiraspol: Michael Köhler (1897-1983)
Viktor Diesendorf und Johannes Herber
• Katharinenstadt-Baronsk-Jekaterinograd-Marxstadt-Marx:
Das Schicksal der größten deutschen Kolonie an der Wolga
Viktor Bruhl
• Die Deutschen der UdSSR und Sibiriens zwischen zwei Diktaturen (1934 – 1955)
Viktor Krieger
• Herausbildung nationaler Kader in Kasachstan und in der Republik der Wolgadeutschen (1920-1930): Gemeinsames und Besonderes.
Hilda Riss
• Zwei russlanddeutsche Gelehrte von der Krim: Peter Köppen und Leopold Gross
Maria Savoskul
• Die Russland-Deutschen in Deutschland:
Integration und ihre verschiedenartigen ethnischen Selbstidentifikationen (Ergebnisse einer Feldforschung über Eingliederung der Russland-Deutschen im Raum Nürnberg-Erlangen)

Tatsachenberichte
Walter Hornbacher
• Auszug aus der Heimat. Ein miterlebter Tatsachenbericht, verfasst und niedergeschrieben vom
Autor über die Evakuierung der „Volksdeutschen“ aus dem Schwarzmeergebiet
der Ukraine nach Deutschland im Frühjahr 1944
Kurt Reinelt
• Lebenserzählung von „Tante“ Emma Wetsch
Ludmilla Oldenburger
• Aus meiner Biographie +
Albert Fütterer
• Zwei Weihnachten in zwei Gefangenschaften
• Ein offener Brief an eine Stuttgarter Zeitung


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Anton Bosch, Anton Bertsch, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 5, Ausgabe 2006

 

 

 

 

 

„Trauerbuch Odessa“
Stalins Staatsterror an den Deutschen in den Gebieten von Odessa und Nikolajew/Ukraine 1928-1953

Erschienen 2006, 274 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Kurzbiographien der Autoren

Vom Aufbau des Sozialismus zur Liquidierung der "fünften Kolonne"

Großliebentaler Kolonistenbezirk, DNR "Spartakus"
Großliebental (Welikodolinskoje)
Alexanderhilf (Dobroalexandrowka)
Kleinliebental (Malodolinskoje)
Neuburg (Nowogradowka)
Josefstal (Sergejewka)
Peterstal (Petrodolinskoje)
Mariental Georgijewka)
Franzfeld (Nadlimanskoje)
Freudental (Nikolajewskoje)
Lustdorf (Tschernomorka)
Güldendorf (Krasnoselka)
Karlstal (Nikolajewskoje)

Glückstaler und Hoffnungstaler Kolonistendörfer
Hoffnungstal (Zebrikowo)
Hoffnungsfeld (Torosowo)
Neu-Berlin (Worobjewo)
Glückstal bei Grigoriopol (Glinnoje)
Neudorf (Karmanowo)
Bergdorf (Kolosowo)
Kassel (Welikokomarowka)
Friedental (Trechgrady)
Kleinbergdorf (Malaja Kolosowka)

Kutschurganer Kolonistenbezirk, DNR "Friedrich-Engels"
Selz als selbständige Gemeinde (Limanskoje)
Kandel (Limanskoje)
Straßburg (Kutschurgan)
Baden (Kutschurgan)
Mannheim (Kamenka)
Elsass (Schtscherbanka)
Bischofsfeld (Kornejewka)
Deutsch - Ponjatowka
Sturpelz (Stepanowka)
Friedenheim (Wygoga)
Einwohner- und Gesamtopferzahlen im Kutschurganer
Kolonistenbezirk (Tabelle)
Gesamtopferzahlen der Dörfer, Rayonzentren
und der Stadt Odessa (Tabelle)

Beresaner Kolonistenbezirk, DNR "Karl-Liebknecht"),
(Nikolajew)

Landau (Schirokolanowka)
Karlsruhe (Kalestrowo)
Blumenfeld (Anatoljewka)
Halbstadt/Goldstadt (Petrowka)
Johannestal (Sergejewka)
München (Maloje Poretschje)
Rastadt (Bolschoje Poretschje)
Rohrbach (Nowo-Swetlowka)
Speyer (Pestschanyj Brod)
Sulz (Malaschewskoje)
Waterloo (Stepowoje)
Worms (Winogradnoje)
Katharinental (Katerinowka)
Johannesfeld (Nowo-Ljubowka)
Einwohnerzahl und Opfer im Beresaner
Kolonistenbezirk (Gesamttabelle)

Stadt Nikolajew

Namenliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus Datenbank-Odessa (6.736 Personen)
Auszug aus Datenbank-Nikolajew (1.842 Personen)
Namensliste Gebiet Cherson (161 Personen)

Quellenangaben
Bücher
Zeitungen
Archivunterlagen

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Anton Bosch, Anton Bertsch, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 6, Ausgabe 2007

 

 

 

 

 

"Trauerbuch Odessa – 2"

Stalins Staatsterror an den Deutschen in den Gebieten Odessa, Nikolajew und Cherson/Ukraine 1928-1953
Erschienen 2006, 276 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort-2
Vorwort-1

Kurzbiographien der Autoren

Vom Aufbau des Sozialismus zur Liquidierung der
"fünften Kolonne“

Großliebentaler Kolonistenbezirk, DNR "Spartakus"
Großliebental (Welikodolinskoje)
Alexanderhilf (Dobroalexandrowka)
Kleinliebental (Malodolinskoje)
Neuburg (Nowogradowka)
Josefstal (Sergejewka)
Peterstal (Petrodolinskoje)
Mariental (Georgijewka)
Franzfeld (Nadlimanskoje)
Freudental (Nikolajewskoje)
Lustdorf (Tschernomorka)
Güldendorf (Krasnoselka)
Karlstal (Nikolajewskoje)

Glückstaler und Hoffnungstaler Kolonistendörfer
Hoffnungstal (Zebrikowo)
Hoffnungsfeld (Torosowo)
Neu-Berlin (Worobjewo)
Glückstal bei Grigoriopol (Glinnoje)
Neudorf (Karmanowo)
Bergdorf (Kolosowo)
Kassel (Welikokomarowka)
Friedental (Trechgrady)
Kleinbergdorf (Malaja Kolosowka)

Kutschurganer Kolonistenbezirk, DNR "Friedrich-Engels"
Selz als selbständige Gemeinde (Limanskoje)
Kandel (Limanskoje)
Straßburg (Kutschurgan)
Baden (Kutschurgan)
Mannheim (Kamenka)
Elsass (Schtscherbanka)
Bischofsfeld (Kornejewka)
Deutsch - Ponjatowka
Sturpelz (Stepanowka)
Friedenheim (Wygoga)
Einwohner- und Gesamtopferzahlen im Kutschurganer
Kolonistenbezirk (Tabelle)
Gesamtopferzahlen der Dörfer, Rayonzentren
und der Stadt Odessa (Tabelle)

Beresaner Kolonistenbezirk, DNR "Karl-Liebknecht",
(Nikolajew)

Landau (Schirokolanowka)
Karlsruhe (Kalestrowo)
Blumenfeld (Anatoljewka)
Halbstadt/Goldstadt (Petrowka)
Johannestal (Sergejewka)
München (Maloje Poretschje)
Rastadt (Bolschoje Poretschje)
Rohrbach (Nowo-Swetlowka)
Speyer (Pestschanyj Brod)
Sulz (Malaschewskoje)
Waterloo (Stepowoje)
Worms (Winogradnoje)
Katharinental (Ekaterinowka)
Johannesfeld (Nowo-Ljubowka)
Einwohnerzahl und Opfer im Beresaner
Kolonistenbezirk (Gesamttabelle)

Stadt Nikolajew

Namenliste von Opfern des staatlichen Terrors
Auszug aus Datenbank-Odessa (7.171 Personen)
Auszug aus Datenbank-Nikolajew (1.945 Personen)
Namensliste Gebiet Cherson (1.130 Personen)

Forschungsquellen
Bücher
Zeitungen
Archivunterlagen

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Viktor Bruhl, Michael Wanner: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 7, November 2009

 

 

 

 

 

"Gedenkbuch Altai und Omsk"

Staatsterror an den Deutschen in den Regionen Altai und Omsk 1919-1953
Erschienen 2009, 299 Seiten, bebildert, mit Tabellen und Karten.

 

Der siebte Band der Reihe Russland-Deutsche Geschichte (erschienen 2009) des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland behandelt den Staatsterror an den Deutschen in den Regionen Altai und Omsk in den Jahren 1919-1953. Versehen mit zahlreichen Tabellen, Karten der Ansiedlung der Deutschen in den beiden Regionen, einer Dokumentensammlung und Namenslisten von Opfern des staatlichen Terrors befasst sich das Buch auf 300 Seiten (Format DINA 4) mit folgenden Schwerpunkten: Das Leben der deutschen Kolonisten in Sibirien vor 1917, die Zwangskollektivierung und ihre Folgen in den Jahren 19229-1933, die Deutschen in Sibirien in den Jahren des Politischen Terrors der Jahre 1937-1953.
"Wie Eine entscheidende Bedeutung bei der Arbeit an diesem Buch hatte die Frage: War das Schicksal der Russlanddeutschen etwas Besonderes oder haben sie dasselbe erlebt, was Russen und nationalen Minderheiten in der UdSSR auch widerfahren ist? Diese Frage ist in den letzten Jahren sowohl in öffentlichen Diskussionen als auch unter Wissenschaftlern sehr aktuell geworden. Eine eindeutige Antwort steht noch aus", schreibt der Autor Dr. Viktor Bruhl im Vorwort zum Buch. Russlanddeutsche hatten schon im zaristischen Russland Schwierigkeiten, die überwiegend durch Spannungen in den deutsch-russischen Beziehungen ausgelöst wurden. Es gab aber auch andere Gründe, darunter die Tatsache, dass Russlanddeutsche nicht bereit waren, sich zu assimilieren (russifizieren). Sie wollten ihre nationale, religiöse und wirtschaftlich-kulturelle Lebensart nicht aufgeben, sondern pflegten und entwickelten sie weiter.
Auch die kommunistischen Machthaber waren nicht bereit, die Sonderrolle der Deutschen zu tolerieren. Sowohl im zaristischen Russland als auch zur Sowjetzeit waren die Besonderheiten im Verhältnis der Machthaber gegenüber den Russlanddeutschen offensichtlich. Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wurden die nationalen Merkmale zum wichtigsten Bestandteil der Einstellung der Sowjetmacht gegenüber den Russlanddeutschen. Unter den Erwachsenen führte man Säuberungen und Repressalien durch, um die Deutschen einzuschüchtern und zur Unterwerfung zu zwingen. In den Jahren des großen Terrors 1937-1938 beschloss das Politbüro des ZK der VKP(b) zielgerichtete Maßnahmen gegen eine Reihe von Nationalitäten entsprechend deren nationalem Merkmal durchzuführen. Und auch hier waren Deutsche wieder am härtesten betroffen. Infolge des 2. Weltkrieges wurden Tausende und Abertausende Deutsche in die Region Altai und das Gebiet Omsk deportiert - als Personen deutscher Nationalität. Bemerkenswert ist, dass auch nach dem Krieg Russlanddeutsche als "Nationalitäten anderer Länder" ("Fremde") geführt wurden. Die Russlanddeutschen, die während des Krieges in Deutschland waren (repatriierte Deutsche), standen obendrein unter doppeltem Verdacht und stärkerer Überwachung.

1991 veröffentlichte die Menschenrechtsorganisation "Memorial" in der deutschsprachigen Moskauer Zeitung "Neues Leben" zum ersten Mal Listen mit den Namen russlanddeutscher Opfern unter Stalins Regime. Es handelte sich nur um einen Bruchteil aller repressierten Deutschen, und die Liste enthielt auch nur Familien- und Vornamen aus dem Gebiet Odessa. Nach dem Zerfall der UdSSR wurde der Zugang zu den Archiven der Ex-Sowjetunion etwas erleichtert. Viele Einzelpersonen versuchten bald, aus eigenen Kräften an die Akten ihrer Vorfahren heranzukommen. So auch Michael Wanner. Dabei lernte er Anton Bosch und Anton Bertsch kennen. Sie beschlossen die Opferlisten des "Memorial" zu erweitern und mit mehr Daten auszustatten. Der vor zehn Jahren gegründete "Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland e. V." (HFDR) war dafür die beste Plattform.
"Nach angestrengter Archivarbeit und guter Zusammenarbeit mit den Memorial-Gesellschaften von Odessa, Nikolajew und Cherson konnten wir das erste Kapitel unserer Arbeit beenden. 2006 kam das Trauerbuch Odessa mit 8739 Opfern aus den Gebieten Odessa, Nikolajew und Cherson heraus. Die erste Auflage von 500 Exemplaren war in sechs Monaten vergriffen. Der HFDR bekam viele Dankesbriefe. Zahlreiche Landsleute hatten in unserem Buch Daten über Urteile und den Tod ihrer Verwandten gefunden, die von früheren schriftlichen Angaben sowjetischer Behörden auf ihre Anfragen abwichen. Es kamen auch Briefe, in denen Betroffene den HFDR baten, ihre Verwandten im nächsten Opferbuch zu berücksichtigen. Dadurch sah sich unser Verein ermutigt, 2007 eine zweite Auflage mit insgesamt 10246 Personen zu veröffentlichen", schreibt Michael Wanner unter anderem in seinem Vorwort.
Erst 1989 gab das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR offiziell zu, dass die Deportation der Deutschen entsprechend dem Ukas vom 28. August 1941 gesetzeswidrig war. Zwei Jahre später wurden Russlanddeutsche endlich als Opfer politischer Repressalien rehabilitiert. Nach Schätzungen sowjetischer Menschenrechtler wurden durch den Terror zwischen der Oktoberrevolution 1917 und Stalins Tod 486.000 Deutsche in den Tod getrieben."Die Opferzahlen in den Regionen Altai und Omsk sind zweifellos viel höher, als wir sie in diesem Buch unseren Lesern vorlegen. Es ist auch bekannt, dass viele Verhaftete ohne Gerichtsverfahren und ordentliche Registrierung umgebracht wurden. Ein Teil der Akten wurde vom Geheimdienst beim Zerfall der Sowjetunion vernichtet. So bleibt das Schicksal vieler Opfer auch weiterhin unbekannt. Wir können aber nicht länger warten und wollen wenigstens den 5158 Opfern des Terrors in den Regionen Altai und Omsk eine letzte Ehre erweisen. Der amerikanische Präsident der Jahre 1981 bis 1989, Ronald Reagan, sagte: Die ganze Welt weiß alles über die Verbrechen der Deutschen, aber nichts über die Verbrechen an Deutschen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzurugen. Der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland sieht einen wichtigen Auftrag darin, die Geschichte unserer Volksgruppe an die Menschen der ganzen Welt und insbesondere an die kommenden Generationen der Russlanddeutschen weiterzugeben", so Michael Wanner.

Zu den Autoren:

Viktor Bruhl wurde 1960 in Tschernyschewka im Altai geboren, wohin seine Eltern im September 1941 aus dem Kanton Mariental / Wolga deportiert worden waren. Seit 1995 lebt er in Deutschland (seit 1996 in Göttingen). 1992 promovierte er mit einem Thema zur Sozialgeschichte und lehrte an der Altaier Technischen Universität Barnaul im Fach „Geschichte Russlands". Zur gleichen Zeit veröffentlichte er zahlreiche Artikel und Abhandlungen zur Geschichte der Russlanddeutschen, darunter die zweibändige Monographie "Nemcy v Zapadnoj Sibiri"(Die Deutschen in Westsibirien, 1995). Seitdem ist er mehrfach mit Vorträgen und Monographien zur Geschichte der Deutschen in Russland (UdSSR) auf internationalen Konferenzen aufgetreten. Im Jahre 2003 erschien beim HFDR sein zweibändiges Werk in deutscher Sprache "Die Deutschen in Sibirien". Dr. V. Bruhl ist Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission für die Deutschen in Russland und der GUS (Göttingen), der Internationalen Assoziation für Forschung der Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen (Moskau) und des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland (Nürnberg).

Michael Wanner wurde 1953 in Stepnjak (Kasachstan) geboren, in einer aus Landau (Gebiet Odessa) deportierten deutschen Bauernfamilie. Bis zur Ausreise nach Deutschland 1989 (wohnhaft in Regenstauf/Bayern) arbeitete er als Techniker-Mechaniker in einem Reparaturbetrieb. Geschichte war schon immer sein Lieblingsgebiet. Er erforschte den Stammbaum der Wanners über zehn Generationen und ging dabei insbesondere den Fragen nach, warum seine Ahnen vor 200 Jahren aus der Pfalz nach Südrussland zogen und wie seine nächsten Verwandten nach Kasachstan gelangten. Michael Wanner ist einer der Mitbegründer des "Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e. V." Neben der Erforschung der Geschichte seiner Vorfahren wandte sich der Forscher aus Passion in Zusammenarbeit mit Archiven und Forschungsstellen in Deutschland und in der GUS verstärkt dem Thema "Repressalien des stalinistischen Regimes" zu.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 1

Kurzbiographien der Autoren

Vorwort 2


Kapitel 1. Die deutschen Kolonien in Sibirien
                  vor der Revolution 1917

Kapitel 2. Die Umbruchsjare der Zwangskollektivierung
                  und die Folgen 1929 - 1933

Kapitel 3. Russlanddeutsche im Würgegriff der
                  Diktaturen Stalins und Hitlers, 1934 - 1936

Kapitel 4. Die Deutschen Altai und Omsk
                   in den Jahren des "Großen Terrors" 1937 - 1953

Anhang. Dokumentensammlung
                Chiffriertes Telegramm aus Moskau, ZK VKP (b)
                Nr.33 und 34 vom 5.11.1934 Nowosibirsk,
                Regionalkomitee der VKP(b) Westsibiriens

Namensliste von Opfern des staatlichen Terrors
                Auszug aus der Datenbank-Altai

Opferzahlen in Rayonzentrums und Dörfern des Gebietes Altai

Namensliste von Opfern des staatlichen Terrors
                Auszug aus der Datenbank-Omsk

Opferzahlen in Rayonzentrums und Dörfern des Gebietes Omsk

Schlusswort

Abkürzungen

HFDR.de - Veröffentlichungen

3

6

8


11


27


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114

188

206


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294

295

297


Bericht über das "Gedenkbuch Altai Omsk"



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Nina Paulsen : "Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen ",   Band 8, November 2010

 

 

 

 

 

"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschenr"

Erschienen 2010. Mit Begleit-CD
Im Mittelpunkt der weiterführenden Info-Broschüre (104 Seiten) steht das Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell. Das Hauptthema wird durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus Russland mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen ergänzt.

 

Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht das Abschiednehmen und die Begräbnistradition der katholischen Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion, insbesondere das Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell, die seit über 20 Jahren ihren verstorbenen Landsleuten das letzte Geleit gibt. Die herkömmlichen Beerdigungslieder und Gebete sind nicht nur in Schriftform in der Broschüre nachzulesen sondern auch von der Begleit-CD abzuhören. Erweitert wird dieses Thema durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus Russland - immer wieder mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen: im Russischen Zarenreich, in der späteren Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten und in Deutschland. Unter dem in der Historiographie anerkannten Begriff „Russlanddeutsche“ sind hier alle Deutsche aus der ehemaligen Sowjetunion zu verstehen. Da die Broschüre keine Forschungsarbeit ist, sondern eine Zusammenfassung von zahlreichen Quellen und Einblicken in das vielschichtige Thema, erhebt sie auch keinerlei Ansprüche auf Vollständigkeit der Darstellung der angekündigten Thematik. Dennoch will sie Wissenslücken schließen, Interesse und Verständnis für das „Anderssein“ der Russlanddeutschen wecken und eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Eine Auflistung von Quellen und weiterführender Literatur dient diesem Vorhaben. Angeregt wurde das Projekt von Schwester Anna Egger von der Seelsorge der Deutschen aus Russland (katholische Stadtkirche Nürnberg) und Lydia Pastarnak vom Haus der Heimat Nürnberg e.V., der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V. übernahm die Ausführung. „Im atheistischen Russland wurde im Haus des Verstorbenen bis zur Beerdigung die Trauerwache gehalten. In dieser Zeit wurden Kirchen- und Beerdigungslieder gesungen, die man aus Deutschland mit der Einwanderung mitgebracht hat. Diese Lieder sind heute in Deutschland nicht mehr bekannt und können mit dem Aussterben der älteren Generation der Russlanddeutschen verloren gehen. Dieser Lied- und Gebetsschatz ist ein Teil der alten deutschen Kultur und sollte den kommenden Generationen weitergegeben werden“, mit diesen Worten leitet Anna Egger (Missionarinnen Christi) die Gesänge und Gebete auf der CD ein. Von der Lebensweise und Traditionen der Russlanddeutschen war Schwester Anna bereits in den 90er Jahren fasziniert. Als sie Bischof Werth aus Westsibirien kennen lernte, der damals Hilfe und Helfer für den Aufbau der katholischen Gemeinden in Sibirien suchte, überlegte sie nicht lange. 1995 ging sie nach Sibirien - ohne kulturelles Wissen und ohne Erfahrung. Sie wirkte in Omsk am Aufbau der katholischen Kirche mit, kümmerte sich um die Sorgen und Nöte der Bevölkerung, insbesondere der Russlanddeutschen. Sie bereiste viele Regionen Sibiriens und sammelte einmalige Erfahrungen, die sich später in Deutschland als nützlich erwiesen. 2000 kam sie zurück nach Nürnberg und nahm sich vor allem der Russlanddeutschen in Langwasser an. Hier leistete sie viele Jahre Seelsorgearbeit für die katholischen Aussiedler in Nürnberg in der Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“, organisierte Begegnungen der Aussiedler mit der Gemeinde und katholische Gottesdienste in russischer Sprache. Im Haus der Heimat Nürnberg leitete sie Bibelstunden. Für diese „selbstlose Verkörperung der christlichen Nächstenliebe, Toleranz und interkulturelles Verständnis“ wurde sie vom Bundespräsidenten Horst Köhler mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vor ihrer Rückkehr in die Ordensgemeinschaft 2009 war es ihr noch ein Herzensanliegen, die Lieder und Gebete des Beerdigungsrituals, die in dieser Art in Deutschland nicht mehr bekannt sind, aufzuzeichnen und sie so vor dem Vergessen zu bewahren. Die Frauen und Männer der Gesangsgruppe stehen mit ihren Lebensgeschichten und ihrem gelebten Glauben stellvertretend für viele andere Landsleute, die auch in den schwierigsten Zeiten den Mut hatten, dem atheistischen System zu trotzen und unbeirrt am Glauben, an ihrer deutschen Muttersprache und am Erbe ihre Vorväter festzuhalten. Die Broschüre beginnt mit Inhalten, die sich mit Sterben und Abschiednehmen beschäftigen, wobei inzwischen an manchen Orten die andere Art der Russlanddeutschen zu trauern als Bereicherung erkannt worden ist. Und sie endet mit Gedenken und Erinnerung an die unzähligen russlanddeutschen Opfer, die unter der Willkürherrschaft in Russland und der Sowjetunion leiden und sterben mussten. In Erinnerung an diese Opfer, an ihr unermessliches Leid sind Gedenkstätten entstanden - als „Symbol der Sehnsucht nach der historischen Heimat unserer vielen Verwandten und Freunde, die unschuldig ihr Leben lassen mussten in der Ferne und jetzt im Geiste für immer vereinigt sind und in uns weiter leben“, um es mit den Worten des Künstlers Jakob Wedel zu beschreiben. Seine Plastik „Aus letzter Kraft“ verkörpert diesen fürchterlichen Opfergang der eigenen Volksgruppe und ist Teil des Mahnmals in Berlin.

Vortrag zur Präsentation der Broschüre
"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat – Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen" bei der Eröffnung der Aussiedlerkulturtage in Nürnberg am 18.06.2010

Kirche und Glaube als Anker in der Not – Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen
Von Nina Paulsen

"Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat. Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen", so heißt die Publikation, die auf Anregung der Schwester Anna Egger von der katholischen Stadtkirche und Lydia Pastarnak vom Haus der Heimat entstanden ist. Der Historische Forschungsverein der Deutschen aus Russland übernahm die Ausführung. Im Mittelpunkt der Info-Broschüre steht das Abschiednehmen und die Begräbnistradition der katholischen Russlanddeutschen, insbesondere das Beerdigungsritual der Nürnberger Gesangsgruppe mit Maria Schell, die seit über 20 Jahren ihren verstorbenen Landsleuten das letzte Geleit gibt. Die herkömmlichen Beerdigungslieder und Gebete sind nicht nur in Schriftform in der Broschüre nachzulesen sondern auch von der Begleit-CD abzuhören. Obwohl Russlanddeutsche vielerorts schon seit Jahrzehnten zu den kirchlichen Gemeinden gehören, stellen sie aufgrund ihrer anderen kulturellen und religiösen Erfahrungen nach wie vor eine Herausforderung für die kirchengemeindliche Arbeit dar. Und gerade die Beerdigungen sind ein Arbeitsfeld, in dem nahezu jeder Pfarrer und viele andere Menschen, die im Bestattungsbereich tätig sind, mit Russlanddeutschen in Kontakt geraten. Durch die Geschichte und Mentalität der Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion ergeben sich nicht selten Reibungs- und Konfliktpunkte, die für einheimische Nachbarn ungewohnt bzw. fremd sind. Das Wissen um die Geschichte und Mentalität der Russlanddeutschen kann das etwas andere Verhalten der Deutschen aus Russland nachvollziehbarer machen. Gerade dieser Herausforderung versucht auch die Broschüre gerecht zu werden. Das Hauptthema wird durch Hintergrundinformationen zur Geschichte der Deutschen aus Russland im Russischen Zarenreich, in der späteren Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten und in Deutschland ergänzt - immer wieder mit Schwerpunkt auf katholischen Russlanddeutschen. Die Deutschen im Russischen Zarenreich und der späteren Sowjetunion hielten Jahrhunderte lang an dem mitgebrachten protestantischen oder katholischen Glauben und den religiösen Bräuchen ihrer Vorfahren fest, viele auch dann, als es praktisch unmöglich war. Während die Russlanddeutschen mit ihrer deutschen Kulturtradition in eine fremde Umgebung eingebettet waren, bemühten sie sich Jahrzehnte lang unter anderem durch Abkapselung und eine viel intensivere Pflege des Glaubens und der deutschen Muttersprache ihre Identität zu erhalten. Obwohl die Zeiteinflüsse und politischen Eingriffe dieses Schutzverhalten der Russlanddeutschen weitgehend erschüttert hatten - vor allem im 20. Jahrhundert, kann man immer noch von einer weitgehenden Konservierung der herkömmlichen Kultur- und Glaubenstradition dort sprechen, wo sie sich trotz massivem Gegenwind erhalten hatte. Das Beerdigungsritual in dieser Broschüre gehört mit dazu. Die Lieder und Gebete, mit denen Maria Schell und ihre Gesangsgruppe die russlanddeutschen Landsleute verabschiedet, haben sie und die anderen von ihren Eltern und vor allem Großeltern gelernt, als die katholischen Priester unter den Sowjets ausgelöscht wurden. Zum aktuellen Gruppenbestand von Maria Schell gehören Monika Fix, Georg Götz, Maria Heberle, Katharina Heinz, Valentin Kress, Maria Messmer und Lydia Protzel. Für die Lebensgeschichten aller acht Russlanddeutschen ist kennzeichnend, dass sie meist in den deutschen Siedlungen des Schwarzmeergebiets in gläubigen Familien geboren und in katholischer Tradition aufgewachsen sind. Die meisten von ihnen haben als Kinder erlebt, wie die katholischen Priester aus ihren Geburtsorten verschwunden waren und die Kirchen zerstört oder zweckentfremdet wurden. Ab dann waren meist ihre Eltern und Großeltern diejenigen, die ihnen den katholischen Glauben ihrer Vorfahren vermittelten und eine mutige Glaubensstandhaftigkeit vorlebten. Alle gelangten 1943/44 im Zuge der administrativen Umsiedlung während des Rückzugs der deutschen Wehrmacht über Warthegau in Polen bis nach Deutschland und wurden 1945 zurückverschleppt, jedoch nicht in die Heimat, wie versprochen, sondern in die sibirische oder kasachische Verbannung. Manche durften dort heimlich noch das Glück erleben, einen lebendigen Pfarrer zu Gesicht zu bekommen, nachträglich getauft oder getraut zu werden bzw. die hl. Sakramente zu erhalten. Maria Schell lebt seit 1989 in Nürnberg. Schon in Russland und der Ukraine, wo sie zuletzt lebte, begleitete sie ihre verstorbenen Landsleute mit Gebeten und Gesängen bei Beerdigungen in den katholischen Familien. Kurz nach ihrer Einreise gründete sie eine Gruppe gleichaltriger Frauen, die immer öfter zu Beerdigungen mit russlanddeutschen katholischen Familien eingeladen wurde. Inzwischen sind die sechs Frauen und zwei Männer, zu verschiedenen Zeiten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gekommen, nicht selten bis zu 2-3mal pro Woche unterwegs, um ihre katholischen Landsleute zu beerdigen, 5-6mal pro Monat ist die Regel. Es kommt auch vor, dass sie zu den evangelischen Russlanddeutschen gerufen werden, weil der Verstorbene sich noch zu Lebzeiten wünschte, dass Maria Schell mit ihrer Gruppe bei der Beerdigung singt. Und das trotz der konfessionellen Unterschiede, auf die in russlanddeutschen Familien – historisch bedingt - viel mehr und länger Wert gelegt wurde, als hierzulande. Dazu sagt Maria Schell: „Das machen wir auch gern. Das ist dann wie ein letzter Heimatgruß für den Verstorbenen.“ Auch den katholischen Pfarrern ist die Gruppe mit Maria Schell gut bekannt, inzwischen wird man auf die Wünsche der Verstorbenen, die sie meist noch zu Lebzeiten äußern, oder auch der betroffenen Familie gern eingegangen. Und so ergänzen sich das traditionelle römisch-katholische Ritual und das Beerdigungsritual mit Gebeten und Gesängen, die die Russlanddeutschen noch von ihren Großeltern kennen, gegenseitig. „Im atheistischen Russland wurde im Haus des Verstorbenen bis zur Beerdigung die Trauerwache gehalten. In dieser Zeit wurden Kirchen- und Beerdigungslieder gesungen, die man aus Deutschland mit der Einwanderung mitgebracht hat. Diese Lieder sind heute in Deutschland nicht mehr bekannt und können mit dem Aussterben der älteren Generation der Russlanddeutschen verloren gehen. Dieser Lied- und Gebetsschatz ist ein Teil der alten deutschen Kultur und sollte den kommenden Generationen weitergegeben werden“, mit diesen Worten leitet Schwester Anna Egger die Gesänge und Gebete auf der Begleit-CD ein. Von der Lebensweise und Traditionen der Russlanddeutschen war Schwester Anna bereits in den 90er Jahren fasziniert. Seit 1995 wirkte sie im sibirischen Omsk am Aufbau der katholischen Kirche mit und leistete seit 2000 Seelsorgearbeit für die katholischen Aussiedler in Nürnberg. Für diese „selbstlose Verkörperung der christlichen Nächstenliebe, Toleranz und interkulturelles Verständnis“ wurde sie vom Bundespräsidenten 2009 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Vor ihrer Rückkehr in die Ordensgemeinschaft war es ihr noch ein Herzensanliegen, die Lieder und Gebete des Beerdigungsrituals, die in dieser Art in Deutschland nicht mehr bekannt sind, aufzuzeichnen und sie so vor dem Vergessen zu bewahren. Die Frauen und Männer der Gesangsgruppe stehen mit ihren Lebensgeschichten und ihrem gelebten Glauben stellvertretend für viele andere Landsleute, die auch in den schwierigsten Zeiten den Mut hatten, dem atheistischen System zu trotzen und unbeirrt am Glauben, an ihrer deutschen Muttersprache und am Erbe ihre Vorväter festzuhalten. Die katholischen Gemeinden in der ehemaligen Sowjetunion bestanden zum größten Teil aus Gläubigen, deren Vorfahren sich im 18. und 19. Jahrhundert im Wolgagebiet und am Schwarzen Meer angesiedelt hatten. Die sogenannte deutsche Diözese Tiraspol wurde 1848 eingerichtet und umfasste das Wolgagebiet, die Südukraine, die Krim und reichte bis zum Kaukasus und nach Bessarabien – alles Regionen, in denen die Deutschen unter den Katholiken eine Mehrheit stellten. 1919 waren unter 180 Geistlichen 132 Deutsche, ferner waren es Polen und Vertreter anderer Nationalitäten. Auch in Kasachstan und Sibirien entstanden katholische Gemeinden polnischer und deutscher Auswanderer bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. In den nachfolgenden Jahrzehnten bis zur bolschewistischen Revolution 1917 war in den deutschen Kolonien katholischen bzw. evangelischen Glaubens sowohl an der Wolga als auch in Schwarzmeergebiet ein vielfältiges religiöses und Kirchenleben entstanden: mit neu errichteten Kirchen, seelsorgerischer und karitativer Tätigkeit, Priesterausbildung, aber auch mit Volksmissionen, Bittprozessionen, Wallfahrten und Firmungen. Das 20. Jahrhundert mit der kommunistischen Revolution und den beiden Weltkriegen brachte den Russlanddeutschen gewaltige Einschnitte - bis zum Verlust der eigenen Identität und einer massenhaften Auswanderung in das Land der Vorfahren nach über 200 Jahren Existenz in Russland und der Sowjetunion. Viele Russlanddeutsche erlebten bis weit in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Ausgrenzung bis hin zur Diskriminierung auf Grund der Zugehörigkeit zur deutschen Nationalität. Und es zeigte sich immer wieder ein Festhalten am Glauben, das den Familien half, unmenschliche Strapazen zu ertragen. In der Sowjetzeit nach 1917 wurden auch die deutschen Katholiken verfolgt, vertrieben und über die ganze Sowjetunion verstreut. In den 30-er und 40-er Jahren wurden in der UdSSR praktisch alle katholischen Geistlichen ermordet oder verurteilt; es ist nur wenigen gelungen, in den stalinistischen Lagern zu überleben. Nach 1929 wurden die Kirchen nach und nach geschlossen und umfunktioniert, das Läuten der Glocken wurde 1929 verboten, die Glocken abgenommen und eingeschmolzen. Aus Gotteshäusern wurden in den 30-er Jahren Kinos, Schulen, Museen, Gaststätten, Lagerhallen, Wohnhäuser, Werkstätten, Viehställe usw. – manche wurden abgerissen. Glauben lebte nur noch im Untergrund - Generationen von Katholiken waren ohne Unterweisung groß geworden. Nach Stalins Tod 1953 wurden aus dem berüchtigten Karaganda-Lager mehrere Geistliche entlassen. Sie suchten die Gläubigen heimlich in den Deportationsgebieten Sibiriens, Kasachstans und Zentralasiens auf, hörten Beichten, dienten mit Taufen und Trauungen, immer auf der Flucht vor dem KGB. Gläubige versammelten sich heimlich in Privatwohnungen oder auf Friedhöfen zum gemeinsamen Gebet und zur Bibellesung. Durch Unterdrückung und Verfolgung des atheistischen Sowjetsystems verringerten sich die katholischen Gemeinden überall im Lande erheblich. Und dennoch: Auch in den Zeiten des militanten Atheismus in der Sowjetunion innerhalb von 70 Jahren hielten viele Russlanddeutsche am Glauben und der Sprache ihrer Vorfahren fest – meist heimlich und unter Gefahr für die eigene Freiheit und das Leben. Kirche und Glaube waren für die Russlanddeutschen in allen Zeiten der Anker in der Not und eigentliche Heimat. In den traditionellen russlanddeutschen Familien bedeutete „deutsch“ gleich „christlich“. Vor allem in der schwierigen Zeit der Verfolgung wurde Gott als tröstende und stärkende Kraft gesucht. Ohne Kirchen und ohne Priester konnte der christliche Glaube nur durch das mutige Engagement der Laien erhalten bleiben. Einfache russlanddeutsche Frauen, die trotz Verfolgung und Strapazen standhaft an ihrem Glauben hielten und dadurch auch den anderen die Hoffnung auf bessere Zeiten vermittelten, hielten die Gläubigen zusammen. Im geheimen spendeten sie die Nottaufe, vollzogen die christliche Eheschließung und die Totenbestattung, bereiteten die Kindergruppen auf die Kommunion vor. Jahrzehntelang lebte die katholische religiöse und kulturelle Tradition im Verborgenen weiter, vor allem als ethnisch-religiöse Tradition, aufrechterhalten in den Familien - meist von älteren Frauen, den Großmüttern, die zu Hause beteten und ihren Enkelkindern das Beten beibrachten. Wie wertvoll der Glaube in vielen Familien war, zeigt auch die Tatsache, dass die Bibel bei allen Deportationen, Verfolgungen und Wanderungen als erste ins Gepäck gehörte und von Generation zur Generation weiter gegeben wurde. Alte Bibeln und Gesangbücher, vor über 100 Jahren in Leipzig, Göttingen oder Stuttgart, aber auch in Saratow, Riga und Odessa herausgegeben, hatten alle Strapazen ihrer Besitzer mitgemacht. Über 100 Jahre wanderten diese Gottesbücher in dem großen Russischen Imperium herum und gehörten auch zum Gepäck bei der Auswanderung nach Deutschland. Seit Mitte der 70er Jahre entschärfte sich die kirchliche Situation ein wenig. Aber vor allem die demokratischen Wandlungen nach 1985 haben dazu beigetragen, dass man auch den katholischen Glauben öffentlich ausüben durfte. Inzwischen sind drei Russlanddeutsche katholische Bischöfe in verschiedenen Regionen der ehemaligen Sowjetunion: Bischof Josef Werth in Westsibirien – Russland, Bischof Athanasius Schneider in Karaganda / Kasachstan, Bischof Nikolaus Messmer in Kirgisien. Der Ausgang der Russlanddeutschen, darunter vieler Katholiken, bedeutete auch für die katholische Kirche in allen Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen enormen Verlust. Noch Anfang der 90er Jahre waren bis zu 70 Prozent und mehr der katholischen Gemeinden auf dem postsowjetischen Raum Russlanddeutsche. Heute stellen die Deutschen weniger als die Hälfte, oder auch nur ein Drittel der Gemeinden. In Deutschland leben derzeit etwa 2,8 Millionen Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, die im Laufe von über fünf Jahrzehnten in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind. Aussiedler mit russlanddeutschen Wurzeln gibt es inzwischen in jeder Stadt und in jeder Kirchengemeinde, etwa 700.000 bekennen sich zum katholischen Glauben. Für sie ist der Visitator Dr. Alexander Hoffmann im Auftrag der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz zuständig – ebenfalls ein Russlanddeutscher aus Karaganda. Der religiöse Hintergrund der Spätaussiedler ist sehr unterschiedlich. Während der christliche Glaube in der Sowjetunion 70 Jahre lang aus der Öffentlichkeit verdrängt wurde und bei vielen ganz verloren ging, wurden mehrere dagegen in ihrem Glauben gestärkt und waren bereit, ihn unter vielen Opfern weiter zu tragen. Und so bringen viele Russlanddeutsche, vor allem Vertreter der älteren Generationen und der traditionellen Familien, eine so tiefe und zweifellose Bindung an den Glauben mit, die hier im weitesten Sinne nicht mehr so gelebt wird. Das betrifft auch den Umgang mit Sterben und Abschiednehmen, der in der hiesigen Gesellschaft inzwischen in vieler Hinsicht anders ist. Die Beerdigung in einer russlanddeutschen Familie ist in der Regel immer noch etwas Besonderes. Nicht selten versammeln sich zum letzten Geleit bis zu 200 Personen – die sämtliche Verwandtschaft. Der Zusammenhalt unter den auch in Deutschland nicht selten verstreut lebenden Familienangehörigen oder alten Bekannten ist groß. Oft gehen gerade russlanddeutsche Familien viel offener mit dem Sterben um. Alle backen Kuchen und es wird Abschied genommen. Die hohe emotionale Bedeutung des Abschieds ist für die Familien wichtig. Die Russlanddeutschen haben traditionell auch ein anderes Verhältnis zur Leiche, der Leichnam wird mit viel weniger Scheu behandelt. In der alten Heimat wurde der Sarg offen aufgebahrt und blieb bis zum Einsenken ins Grab offen. Die Angehörigen nutzten dies zu einer letzten persönlichen Verabschiedung vom Verstorbenen. So wie einst im Herkunftsland, wird der Verstorbene auch hier häufig und gerne besucht, es wird manchmal eine regelrechte Totenwache gehalten – so wie es auch in der alten Heimat drei Tage lang Brauch war. Auch der häufige Körperkontakt zum Leichnam ist in russlanddeutschen Familien üblich - das Streicheln, Umarmen und Küssen gehören zum Abschiednehmen. Am Sarg oder am Grab stehen alle ganz dicht nebeneinander, einschließlich Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen, und es werden Fotos wie bei einer Taufe oder Hochzeit gemacht. In den russlanddeutschen Familien finden sich auch nach Jahrzehnten noch typische Abschiedsbilder von Toten in den Familienalben. Für Angehörige, die nicht zur Beerdigung kommen können, ist dies eine wichtige Möglichkeit zu Teilhabe an der Trauerfeier. Diese etwas andere Art zu trauern und Abschied zu nehmen, stößt bei den einheimischen Mitbürgern, aber auch bei Kirchenmännern und Bestattungsmitarbeitern noch nicht selten, wenn nicht auf Ablehnung, so doch auf gewisses Unverständnis bis zu Befremden. Aber es gibt viel mehr Orte, wo man diese andere Art des Umgangs mit dem Tod als Bereicherung erkannt hat. Das Ehrenamt der Gesangsgruppe mit Maria Schell zeigt es. Die Broschüre beginnt mit Inhalten, die sich mit Sterben und Abschiednehmen beschäftigen, und sie endet mit Gedenken und Erinnerung an die unzähligen russlanddeutschen Opfer, die unter der Willkürherrschaft in Russland und der Sowjetunion leiden und sterben mussten. Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat – hieß ursprünglich der Beitrag der Journalistin Erika Kip im „Deutschen Ostdienst“ über die Vertriebenen-Gedenkstätten und Mahnmale. Eine Beschreibung, die auch für die Schicksalsgemeinschaft der Deutschen aus Russland einen tieferen Sinn in sich birgt. Viele russlanddeutsche Familien haben die Gräber ihrer Nächsten in der alten Heimat zurückgelassen. Auch das mussten die Russlanddeutschen in ihrer Geschichte nicht einmal tun - ihre Heimat verlassen und die Gräber ihrer Toten zurücklassen. Infolge der Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen im 20. Jahrhundert ist in den ursprünglichen deutschen Siedlungsgebieten für Jahrzehnte keiner geblieben, der sich um die deutschen Gräber der verstorbenen Vorväter auf den Friedhöfen an der Wolga, im Schwarzmeergebiet oder im Kaukasus kümmert, einst liebevoll gepflegt - heute meist vernachlässigt, verfallen, geschändet. Zahlreiche russlanddeutsche Opfer der stalinistischen Repressionen im 20. Jahrhundert durften überhaupt kein Grab, kein Kreuz und keinen Grabstein haben – namenlos verscharrt irgendwo in der Taiga oder einfach am Wegrand. Und so hat es für viele russlanddeutsche Familien, die ihre Nächsten in der Verbannung, bei der Vertreibung, auf dem Fluchtweg oder bei der Zwangsarbeit in der „Trudarmija“ verloren hatten, nie einen Ort gegeben, an dem sie ihre Verstorbenen wissen. Um so wichtiger ist es für die Deutschen aus Russland, die diese Erfahrung von Heimat- und Identitätsverlust innerhalb von Generationen als Trauma erfahren mussten, in der neuen Heimat Orte und Gedenkstätten zu schaffen, an denen sie trauern, beten und ihrer Verstorbenen gedenken können. In den letzten Jahrzehnten sind von Deutschen aus Russland in verschiedenen deutschen Städten Gedenkstätten errichtet worden, die das Leid der Volksgruppe manifestieren und zum Ort der Besinnung und des Gedenkens an die unzähligen Opfer aus eigenen Reihen geworden sind. Am 28. August 2002 wurde auf dem Berliner Parkfriedhof Marzahn das Mahnmal „Die letzte Kraft“ eingeweiht. Der Künstler Jakob Wedel hatte die Plastik „Aus letzter Kraft“ für das Denkmal geschaffen. Als Vorbild dafür diente ihm seine Mutter, wie er sie in einem Steinbruch der Trudarmee erlebt hatte. Allein in dieser Familie fielen 14 unschuldige Menschen dem stalinistischen Terror zum Opfer. Aussiedler in Berlin rund um den Verein Vision e.V. hatten die Errichtung der Gedenkstätte für die ermordeten Eltern und Großeltern initiiert, unterstützt von zahlreichen Spendern und Gönnern. Auch einige Ortsverbände der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland haben auf Friedhöfen ihrer Gemeinden Gedenksteine aufgestellt und dadurch Orte des Gedenkens geschaffen, an denen sie sich Jahr für Jahr im August an die Opfer der Vertreibung und des stalinistischen Terrors erinnern. So haben in Augsburg die Gedenkfeier zu Ehren der Opfer der Vertreibung auf dem Neuen Friedhof in Augsburg Tradition - vor dem Denkmal, das der Ortsverband der Landsmannschaft 1997 errichtet hatte. Zweimal im Jahr versammeln sich in Osnabrück Mitglieder der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und andere Landsleute zum Gedenken an die Opfer der Vertreibung am Heger Friedhof Osnabrück. Auf Spenden ihrer Mitglieder hat der Ortsverband hier einen Gedenkstein mit der Aufschrift aufgestellt: „Allen Russlanddeutschen zum Gedenken, die in der Fremde ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ihre Gräber liegen in der Ferne, doch leben sie weiter in unseren Herzen.“ Der Opfergang der Russlanddeutschen im 20. Jahrhundert, vor allem nach der Deportation 1941, steht auch im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltungen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. und deren Ortsgliederungen bundesweit. Mit zentralen Gedenkfeiern in Wiesbaden, Augsburg, Stuttgart, Berlin und vor allem aber auf dem Gelände des Grenzdurchgangslagers Friedland ist die Landsmannschaft bestrebt, die deutsche Öffentlichkeit auf das tragische Schicksal der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion aufmerksam zu machen. Sie erinnert mit diesen Trauerfeiern an die Vertreibung der Volksgruppe, deren tragischer Höhepunkt mit dem Regierungserlass vom 28. August 1941 eingeleitet wurde.

Inhaltsverzeichnis


Vorwort des Herausgebers
1. Sterben und Abschiednehmen
2. Russlanddeutsche trauern anders
3. Die Totengebräuche der katholischen Russlanddeutschen
4. Gebete und Gesänge als letzter Heimatgruß -seit 20 Jahren gibt Maria Schell ihren Landsleuten das letzte
    Geleit
5. "Jetzt hab ich überwunden.." - das Begräbnisritual der Gesangsgruppe mit Maria Schell
6. Der Glaube wurde in der Familie vorgelebt: Die Lebensgeschichten der Mitglieder der Gesangsgruppe
7. Der weite Weg zurückein Volk auf der Suche nach Heimat und Beheimatung (Einblicke in die Geschichte
    der Deutschen aus Russland)
8. Kirche der Maertyrer - Verfolgung unter dem Sovjetregime
9. Kirche und Glauben - fuer die Russlanddeutschen der Anker in der Not
10. Die Eltern lebten ihren Kindern den Glauben vor: Russlanddeutsche katholische Familien, die der
       Sovjetmacht trotzten
11. BischofWerth: "Die Abwanderung der Russlanddeutschen nach Deutschland ist ein großer Verlust fuer die
       Gemeinden"
12. Katholische Deutsche im Russischen Zarenreich, in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten
13. Russland: "Der russische Staat muss der katholischen Kirche des Landes stärker entgegenkommen"
14. Kasachstan: Katholiken tragen zum friedlichen Dialog der Religionen bei
15. Kirgisien: Katholische Kirche im Dienst der Ännsten und der Leidenden
16. Katholische Russlanddeutsche in Deutschland - was können Pfarreien tun?
17. "Ökumenische Zusammenarbeit im Bereich der Aussiedlerpastoral ist ein Weg zur konfessionellen und
       gesellschaftlichen Integration.. ." Dr. Alexander Hoffrnann, Beauftragter der Katholischen Bischofskonferenz        fuer die deutschen Katholiken aus der ehemaligen Sowjetunion
18. Gedenkstätten der Russlanddeutschen: Wo unsere Toten ruhen, liegt unsere Heimat
Quellen und weiterführende Literatur zum Thema
Vorstellung: Historischer Forschungsverein der Deutschen aus Russland e. V.
Haus der Heimat Nürnberg e. V.
Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.


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Anton Bosch: "Russland-Deutsche Zeitgeschichte ",   Band 8, November 2010

 

 

 

 

 

"Stalins Bauernopfer am Schwarzen Meer"

Erschienen 2010, 271 Seiten.

 

Für Anton Bosch ist die Geschichte der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer das Thema seines Lebens. In seinem jüngsten Buch "Stalins Opfer am Schwarzen Meer", erschienen beim "Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland" in der Reihe Russland-Deutsche Zeitgeschichte (Band 8), steht das deutsche Bauernleben im Schwarzmeergebiet in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit all seinen dramatischen und tragischen Facetten im Mittelpunkt. Seine Doktorarbeit (2008) "Der Untergang der Russlandeutschen im Siedlungsgebiet Odessa - Nikolajew unter dem Sowjetsystem bis 1939" bildete die Grundlage der umfassenden Publikation.
In jahrelanger akribischer und sorgfältiger Forschung untersuchte Bosch die folgenschweren Vernichtungsmaßnahmen der Sowjets in 31 "Mutterkolonien" der drei "Deutschen Nationalen Rayons" zwischen Odessa und Nikolaev im Vergleich zu anderen Ethnien und schlussfolgerte, dass nicht zuletzt auch durch äußere Einflüsse die deutsche Minderheit aufgelöst bzw. vor 1939 nach Sibirien deportiert werden sollte, was schließlich dann Stalin nach 1945 vollzogen hatte.
Seinem Leitmotiv "Geschichte zu schreiben, ist eine andere Art, sich Probleme vom Halse zu schaffen" und "Denken heißt vergleichen" (Walther von Rathenau) blieb der Verfasser auch bei der Vorbereitung des Buches treu: Sowohl die Geschichte der eigenen russlanddeutschen Volksgruppe als auch die Geschichte der beiden Staaten - Deutschland und Russland – wird kritisch behandelt, ohne unbequeme oder dunkle Seiten auszulassen.
Als sich Ende der 1980er Jahre und erst recht nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 die Türen der Archive allmählich öffneten, kam es auch den Forschungsinteressen von Bosch zugute. Zwischen 1994 und 2008 unternahm er mehrere Studienreisen nach Odessa, Nikolajew und Kiew, wo er in Staats-, Partei- und NKWD-Archiven Einzel- und Gruppenakten zu repressierten Deutschen sichtete, Tausende von Kopien mitbrachte, eine Korrespondenz mit den Hinterbliebenen aufnahm und schließlich eine elektronische Sammlung von 10 000 Personendaten erstellte.
Anton Bosch hat versucht, diese Funde mit dem zu vergleichen, was bereits über das Gesamtgeschehen in der Sowjetunion und über andere Regionen bereits bekannt ist, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeichnen, das kollektive Leid an Einzelschicksalen verständlich zu machen, und so seine Heimatregion dem Leser als vielschichtiges Gesamtbild der komplexen Zusammenhänge näher zu bringen.
In 18 umfangreichen Kapiteln, die in kleinere Momentaufnahmen aufgeteilt sind, bietet das Buch einen tief greifenden Einblick in die komplexen Entwicklungsprozesse und die folgenschweren Auswirkungen der Repressivmaßnahmen des Sowjetregimes auf das deutsche Bauerntum im Schwarzmeergebiet: bolschewistische Revolution und kompromissloser Bürgerkrieg, kurzer Kurswechsel zur Neuen Ökonomische Politik und forcierte Industrialisierung des Landes Ende der 1920er Jahre, zwangsweise Kollektivierung und Widerstand mit Massenrepressionen, Hungersnot mit zahlreichen Todesopfern Anfang der 1930er Jahre, organisierte Jagd auf "Kulaken", "Saboteure" und "Spione" und ihre "Umerziehung" in Sondersiedlungen und Straflagern, Massenterror und Repressionen, die Tausende Opfer forderten.
Und schließlich versucht Bosch in seinem Buch, einen kritischen Blick auf die Entwicklungen nach 1991 zu werfen, um festzustellen, dass das komplexe Thema nach wie vor aktuell und forschungsbedürftig bleibt. Und somit ist die vorliegende Publikation ein aufschlussreicher Beitrag zum besseren Verständnis der komplexen Entwicklungen um das deutsche Bauerntum in der Sowjetunion insgesamt.

Zum Autor:

Anton Bosch wurde 1934 in Kandel/Odessa geboren, kam 1944 über Warthegau/Polen nach Pettstadt bei Leipzig, wurde 1945 nach Udmurtien/Ural deportiert. Nach Kriegsende schlug er eine berufliche Laufbahn im Bereich der Elektrotechnik ein. Zuletzt war er Leiter eines Elektrokraftwerks und Chefingenieur in der Energieversorgung Karaganda/Kasachstan.
1974 wanderte Bosch nach Deutschland/Nürnberg aus und arbeitete hier bis 1997 bei Siemens. Schon in den 60er Jahren setzte er sich für die Familienzusammenführung der Russlanddeutschen ein. Auch seit seiner Heimkehr nach Deutschland stand die Familienzusammenführung und Integration seiner Landsleute - in Bayern und auf Bundesebene - im Mittelpunkt seines Ehrenamtes als Sozialreferent bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Viele Jahre war er Vorsitzender der Orts- und Kreisgruppe Nürnberg-Fürth, Mitglied im Bundesvorstand und Vorsitzender des Kulturrats der Landsmannschaft (1987-1991). Für besondere Leistungen im Bereich der Erforschung der Geschichte der Volksgruppe sowie Pflege der Kultur und Traditionen der Russlanddeutschen wurde Anton Bosch 2004 mit der Goldenen Ehrennadel der Landsmannschaft gewürdigt.
Er ist Verfasser von zahlreichen Artikeln, Mitautor des Buches "Entstehung, Entwicklung und Auflösung der deutschen Kolonien am Schwarzen Meer", Verfasser des Beitrages in "Heimat in der Ferne" (Hrsg. Rudolf Pörtner) im Econ-Verlag, Düsseldorf, und von umfangreichen Beiträgen "Die Deutschen in der UdSSR - einst und jetzt", 1989 Bonn. Nach Übertritt in den Ruhestand studierte der Autor von 1997 bis 2001 Geschichte, Slawistik, Neue und Neueste Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg und schloss seine Magisterprüfung (MA) mit dem Thema "Aloisius Kappes - Biographie eines Zeitzeugen von der Wolga. Gründung, Entwicklung und Auflösung seines Geburtsortes Mariental am Großen Karamann" erfolgreich ab.
1999 gründete er den "Historischen Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V." und leitete ihn bis 2007 unter dem Motto "Heimat ist Geschichte und Geschichte ist unsere Auftrag!" In diesem Zeitraum brachte er als Herausgeber mehrere Jahrbücher und Publikationen in der blau-gelben Reihe der „Russland-Deutschen Zeitgeschichte" u.a. heraus. Im November 2008 promovierte er an der Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema "Der Untergang der Russlanddeutschen im Siedlungsgebiet Odessa-Nikolajew unter dem Sowjetsystem bis 1939", das die Grundlage dieses Buches bildet.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1.
1.0 Einführung
1.1. Publikation und Archivquellen
1.2. Stalins Bauernopfer in Veröffentlichungen der Osteuropaforschung
1.3. Zusammenfassung


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Kapitel 2.
2.0 Umwelt- und Lebensbedingungen
2.1. Lebensraum am Schwarzen Meer
2.2. Landschaft und Bodenbeschaffenheit
2.3. Klima
2.4. Wasserversorgung
2.5. Besiedelung und Bevölkerungsdichte
2.6. Nationalitäten
2.7. Religionen
2.8. Getreideproduktion
2.9. Expansion der deutschen Siedlungen im 19. Jh.
2.10. Strategische Bedeutung des Schwarzmeergebietes für Moskau
2.11. Zusammenfassung

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Kapitel 3.
3.0 Einhundert Entwicklungsjahre
3.1. Ansiedlung
3.2. Ein Bauernvolk verharrte in seiner mitgebrachten Kultur
3.3. Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf die Russlanddeutschen
3.4. Im Spannungsfeld zwischen Tradition und kommunistischem Putsch
3.5. Kundgebungen für Autonomie von 1917 und 1918
3.6. Zusammenfassung

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Kapitel 4.
4.0 Besatzungszeit, Bürgerkrieg und Hungersnot
4.1. Österreichisch-deutsche Besatzung und Autonomiebestrebungen von 1918
4.2. Vom Abzug der österreichisch-deutschen Truppen zum erneuten Brügerkrieg
4.3. Vom Bürgerkrieg zur Getreiderequirierung (prodraswjorstka)
4.4. Enteignungen der Bauern und humanitäre Hilfen (1921-1923)
4.5. Hungersnot in der Sowjetukraine von 1921 bis 1923
4.6. Hilferufe aus dem Hungergebiet am Schwarzen Meer
4.7. Hungersnot und Epidemien
4.8. "Rettet die hungernde Ukraine!"
4.9. Humanitäre Hilfen aus dem Ausland (1921-1923)
4.10. Export von ukrainischem Getreide
4.11. Zusammenfassung

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Kapitel 5.
5.0 Die Neue Ökonomische Politik (NÖP)
5.1. Auswirkungen der internationalen Lage auf die Bauernschaft
5.2. Die Präambel der NÖP
5.3. Der staatliche Elektrifizierungsplan (GOELRO) nicht für die Landwirte im Süden
5.4. Auswirkung der "Neuen Ökonomischen Politik" auf die deutsche Minderheit
5.5. Stalins Politik gegen die Bauern
5.6. Stalins Weichenstellung zur Industrialisierung auf Kosten der Bauern
5.7. Die angeblichen "Kriegstreiber im Westen" und ihre Helfer bei Odessa?
5.8. "Wirtschaftsspionage der Kapitalisten"
5.9. Die Wende der sowjetischen Außenpolitik nach dem "schwarzen Freitag"
5.10. Zusammenfassung

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Kapitel 6.
6.0 Die Kulaken
6.1. Die sowjetische Politik zur Vernichtung der Kulaken
6.2. Einteilung der Landwirte in Schichten und Kategorien
6.3. Was bedeutete Kulak in der Definition der Bolschewiki ursprünglich?
6.4. Was bedeutete "Kulak" in der Definition von 1927?
6.5. Falsche Begründung der Partei zur Deportation der Kulaken
6.6. Informationen über deutsche Kulaken im Gebiet Odessa
6.7. Mehrfache Bestrafungen der Kulaken
6.8. Zusammenfassung

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Kapitel 7.
7.0 Die Kollektivwirtschaft
7.1. Das Verhältnis zwischen den Bauern und dem Sowjetstaat
7.2. Der gewaltsame Umbruch
7.3. Die totale Enteignung privater Bauernwirtschaften
7.4. Von der Kommune zur Kollektivwirtschaft (Kolchos)
7.5. Die Kooperative als Machtinstrument der Partei in den deutschen Dörfern
7.6. Zur allgemeinen Situation in den Dörfern der 1930er Jahre
7.7. Bildung von "freiwilligen" Kolchosen
7.8. Übergang von Kooperativen zu Kolchosen (1928-1930)
7.9. Die deutschen Kolchosbauern von 1930
7.10. Die Kolchosbauern bei Odessa wehrten sich
7.11. Die Lage in Worms
7.12. Der Kolchos zu Waterloo sucht nach Führungspersonal
7.13. Rüder Umgangaston mit den Kolchosbauern
7.14. Die "hessische Fliege" war schuld an der Misere
7.15. Zusammenfassung

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Kapitel 8.
8.0 Widerstand der Bauern
8.1. Massenausweisungen und Massenaufstände
8.2. Die Ausgestoßenen suchten Hilfe beim deutschen Konsulat zu Odessa
8.3. Der Frauenaufstand im Kutschurganger Tal
8.4. Opferstatistik der Märzaufstände von 1930
8.5. Stalin schrieb an die Bauern
8.6. Analyse der Repressionen
8.7. Bestrafung der Bauern nach dem Aufstand
8.8. Rache an den Bauern nach dem Aufstand
8.9. Massenrückkehr der Bauern aus den Verbannungsgebieten
8.10. Die Bauern suchten Beistand der Geistlichen
8.11. Zusammenfassung

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Kapitel 9.
9.0 Die Hungersnot
9.1. Von der Kollektivierung zum Hunger
9.2. Die Fehlplanung
9.3. Der Torgsin
9.4. Statistiken verhungerter Bauern
9.5. Gründe des Hungersterbens von 1932/1933
9.6. Das Entlohnungssystem in der UdSSR der 1930er Jahre
9.7. Stalins Ehefrau Nadeshda Allilujewa und die Bauern in der Ukraine
9.8. Die Hungersnot von 1932/1933 in den deutschen Dörfern der Ukraine
9.9. Die Russlanddeutschen zwischen Stalin und Hitler
9.10. Auswirkungen von humanitären Hilfen aus dem Westen auf die Lage der Bauern
9.11. Schließung de Lehranstalten mit deutschem Fachunterricht
9.12. Die Kehrwende 1934
9.13. Zusammenfassung

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Kapitel 10.
10.0 Das GULag-System als Machtinstrument der Politischen Hauptverwaltung
10.1. Sonderarbeitslager auf den Solowezki-Inseln (SLON)
10.2. "Durch Arbeit zurück zur Sowjetgesellschaft
10.3. Im Zentrum des Bösen
10.4. Entstehung und Ausbau des GULag-Systems
10.5. Was bedeutet GULag?
10.6. Lebensbedingungen in sowjetischen Strafanstalten
10.7. Straflager in Chibinsk bei Murmansk
10.8. Die Todeslager von Workuta
10.9. Stalins Eisenbahn von Workuta nach Salechard
10.10. Das Arbeitslager Schadki an der Wolga
10.11. Besserungsarbeitslager Solikamsk im Nordural
10.12. Arbeitslager bei Magadan bzw. auf der Kolyma am Stillen Ozean
10.13. Die Deportierten bauten das Kohlerevier von Karaganda
10.14. Die Landkarte des GULag
10.15. Auch die Kriegsindustrie wurde von Kulaken aufgebaut
10.16. Zusammenfassung

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Kapitel 11.
11.0 Die Bauern im GULag
11.1. Die deutschen Kulaken im Hohen Norden
11.2. Zwangsansiedlungen im Hohen Norden
11.3. Arbeits- und Lebensbedingungen im Hohen Norden
11.4. Lebensbedingungen der Ausgesetzten in Sibirien
11.5. Die Kulaken auf dem Eiland inmitten des Ob-Stromes (1930)
11.6. Jagodas "großartiger Plan" (1931-1932)
11.7. Flucht aus den Sondersiedlungen (1930/1931)
11.8. Der Massenexodus und das sowjetische Passsystem (1930-1933)
11.9. Die Verbannten der zweiten Deportationswelle von 1932 bei Archangelsk
11.10. Die "Halbleichen" im Transitlager von Tomsk (1933)
11.11. Das "Arbeitsdorf" ("rabotscheje selo")
11.12. Zusammenfassung

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Kapitel 12.
12.0 Zusagen, Widerstand und Repressionen gegen die deutschen Bauern
12.1. Einrichtung "Deutscher Nationaler Rayons" und Repressionen gegen die Bauern
12.2. Weitere Deportationen an der sowjetischen Westgrenze
12.3. Raub von Tafelsilber, Kunstschätzen und Wertsachen der Bauern
12.4. Stalins ökonomische Revolution in der Praxis
12.5. Grenzüberschreitende Gründe. Hungersnot und Hilfen aus dem Westen
12.6. Interne politische Gründe der Repressionen
12.7. Sozialpolitische Gründe der Repressionen
12.8. Die Kehrwende von 1934
12.9. Ausschaltung und Abrechnung mit den Priestern
12.10. Verfolgungen der "Spione, Terroristen und Schädlinge"
12.11. Die Trojkas "bekämpfen" Spione und Terroristen
12.12. Maßnahmen zur Festigung der "sozialistischen Moral"
12.13. Waren die Bauern bei Odessa die "fünfte Kolonne"?
12.14. Das Attentat auf Kirow zum Kampf gegen Andersdenkende instrumentalisiert
12.15. Zwei Gruppenprozesse von Hoffnungstal und Landau
12.16. Folgen der Militäranleihe von 1918
12.17. Folgen der Geldanlagen im Westen
12.18. Der Gruppenprozess von Katharinental und Karlsruhe
12.19. Die "Reichsdeutschen" wurden nach Hause geschickt
12.20. Der Raub des spanischen Goldes
12.21. Zusammenfassung

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Kapitel 13.
13.0 „Palastrevolte" im Kreml und die deutschen Bauern am Schwarzen Meer
13.1. Auswirkungen des spanischen Bürgerkrieges auf die deutschen Bauern
13.2. Die russlanddeutschen Bauern zwischen Stalin, Jagoda und Opposition
13.3. Observierungen im Kreml
13.4. Die misslungene „Palastrevolte" und Jagodas Geständnis
13.5. Die Rolle der Bauern im Plan der Opposition
13.6. Das Gerichtsurteil gegen die Opposition
13.7. Die „deutsche Operation"
13.8. Der Auftakt zum blutigen Massenterror
13.9. Direktiven über Verfolgungen der Deutschen in der UdSSR
13.10. Die „deutsche Operation" oder die „deutsche Linie"
13.11. Musterbefehl des Zentrums für die lokalen Behörden
13.12. Verdrängung deutscher Fachleute aus der Sowjetunion
13.13. Massaker an Russlanddeutschen von 1937 -1938
13.14. Der Massenterror nach Befehl 00447
13.15. Massaker an Häftlingen, die ihre Strafe bereits verbüßt hatten
13.16. Mechanismus der Verurteilungen
13.17. Gründe der Repressionen
13.18. Folgen der Repressionen
13.19. Zusammenfassung

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Kapitel 14.
14.0 Der Machtkampf im Kreml
14.1. Molotow, Jeshow und die Bauern
14.2. Molotow, der Mann mit dem „steinernen Hinterteil"
14.3. Jeshow als NKWD-Chef
14.4. Jeshows „Erfolge" in der Ukraine und sein Aufstieg
14.5. Jeshow als Stalins Werkzeug
14.6. Jeshow als Mythos oder nützlicher Idiot
14.7. Das Ende des Narkom Jeshow
14.8. Stalin stoppt den Staatsterror
14.9. Zusammenfassung

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Kapitel 15.
15.0 Massenterror von 1937/1938 in den deutschen Siedlungen am Schwarzen Meer
15.1. Der Auftakt zum blutigen Massenterror bei Odessa
15.2. Der staatliche Massenterror an der deutschen Bauernschaft von 1937/1938
15.3. Repression gegen die Sowjetfunktionäre
15.4. Massaker an den Bauern
15.5. Akte Hoffnungsfeld/Hoffnungstal, Glückstaler Kolonistenbezirk
15.6. Akte Großliebental, DNR „Spartakus"
15.7. Akte Alexanderhilf
15.8. Akte Straßburg, DNR „Friedrich-Engels" (Zentrum Selz)
15.9. Beresaner Kolonistenbezirk, DNR „Karl-Liebknecht" (Zentrum Landau)
15.10. Akte Landau
15.11. Akte Karlsruhe
15.12. Akte Alexandrowka
15.13. Akte Katharinental
15.14. Akte München
15.15. Das Ende des Massenterrors
15.16. Zusammenfassung

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Kapitel 16.
16.0 Ergebnisse verschiedener Studien über Massenhinrichtungen von Odessa
16.1. Stellenwert der Bauernschaft in der Ideologie der Bolschewiki
16.2. Analyse der Opfer laut Studie der Odessaer Universität
16.3. Verurteilungswut der Trojkas
16.4. „Leistungen" sowjetischer Verhaftungsorgane in Odessa (1922 -1953)
16.5. Verhängte Strafen gegen inhaftierte Deutsche im Gebiet Odessa (1922 -1953)
16.6. Strafen gegen Deutsche bei Odessa nach „Kriminalgesetzbuch" (1922-1953)
16.7. Statistik von Hinrichtungen in Besserungsarbeitslagern von 1937/1938
16.8. Zahlen aller Ethnien im GULag
16.9. Massenerschießungen am laufenden Band
16.10. Vollzug der Hinrichtungen von 1937 in Odessa
16.11. Vollzug der Hinrichtungen von 1938 in Odessa
16.12. Vollzug der Hinrichtungen in Nikolajew
16.13. Zusammenfassung

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Kapitel 17.
17.0 Vergleichende Opferstatistiken von Odessa
17.1. Anatomie des Terrors
17.2. Gesamtopferzahlen von Odessa, Nikolajew und Cherson
17.3. Altersgruppen der Opfer
17.4. Vergleich von zwei Studien
17.5. Nach 2007 veröffentlichte Forschungsergebnisse über den Staatsterror
17.6. Repressierte auslanddeutsche Kommunisten
17.7. Gesamtzahlenüberblick der inhaftierten Deutschen von Odessa, 1920-1953
17.8. Dezimierung und geringer Zuwachs der Deutschen im Gebiet Odessa
17.9. Zusammenfassung

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Kapitel 18.
18.0 Rehabilitierungsprozesse im Wandel der Zeit
18.1. Erwartungshaltung der Hinterbliebenen
18.2. Rehabilitierung wegen unrentabler Bewirtschaftung im GULag
18.3. Berijas Rehabilitierung von 1939
18.4. Rehabilitierung auf „sowjetisch" in der ganzen UdSSR
18.5. Rehabilitierung auf „sowjetisch" in Odessa
18.6. Chruschtschows Rehabilitierung
18.7. Zögerliche Rehabilitierung während der Perestrojka
18.8. Gorbatschows Rehabilitierung am Ende der UdSSR
18.9. Bewusste Verschleppung der Rehabilitierung von mehr als 40 Jahren?
18.10. Rehabilitierung in der Russischen Föderation nach 1991
18.11. Rehabilitierung in der Ukraine nach 1991
18.12. Pauschale Rehabilitierung in anderen Republiken
18.13. Zusammenfassung

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19.0 Nachwort
20.0 Fremdwörter und Abkürzungen
21.0 Register relevanter Ortschaften
22.0 Namensregister häfig vorkomender Akteure
23.0 Zeittafel
24.0 Quellen und Literatur
25.0 Der Autor
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Albert Obholz : "Die Kolonie Mariental an der Wolga ",   Band 9, November 2011

 

 

 

 

 

"Die Kolonie Mariental an der Wolga"

Erschienen 2011, 508 Seiten, bebildert.

 

Inhaltsverzeichnis



1. Kurzbiographie. Vom Autor
2. Einleitung. Die Wolgadeutschen und ihre Herkunft
3. Die Kolonie Mariental
4. Innere Übersidlung der Kolonisten
5. Die Verwaltung der Kolonien und des Bezirks Tonkoschurowka
6. Die Überfälle der Kirgis-Kasachen. Der Kampf ums Überleben
7. Das religiöse Leben der Kolonisten
8. Kirchen und Geistichen in Mariental
9. Das System der Schulbildung und seine Entwicklung
10. Schulen und Lehrer in Mariental
11. Die Errichtung eines Denkmals für Katharina II.
12. Kolonisten in der Zarenarmee
13. Die Emigration Wolgadeutscher in die USA
14. Die Übersidlung Wolgadeutscher nach Argentinien
15. Die medizinische Betreuung der Wolgadeutschen
16. Das musikalische Leben in der Kolonie Mariental
17. Die Bolschewiken und der Hunger im Wolgagebiet
18. Der Kolonistenaufstand in Mariental
19. Die Flucht Wolgadeutscher vor der Hungersnot
20. Die Kollektivierung und der Kampf gegen die "Kulaken"
21. Namen von Einwonern Marientals, gegen die Repressivmaßnahmen ergriffen wurden
22. Wolgadeutsche in der Sowjetarmee und im Krieg 1941-1945
23. Biographien bekannter gebürtiger und anderer EinwohnerMarientals: Franz Schiller,
       Adolf Dening, Emanuel Weigel, Peter und Erna Hunger, Peter Herrmann, Adolf Gross,
       Anton Schneider,Peter Hansen, Lydia Hofmann, Florian Kelbler, Johannes Hermann,
       Michael Naumann, Klara Gerstner-Solotarjowa
24. Der Untergang Marientals. Die Deportation
25. Gebürtige Marientaler in ArbeitslagernQuellen und weiterführende Literatur zum Thema
26. Eine Marientaler Insel in Sebirien
27. Marientaler Skizzen von Emma RischeHaus der Heimat Nürnberg e. V.
28. Literaturnachweis
29. Text des Buches in russischer Sprache (ohne Fotos) 30. Werbung HFDR.de



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Albert Obholz : "Die Katholiken an der Wolga ",   Ausgabe 2012

 

 

 

 

 

"Die Katholiken an der Wolga"

Erschienen 2012

 

Inhaltsverzeichnis



Kurzbiographie
Vom Autor
Danksagung

Kapitel 1. Kirchenbau an der Wolga
Kirchenglocken
Kirchenglocken aus Deutschland
Das Schicksal der Kirchenglocken
Die Inneneinrichtung und Ausstattung der Kirchen
Der Altar
Die Kirchenorgeln
Gestaltung der Kirche und ihres Umfelds
Inventur des Kirchenvermogens

Kapitel 2. Katholische Gemeinden an der Wolga
Die Diozese Tiraspol
Verwaltung der Kirchengemeinden dieser Region
Bischofe der Diozese Tiraspol
Dekanat Saratow
Dekanat Kamenka
Dekanat Katharinenstadt
Dekanat Mariental
Dekanat Seelmann

Kapitel 3. Katholische Kirchen an der Wolga
Tochterkolonien
Die Kirche der katholischen Pfarrei in Saratow
Die Kirche der katholischen Pfarrei in der Kolonie Katharinenstadt (Baronsk)

Kapitel 4. Die Kirche im Leben der Kolonisten
Die Kindstaufe
Die Erstkommunion
Die Firmung
Trauung
Beerdigungen
Das Schicksal der wolgadeutschen Friedhofe
Der Kirchgang
Knaben und Junglinge nahmen auf der Empore Platz

Kapitel 5. Mit Kirchenliedern und Gebeten
Der Kirchenchor
Teilnahme der Kolonisten an Bittgangen
Wallfahrten

Kapitel 6. Das Priesterseminar Saratow und seine wolga-deutschen Absolventen
Der Personalzusammensetzung des Priesterseminar im Jahr 1880
Absolventen des Priesterseminars in zivilen Berufen
Die Helfer der Geistlichen im Dienst und privat
Geistliche, die im Wolgagebiet verstorben und begraben sind

Kapitel 7. Der Alltag der Geistlichen an der Wolga
Das Alltagsleben der Pfarrer an der Wolga
Gehalt der Geistlichen
Kleidung der Geistlichen
Das liturgische Gewand legte der Geistliche wahrend der Wortgottesdienste
Sittliche Haltung der Geistlichen im Wolgagebiet

Kapitel 8. Im Süden Russlands geborene Geistliche der Wolgagemeinden

Kapitel 9. Der erste wolgadeutsche Atheist
Kurze Zusammenfassung

Kapitel 10. Die Wiedergeburt der katholischen Kirche in Kasachstan
Die erste katholische Kirche in der UdSSR
Grösste Kathedrale Mittelasiens eingeweiht
Die neue Kathedrale Maria, Mutter aller Nationen

Literaturquellen
Katholische Kirchen in Russland
Alexander Kelbler. Karamanstal
Historischer Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V
Bucher und Wandbildkalender des Historischen Forschungsvereins der Deutschen aus Russland e.V



 

 

 

Olga Litzenberger : "Deutsche evangelische Siedlungen an der Wolga ",   Ausgabe 2013

 

 

 

 

 

"Deutsche evangelische Siedlungen an der Wolga"

Erschienen 2013

 

Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG7
ALEXANDERGE (Alexanderhöh, Alexandrge, Alexandr-Gej, Alexandrowka, Uralsk), heute ALEXANDROWKA, Rayon Sowjetski, Gebiet Saratow9
ANTON (Anton, Antonowka, Antonowski, Sewastjanowka, Sebastjanowka), heute SADOWOJE, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow14
ÄHRENFELD (Erntefeld, Kratzke, Krazke, Gradskoje, Gradskij), heute TSCHKALOWO, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow23
BALZER (Balzer, Goly Karamysch, Panzyr), heute KRASNOARMEJSK, Gebiet Saratow28
BANGERDT (Bangerdt, Saumorje, Samorje, Saus-Morje, Ussowka), heute SAUMORJE, Rayon Engels, Gebiet Saratow38
BASEL (Basel, Kratz, Kraz, Kranz, Gratz, Graz, Wassiljewka), heute WASSILJEWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow43
BAUER (Bauer, Karamyschewka), heute KARAMYSCHEWKA, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow51
BEIDECK (Baideck, Beidek, Talowka, Werchnjaja Talowka), heute LUGANSKOJE, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow59
BETTINGER (Bettinger, Baratajewka, Bartenewka), heute WOROTAJEWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow67
BOARO (Boaro, Boisroux, Bordowoje, Bordowskoje, Barodowoje, Portowoi, Borodajewka) heute BORODAJEWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow75
BOREGARD (Beauregard, Boregardt, Borgard, Bujerak), heute PRIWOLSHSKOJE, Rayon Marx, Gebiet Saratow 83
BROCKHAUSEN (Brockhausen, Hummel, Alexandrowskoje), heute BUJERAK, Rayon Marx, Gebiet Saratow90
BRUNNENTAL (Brunnental, Blumental, Brockental, Kriwoi Jar), heute KRIWOJAR, Rayon Rowenski, Gebiet Saratow97
DINKEL (Dinkel, Tinkel, Oberholstein, Tarlykowka, Wiesental), heute TARLYKOWKA, Rayon Rowenski, Gebiet Saratow105
DITTEL (Dietel, Tittel, Oleschnja, Oleschna, Oleschny, Aljoschka, Jelschanka), heute ALESCHNIKI, Rayon Shirnowskij, Gebiet Wolgograd112
DÖNHOF (Denhof, Donhof, Gololobowka, Alt-Gololobowka, Staraja Gololobowka), heute WYSSOKOJE, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow126
ECKHEIM (Skatowka, Eckhain, Usatow, Usatowo), heute USATOWO, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow134
ENDERS (Enders Mitte, Srednjeje, Sredinskoje, Ustj-Karaman, Alt-Karaman), heute UST-KARAMAN, Rayon Engels, Gebiet Saratow140
ERNESTINENDORF (Bekerrsdorf, Beckersdorf, Beckerdorf, Bekerdorf, Beresowoje, Berjosowoje, Berjosowka), heute BERJOSOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow146
FISCHER (Teljausa, Teljause, Prosumensk, Prosumentskoje, Rybnoje), heute KRASNAJA POLJANA, Rayon Marx, Gebiet Saratow152
FRANK (Medwedizkij Krestowyj Bujerak, Krestowsko-Medwedizkij Bujerak, Krestowyj Bujerak), heute MEDWEDIZA, Rayon Shirnowskij, Gebiet Wolgograd159
FRESENTAL (Neu-Schäfer, Schiwskoje, Nowo-Lipowka), heute NOWOLIPOWKA, Rayon Sowjetskij, Gebiet Saratow167
FRIEDENBERG (Mirnoje, Gololy, Kulaly), heute MIRNOJE, Rayon Rowenskij, Gebiet Saratow172
FRIEDENFELD (Alt-Friedenfeld, Birjutschje, Berutschik), heute KOMSOMOLSKOJE, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow177
GLARUS (Gljarus, Klaris, Biberstein, Serdinski, Georgiewka), heute GEORGIEWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow182
GNADENDORF (Gnadendorf, Blagodatnoje, Nachoi), heute Teil des Ortes ROSOWOJE, Rayon Sowjetski, Gebiet Saratow189
GNADENFELD (Gnadenfeld, Kljutschi, Moor), heute KIROWO, Rayon Krasnokutski, Gebiet Saratow194
GNADENFLUR (Gnadenflur, Florskoje), heute PERWOMAISKOJE, Rayon Fjodorowski, Gebiet Saratow199
GNADENTAU (Gnadentau, Rosnoje, Sobatschi Kolonok), heute WERCHNI JERUSLAN, Rayon Staropoltawski, Gebiet Wolgograd205
GRIMM (Grimm, Lesnoi Karamysch), heute KAMENSKI, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow213
HOCKERBERG (Hockerberg, Hokerberg, Heckerberg, Boon, Konstantinowskoje), heute Alexandrowka, Rayon Marx, Gebiet Saratow227
HUCK (Huck, Guck, Splawnucha), heute SPLAWNUCHA, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow234
JAGODNAJA POLJANA (Beerenfeld, Berenfeld, Baum, Staryj Kolonok), heute JAGODNAJA POLJANA, Rayon Tatischtschewskij, Gebiet Saratow243
JAGODNOJE (Neu-Jagodnaja, Nowo-Jagodnaja, Nowaja Sosnowka), existiert nicht mehr256
JOST (Jost, Obernberg, Popowkina, Popowkino), heute nicht mehr vorhanden262
KANO (Kano, Caneau, Kana, Andrejewka), heute ANDREJEWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow268
KATHARINENSTADT (Jekaterinenstadt, Katarinenstadt, Katarinstadt, Baronsk, Jekaterinograd, Marxstadt), heute MARX, Rayon Marx, Gebiet Saratow274
KATHARINENTAL (Ekaterinental, Jekaterinowka, Jamy, Staryje Jamy), heute JAMSKOJE, Rayon Krasnokutski, Gebiet Saratow291
KIND (Kind, Baskakowka, Kindt, Gorelowa), heute BASKATOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow296
KRAFT (Kraft, Werchnjaja Grjasnucha) heute WERCHNJAJA GRJASNUCHA, Rayon Kamyschinski, Gebiet Wolgograd304
KRASNY JAR (Krasnojar, Krasnojarowka, Nemezki Krasnojar, Walter, Krasny Kolonok, Zesarowka), heute KRASNY JAR, Rayon Engels, Gebiet Saratow311
KRASNY KUT heute KRASNY KUT, Gebiet Saratow319
KRATZKE (Krazke, Potschinnaja, Podtschinnyj, Podtschinnoje, Krazkij, Krazkaja), heute PODTSCHINNYJ, Rayon Shirnowskij, Gebiet Wolgograd325
KUTTER (Kutter, Pfaffenkutter, Faffen-Chutor, Parafej-Chutor, Brening, Neumann, Popowka), heute KARAMYSCH, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow334
LANGENFELD (Langenfeld, Krestowy, Krestny, Werchni Jeruslan) heute WERCHNI JERUSLAN, Rayon Krsnokutski, Gebiet Saratow 342
LAUWE (Lauwe, Laube, Schönfeld, Jablonowka), heute JABLONOWKA, Rayon Rowenski, Gebiet Saratow347
LILIENFELD (Lilienfeld, Neu-Orlowskoje, Belopolje), nicht mehr vorhanden353
MANNHEIM (Mannheim, Mannowka, Manowka, Mainskoje), heute MARINOWKA, Rayon Fjodorowski, Gebiet Saratow357
MERKEL (Makarowka), heute Makarowka, Rayon Shirnowskij, Gebiet Wolgograd362
MESSER (Ust-Solicha, Ust-Salicha) heute UST-SOLICHA, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow368
MOOR (Moor, Kljutschi), heute KLJUTSCHI, Rayon Krasnoarmejski, Gebiet Saratow379
NÄB (Resanowka, Rjasanowka), heute RJASANOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow386
NEU-BAUER (Nej-Bauer, Neu-Bauer, Soljanka), existiert nicht mehr393
NEU-BEIDECK (Talowka, Beideck, Baideck, Naiteck), existiert nicht mehr398
NEU-BOARO (Neu-Boisroux, Nowoje Boaro, Nowoje Bordowoje), existiert nicht mehr402
NEU-HUSSENBACH (Gussenbach, Dobrynino, Gaschon, Perwomajskoje), heute PERWOMAJSKOJE, Rayon Krasnokutskij, Gebiet, Saratow407
NEU-SCHILLING (Sosnowka, Nowaja Sosnowka), existiert nicht mehr412
NEU-STRAUB (Nowaja Skatowka, Neu-Skatowka, Skatowka Nowaja, Skatowka, Nowyj Kolonok, Neu-Saratowka), heute NOWOSKATOWKA, Rayon Tatischtschskij, Gebiet Saratow417
NEU-URBACH (Nowyj Urbach, Nowoantonowka, Nowolipow Kut), heute NOWOANTONOWKA, Rayon Sowjetskij, Gebiet Saratow424
NEU-WARENBURG (Nej-Warenburg, Nowo-Priwalnoje, Nej-Priwalnoje), heute NOWOPRIWOLNOJE, Rayon Rowenskij, Gebiet Saratow428
NIEDERMONJOU (Bobrowka), heute BOBROWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow433
NORKA (Staraja Norka, Weigand), heute NEKRASOWO, Rayon Krasnoarmejskij, Gebiet Saratow441
ORLOWSKOJE (Orlowskaja), heute ORLOWSKOJE, Rayon Marx, Gebiet Saratow453
PAULSKOJE (Paulskaja, Pawlowka), heute PAWLOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow463
PHILIPPSFELD (Filippowka), heute FILIPPOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow471
POBOTSCHNOJE (Nebendorf, Pobotschnaja, Srednij Kolonok), existiert nicht mehr477
POKPOWSKAJA SLOBODA (Pokrowsk), heute ENGELS, Gebiet Saratow. Die deutsche Bevölkerung der Stadt486
REINHARDT (Reingardt, Rynowka, Osinowka), heute OSINOWKA, Rayon Engels, Gebiet Saratow493
REINWALD (Reinholz, Starizkoje, Starina), heute STARIZKOJE, Rayon Engels, Gebiet Saratow501
ROSENDAM (Rosendamm, Morzowo, Marzowo, Morzy), heute MORZY, Rayon Fjodorowskij, Gebiet Saratow509
ROSENFELD (Rosowoje), heute ROSOWOJE, Rayon Sowjetskij, Gebiet Saratow515
ROSENHEIM (Podstepnaja, Podstepnoje), heute PODSTEPNOJE, Rayon Engels, Gebiet Saratow521
ROSENTAL (Rosowka), heute ROSOWKA, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow530
SARATOW Deutsche evangelische Bevölkerung535
SCHÄFER (Schäder, Schätzer, Lipowka), heute LIPOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow544
SCHAFFHAUSEN (Schiffhausen, Michaelis, Wolkowo), heute WOLKOWO, Rayon Marx, Gebiet Saratow553
SCHILLING (Konstatinowka), heute KONSTATINOWKA, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow561
SCHILLING (Sosnowka), heute SOSNOWKA, Rayon Krasnoarmejskij, Gebiet Saratow567
SCHÖNDORF (Schulidowo, Schulidowka, Schamilowka), heute REPNOJE, Rayon Krasnokutskij, Gebiet Saratow577
SCHÖNFELD (Poljanka, Mokrous), existiert nicht mehr582
SCHÖNTAL (Schenopol, Dolinskoje, Dolskoje), heute DOLINA, Rayon Fjodorowskij, Gebiet Saratow590
SCHULZ (Lugowaja Grjasnucha), heute LUGOWSKOJE, Rayon Engels, Gebiet Saratow596
SCHWED (Schweden, Schwedskij, Swonarjewka), heute LENINSKOJE, Rayon Engels, Gebiet Saratow602
SICHELBERG (Sichelberg, Siegelberg, Serpogorje, Martischka, Mortjashka) heute SERPOGORJE, Rayon Fjodorowski, Gebiet Saratow608
STAHL (Stahl am Tarlyk, Stepnoje, Stepnaja, Lopatino, Lopatina), heute Stepnoje, Rayon Engels, Gebiet Saratow614
STAHL (Stahl am Karaman, Swonarjow Kut, Stal, Stalskij, Stahl-am-Karaman), heute Swonarjowka, Rayon Marx, Gebiet Saratow618
STRAUB (Alt-Straub, Wiesental, Eckstein, Skatowka), heute SKATOWKA, Rayon Rowenskij, Gebiet Saratow625
SUSANNENTAL (Winkelmann, Sosnowka), heute SOSNOWKA, Rayon Marx, Gebiet Saratow631
UNTERWALDEN (Meinhardt, Weinhardt, Podlesnoje), heute PODLESNOJE, Rayon Marx, Gebiet Saratow637
URBACH (Alt-Urbach, Lipow Kut, Furmanowka), heute FURMANOWKA, Rayon Engels, Gebiet Saratow645
WALTER (Gretschinnaja Luka, Gretschischnaja Luka, Gretschnewaja Luka, Gretschichino), heute GRETSCHICHINO, Rayon Shirnowski, Gebiet Wolgograd651
WARENBURG (Warenburg, Alt-Warenburg, Priwalnaja, Priwalnoje, Staro-Priwalnoje), heute PRIWOLNOJE, Rayon Rowenski, Gebiet Saratow659
WEIZENFELD (Waizenfeld, Pschenitschnoje, Nachoi), heute Teil der Ortschaft ROSOWOJE, Rayon Sowjetski, Gebiet Saratow670
WIESENMÜLLER (Wisenmüller, Lugowoje, Lugowyje Kresty, Stepantschukow), heute LUGOWSKOJE, Rayon Rowenski, Gebiet Saratow676
ZÜRICH (Eckardt, Eckert, Sorkino), heute SORKINO, Rayon Marx, Gebiet Saratow682
GLOSSAR692
QUELLEN- UND LITERATURNACHWEIS696
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Prof. Dr. Med. Obholz Albert

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